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ADFL (Alliance of Democratic
Forces for the Liberation of Congo):
Von Ruanda und Uganda 1996 zum Sturz Mobutus ins
Leben gerufene Rebellenorganisation unter
Laurent-Desire Kabila.
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FAC (Forces Armées
Congolaises):
Die Bezeichnung für die ehemalige
Regierungsarmee des Kongo unter Kabila. Sie soll in
die neue FARDC überführt werden.
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FAR (Forces Armées
Rwandaises):
Die Bezeichnung der ehemaligen Armee des
Hutu-Regimes in Ruanda. Teile dieser Organisation
flohen 1994 vor der RPF in den Kongo, wo sie
zusammen mit den Interahamwe-Milizen die
Rückeroberung Ruandas betrieben. Radikale
Hutu-Milizen im Kongo werden oftmals als
ex-FAR/Interahamwe bezeichnet, obwohl der
Großteil ihrer Kämpfer sich heute eher
aus der kongolesischen Hutu-Bevölkerung
rekrutiert.
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FARDC (Forces Armées de
la République Démocratique du
Congo):
Bezeichnung der im Friedensvertrag vereinbarten
neuen nationalen Armee der DR Kongo. Sie soll
einmal etwa 100 000 ehemalige Soldaten der
verschiedenen Bürgerkriegsparteien vereinen,
ist jedoch momentan noch relativ schwach und von
internen Konflikten zerrissen.
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FDLR (Forces
Démocratique de Liberation du
Rwanda):
Miliz der Hutu-Extremisten im östlichen
Kongo. Sie besteht aus 1994 aus Ruanda geflohenen
Verantwortlichen für den Völkermord
(ex-FAR/Interahamwe), ruandischen Regimegegnern
sowie rekrutierten kongolesischen Hutu. Ihr
erklärtes Ziel war die Rückeroberung
Ruandas, verschiedene Wiedereingliederungsprogramme
und militärischer Druck von Ruanda haben die
FDLR jedoch entscheidet geschwächt. Obwohl sie
heute keine ernsthafte Gefahr für Ruanda mehr
darstellt sind ihre verbliebenen 10 000 bis 15 000
Kämpfer weiterhin ein Hindernis für den
Friedensprozess und eine Bedrohung für die
Zivilbevölkerung. Nachdem Übergriffe der
FDLR trotz einer Ankündigung vom März,
die Waffen niederzulegen, unvermindert weitergehen,
gehen FARDC und MONUC-Einheiten in letzter Zeit
verstärkt militärisch gegen sie vor.
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FNI (Le Front des Nationalistes
et Integrationnistes):
Bezeichnung für eine im nördlichen Ituri
ansässige Lendu-Miliz. Zeitweise Teil einer
Uganda-gestützten Anti-UPC-Koalition erhielt
sie auch Unterstützung durch die RCD-ML. Nach
einem FNI-Angriff auf eine VN-Patrouille 2005, bei
dem neun Blauhelme getötet wurden, ging MONUC
militärisch gegen sie vor.
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Interahamwe:
Name der von Hardlinern der ehemaligen
Hutu-Regierung Ruandas ausgebildeten Jugendmiliz,
die zusammen mit der FAR und Polizeieinheiten
maßgeblich an der Durchführung des
Völkermords 1994 beteiligt war. Große
Teile dieser Organisation regruppierten sich nach
ihrer Flucht vor den siegreichen RPF-Rebellen im
östlichen Kongo als FDLR.
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Mai-Mai:
Lockerer Verbund lokaler kongolesischer Milizen,
die sich gegen die ruandische Besatzung und deren
RCD-Verbündeten richteten. Nach der
Unterzeichnung des Lusaka-Abkommens wurden sie von
der Regierung in Kinshasa als stellvertretende
Kämpfer gegen die RCD bewaffnet., und
operierten oftmals zusammen mit der FDLR. Die
Mai-Mai sind Vertragspartei des Sun City-Abkommens,
besetzen zwei Ministerien der
Übergangsregierung und sollen teilweise in die
FARDC integriert werden.
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MLC (Mouvement de Liberation
Congolais):
Im Oktober 1998 gegründete
Rebellenorganisation gegen Laurent Kabila. Die MLC
wurde von Uganda als Alternative zur ruandischen
RCD finanziell und militärisch
unterstützt, und zeichnet sich durch einen
hohen Grad an interner Kohäsion und eine
starke Führung unter Jean-Piere Bemba aus. Sie
ist ein maßgeblicher Teil der
Übergangsregierung und besetzt einen
Vizepräsidentenposten.
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MONUC (Mission des Nations
Unies en République Démocratique du
Congo):
Seit 1999 Name der sich im Kongo befindlichen
VN-Friedensmission. Ursprünglich als
Beobachtertruppe konzipiert ist MONUC nun eine
robuste Mission nach Kapitel-VII mit einer
Stärke von über 16 000 Soldaten, die
schwerpunktmäßig in Ituri und den
Kivu-Provinzen stationiert sind. Nachdem ihr
oftmals mangelnde Effektivität und
Einsatzwilligkeit vorgeworfen wurde ist sie in
letzter Zeit zusammen mit der FARDC verstärkt
militärisch gegen die FDLR engagiert.
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PPRD (Parti Pour la
Réconciliation et le
Développement):
2002 gegründete Partei des Präsidenten
Joseph Kabila. Sie repräsentiert die
ehemaligen Machteliten in Kinshasa, und stellt
neben dem Präsidenten auch einen
Vizepräsidenten.
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PUSIC (Le Parti pour
l’Unite et la Sauvegarde de l’Integrite
du Congo):
Abspaltung der iturischen Hema-Miliz UPC, deren
Anhänger sich hauptsächlich aus dem
südlichen Ituri an der ugandischen Grenze
rekrutieren. Empfing Unterstützung von Uganda,
nachdem sich dieses von der UPC abgewandt hatte.
Zeitweise mit der FNI Mitglied einer
ugandisch-gestützten Anti-UPC-Allianz.
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RCD (Rassemblement Congolais
pour la Démocratie):
Erste der 1998 gegründeten Rebellenbewegungen
gegen Laurent Kabila. Ursprünglich sowohl von
Uganda und Ruanda unterstützt, fiel sie bald
primär unter ruandischen Einfluss, und
besaß nie eine große Basis in der
Bevölkerung. Dies und interne Streitigkeiten
führten zur Abspaltung einer eher Uganda
zugeneigten Gruppe als RCD-ML, woraufhin sich die
Hauptpartei nach ihrem Hauptquartier RCD-Goma
benannte.
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RCD-G (Rassemblement Congolais
pour la Démocratie – Goma):
Bezeichnung für die Hauptgruppe der RCD nach
Abspaltung der RDC-ML. Sie steht unter starkem
Einfluss Ruandas und gilt als dessen
verlängerter Arm im Kongo. Die RCD-G ist einer
der Hauptpartner der Übergangsinstitutionen
und stellt einen Vizepräsidenten, allerdings
kommt es immer wieder zu bewaffneten
Zusammenstößen zwischen ihr und Truppen
ihrer ehemaligen Gegner.
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RCD-ML (Rassemblement Congolais
pour la Démocratie - Mouvement de
Libération):
Abspaltung der RCD ihres gestürzten
ehemaligen Führers, die sich Uganda für
Unterstützung zuwandte und sich zunächst
RCD-Kisangani nannte. Nach dem Verlust dieser Basis
Umbenennung in RCD-ML. Interne Machtkämpfe
führten zu weiteren Aufspaltungen, und
Konflikte mit der RCD-G und MLC zur
Unterstützung der RCD-ML durch Kinshasa. Die
Bedeutung der RCD-ML ist seit 1999 stark
zurück gegangen, sie ist allerdings Teil der
Übergangsregierung und besetzt zwei
Ministerposten.
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RCD-N (Rassemblement Congolais
pour la Démocratie –
National):
Abspaltung von der RCD-ML, die sich zunächst
weitgehend neutral verhielt. 2001 verbündete
sie sich jedoch mit der MLC und eroberte einige
Städte von der RCD-ML. Die eigene
militärische Stärke der RCD-N ist jedoch
gering. Sie ist mit einem Ministerposten in der
Übergangsregierung vertreten.
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RPA (Rwandan Patriotic
Army):
Bezeichnung der aus der ehemaligen
Tutsi-Rebellenarmee RPF (Rwandan Patriotc Front)
hervorgegangenen Streitkräfte Ruandas. Die RPA
war maßgeblich für die Erfolge der
Rebellionen 1996 und 1998 verantwortlich, und hielt
bis 2002 die ostkongolesischen Kivu-Provinzen
besetzt. Sie ist Verbündeter der RCD-G, und
nach ihrem offiziellen Abzug vermutlich öfters
zur Bekämpfung der FDLR kurzzeitig in den
Kongo eingedrungen.
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UPC (Union des Patriotes
Congolais):
Ethnisch basierte Abspaltung der RCD-ML, die von
den Hema als zu Nande und Lendu-dominiert angesehen
wurde. Ursprünglich ebenfalls von Uganda
unterstützt überwarf sie sich 2002 mit
ihrem Verbündeten und wandte sie sich Ruanda
und der RCD-G zu. Dies führte zu
militärischen Auseinandersetzungen mit Uganda
und zur Abspaltung der PUSIC. Die UPC ist nicht
Teil des Übergangsprozesses, ihr
Führungspersonal wurde im Frühjahr 2005
von der Übergangsregierung verhaftet.
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UPDF (Ugandan Popular Defense
Forces):
Bezeichnung der ugandischen Regierungsarmee. Mit
Ruanda war Uganda einer der Hauptsponsoren der
Rebellionen 1996 und 1998, die die UPDF
militärisch unterstützte. Nach dem Bruch
mit Ruanda kurzzeitig in direkte Gefechte mit der
RPA um Kisangani verwickelt. Sie hielt bis 2002
weite Teile des nordöstlichen Kongo besetzt,
und unterstützte eine Vielzahl von wechselnden
lokalen Rebellengruppen.
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UPDS (Union Pour la
Démocratie et le Progrès
Social):
Hauptpartei der zivilen kongolesischen Opposition
und eine der wenigen Parteien von nationaler
Bedeutung. Aufgrund interner Streitigkeiten der
verschiedenen zivilen Oppositionsparteien ist die
UPDS nicht Bestandteil der
Übergangsinstitutionen, ihr langjähriger
Führer Etienne Tshisekedi will jedoch zu den
geplanten Präsidentschaftswahlen antreten.