Fünf Jahre NEPAD von Cord Jakobeit, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 32-33/2006
Die Gründung der Initiative "New Partnership for Africa's Development"
(NEPAD) im Jahr 2001 erregte viel Aufmerksamkeit, da sich die
afrikanischen Regierungschefs in diesem Dokument erstmals zu ihrer
Verantwortung bekannten, durch gute Regierungsführung die Grundlagen für
eine nachaltige Entwicklung des Kontinents zu schaffen. Fünf Jahr später
ist es jedoch zu früh, das Projekt als Erfolgsgeschichte zu feiern.
Insbesondere der in Zusammenarbeit mit der G8 entwickelte "African Peer
Review Mechanism" (APRM) hat bis jetzt wenig konkrete Ergebnisse
hervorgebracht. Auch die makroökonomischen Daten des Kontinents haben
sich kaum verbessert. Allerdings sollte man anerkennen, dass die
NEPAD-Initiative dazu beigetragen hat, eine Marginalisierung Afrikas in
der internationalen Politik zu verhindern.
The New Partnership for Africa’s Development. Four years of a promising attempt or hollow optimism?
von Prince Mashele, in: ISS Paper 125, Institute for Security Studies, März 2006 Das
New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) stellt die Absicht
Afrikas dar, sich den Herausforderungen der Globalisierung zu stellen,
interne Probleme eigenständig zu bewältigen und anderen Regionen auf
gleicher Augenhöhe als Partner zu begegnen. Insbesonders der African
Peer Review Mechanism (APRM) wird als effektives Instrument betrachtet,
Good Governance zu gewährleisten und somit Afrikas Entwicklung
voranzubringen. Der Autor beschreibt die Ambitionen NEPADs und des APRM
und analysiert erste Erfahrungen mit diesen anhand der Fallbeispiele
Ghana und Ruanda.
Das kommende Europa
von Martin Koopmann und Stephan Martens (Hrsg.)
Veröffentlicht am 11. Februar 2008
50 Jahre nach dem Inkrafttreten der Römischen Verträge verbinden 22 deutsche und französische Autoren eine Bilanz des europäischen Einigungsprozesses mit einer Analyse der künftigen Herausforderungen in Europa. Wissenschaftler aus Think tanks und Universitäten erörtern ausgewählte Themen des europäischen Integrationsprozesses, wobei Fragen des Binnenmarktes und der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso behandelt werden wie der Komplex der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik, das Problem politischer Führung in der EU, die Rolle Europas in der Welt sowie spezifische Themen wie die Migrations-, die Energie- oder die Menschenrechtspolitik.