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Analysen zu Somalia
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The Somali Conflict: Root causes, obstacles, and
peace-building strategies
von Afyare Abdi Elmi und Abdullahi Barise, in:
African Security Review, Vol 15 No 1, 2006
Seit über zwei Jahrzehnten herrscht Bürgerkrieg
in Somalia. Die Ursachen sind zahlreich: Politisierte
Stammes-Identitäten, Arbeitslosigkeit und die
Verfügbarkeit von Waffen haben den Kampf um Macht und
Ressourcen eskalieren lassen. Die Friedensbemühungen
wurden dabei durch die feindliche Haltung Äthiopiens,
das Desinteresse der Großmächte und den
Widerstand der Warlords erschwert. Eine erfolgreiche
Friedensstrategie muss sich sowohl mit der
Sicherheitssituation als auch mit der politischen und
wirtschaftlichen Zukunft des Landes befassen. Neben der
Stationierung einer internationalen Friedenstruppe
könnten Programme zur Friedenserziehung zu einem Ende
der Gewalt am Horn von Afrika beitragen. [pdf]
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Somalia’s Islamists
Africa Report No. 100, International Crisis
Group, Dezember 2005 [pdf]
Somalias anhaltende Instabilität und das Fehlen
elementarer Regierungsinstitutionen stellen ein
internationales Sicherheitsproblem dar. Terroristen nutzen
das staatliche Vakuum als Rückzugsort. Seit 2003
werden Islamisten mit Morden an Somalis und Ausländern
in Verbindung gebracht. Die Regierungen, die die somalische
Terrorbedrohung bekämpfen, müssen in erster Linie
für die Wiederherstellung von Frieden und den Aufbau
staatlicher Strukturen unter einer legitimierten Regierung
sorgen. Vor allem aber muss deutlich werden, dass sich die
Antiterrormaßnahmen nur gegen eine kleine Gruppe
Krimineller und nicht gegen die somalische Bevölkerung
richten.
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Tanz auf dem Rand des Vulkans. Hilfswerke in Somalia, einem
Land ohne Staat
von Marc Engelhardt, in: der überblick,
3/2005, S. 44-47
Für Hilfsorganisationen erweist sich die Arbeit in
Somalia als überaus schwierig. Im tief gespaltenen
Land fehlt es vor allem an einer übergeordneten
staatlichen Ordnung. Wenn Hilfe irgend jemandem parteiisch
erscheint, geraten Mitarbeiter der Organisationen schnell
ins Fadenkreuz der angeblich Benachteiligten –
wortwörtlich. Das macht die Arbeit in Mogadischu
besonders gefährlich. Während internationale
Geldgeber sonst gerne ihre Logos präsentieren,
arbeiten sie in Mogadischu möglichst unauffällig.
Internationale Angestellte fliegen selten und nur für
wenige Tage ein. Jede Hilfsorganisation benötigt
eigene Sicherheitskräfte. Einer nachhaltigen
Entwicklung fehlt die Basis, betroffen sind vor allem die
einfachen Menschen.
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Somalia vor der Rückkehr der Übergangsregierung -
Eine Anleitung zum Scheitern äußerer
Intervention
von Dustin Dehéz, Juli 2005
Seit dem Juni 2005 existiert erstmals seit 14 Jahren
wieder eine offizielle Zentralregierung auf somalischem
Gebiet, die von einer Eingreiftruppe der
Regionalgemeinschaft IGAD geschützt werden soll. Der
Autor analysiert in seinem Artikel die Erfolgchancen dieser
Friedensmission.
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Counter-Terrorism in Somalia: Losing Hearts and
Minds?
in: Africa Report No. 95, International Crisis
Group, Juli 2005 [pdf]
Die Gefahr des Dschihad - Terrorismus ist real in Somalia.
Aber die Versuche der somalischen Führung und ihrer
regionalen Verbündeten, dieses zugunsten von
kurzfristigen politischen Vorteilen auszunutzen, birgt das
Risiko, das Land in eine noch größere Krise zu
stürzen. Eine beliebte Methode, um unliebsamen
politischen Gegnern zu Schaden, ist der Vorwurf von
Verbindungen zu terroristischen Kreisen. Die
Übergangsregierung unter Interimspräsident Ahmed
versucht darüber hinaus, mit der Terrorgefahr die
Stationierung von regionalen Interventionskräften zu
legitimieren.
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Somalia: Plus ça change...?
von Richard Cornwell, in: African
Security Review, Nr. 4, 2004, S. 57-60
Zu Beginn des Jahres 2005 zeigte der kollabierte Staat
Somalia erste Zeichen der Wiederbelebung. Die Frage, die
sich nun stellt, ist, ob Somalia seine Abhängigkeit
von externen Lebenserhaltungssystemen reduzieren und seine
inneren Angelegenheiten selber regeln kann. Die Art und
Weise der Arbeit der somalischen Regierung entscheidet auch
darüber, ob die internationale Gemeinschaft weiterhin
geduldig sein wird.
- Somalia: Continuation of War by other
Means?
in: Africa Report No. 88, International Crisis
Group, 21. Dezember 2004 [pdf]
Die Bildung einer Übergangsregierung (Transitional
Federal Government [TFG]) im Oktober 2004 wurde als
Durchbruch aus Somalias langjähriger Krise des
Bürgerkriegs und der Staatlosigkeit gewertet. Mit dem
Friedensprozess geht es seitdem jedoch bergab. Insbesondere
die Ernennung des Interimspräsidenten, Oberst
Abdillahi Yusuf Ahmed, ist höchst umstritten. Vielen
Somalis erscheint dessen Wahl nur als die Fortsetzung des
Krieges mit anderen Mitteln, da dieser nur versuche, seine
eigene Agenda durchzusetzen. Die internationale
Gemeinschaft muss deutlich machen, dass die TFG nur
offizielle Anerkennung erhält, wenn diese sich
ernsthaft für die nationale Einheit einsetzt.
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Somalia and Somaliland: Envisioning a Dialogue on the
Question of Somali Unity
von Matt Bryden, in: African
Security Review, Nr. 2, 2004, S. 23-33
Die Aussicht eines Dialogs zwischen einer
Übergangsregierung in Mogadischu und einer Regierung
von Somaliland in Hargeysa bietet eine attraktive und
oberflächlich betrachtet auch plausible
Möglichkeit, das Problem der somalischen Einheit
anzusprechen. In der Praxis jedoch ist es wahrscheinlicher,
dass dieses eine eher komplizierte Angelegenheit sein wird,
die leichter die Spannungen verstärken könnte als
diese zu beheben.
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Biting the Somali Bullet
in: Africa Report No. 79, International Crisis
Group, 4 May 2004 [pdf]
Über dreizehn Jahre nach dem Sturz des Siad Barre
Regimes verbleibt Somalia das einzige Land in der Welt ohne
Regierung. Es gilt als Paradebeispiel für die
humanitären, ökonomischen und politischen
Nachwirkungen von Staatszerfall, inklusive eines
Regierungsvakuums, welches terroristische Gruppen als
sicheren Rückzugsraum und für logistische Zwecke
nutzen können. Wenn der Frieden nachhaltig sein soll,
müssen die somalischen Akteure vereinigt für die
gemeinsame Sache einstehen. Die USA und die EU müssen
aktiv daran mitwirken, dass die regionalen Rivalitäten
beendet werden.
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Somaliland, Africa's best kept secret. A challenge to the
international community?
von Matt Bryden, in: African
Security Review, Nr. 4, 2003, S. 77-82
Somaliland hat eine große Entschlossenheit in seiner
Entwicklung gezeigt. Die somaliländische Regierung
respektiert demokratische Prinzipien, unternimmt
große Anstrengungen, um die Wirtschaft
wiederzubeleben und hat den Großteil der Hauptstadt
wieder aufgebaut. Die Union mit Somalia erweist sich als
schwierig, während aber komplexe Beziehungen zu Kenia,
Djibuti und afrikanischen multilateralen Organisationen
bestehen. Doch trotz der großen Fortschritte, die die
Bürger Somalilands gemacht haben, bleibt die
Anerkennung als souveräner Staat durch die
internationale Gemeinschaft nur eine ungewisse
Hoffnung.
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[weitere Analysen im Internet]