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Dossier
China und Afrika
Die aufstrebende Wirtschaftsnation China tritt mit ihrem
Bemühen um die Länder Afrikas in eine bereits
bestehende Tradition. Diesmal allerdings liegt die Motivation
vor allem im dringenden Rohstoffbedarf Chinas. Den Zugang dazu
sichert sich die chinesische Regierung durch vorausschauende
Diplomatie und mehrdimensionale Kooperation: neben
wirtschaftlicher Zusammenarbeit auch auf militärischer
Ebene. Diese umfassende Strategie eröffnet dem
Afrikanischen Kontinent neue Wege zur Verbesserung der
innenpolitischen Lage, bringt für die westliche
Staatengemeinschaft allerdings auch bisher unerwartete
Konsequenzen.
Grundlagen
Analysen
-
Towards a European Energy Foreign Policy?
von Frank Umbach, in: Foreign Policy in Dialogue, Marco
Overhaus, Hanns W. Maull and Sebastian Harnisch (eds.),
Volume 8 - Number 20, Trier, Germany, January 11, 2007, p.
7-16.
Steigende Ölpreise und die Bereitschaft von
Ländern wie China und Indien, diese Preise zu zahlen,
der zunehmende Energiebedarf in diesen Ländern, sowie
Unsicherheit über die Größe der noch
vorhandenen Rohstoffreserven kennzeichnen die aktuelle
Situation des Energiemarktes. Diese Lage wird durch
Verstaatlichungen von Energieressourcen zusätzlich
verschärft, wobei eine negative Korrelation der
Energiepreise und des Demokratisierungsprozesses erkennbar
ist. Aufgrund der Auswirkungen auf das globale
Mächtegleichgewicht hat die EU verschiedene Strategien
initiiert, um diesen Entwicklungen zu begegnen. Da die
nationalen Interessen der Mitgliedsstaaten jedoch diese
Bemühungen zu untergraben drohen, ist ein Erfolg
fraglich.
-
Die neuen Herren der Welt. Öl gleich Macht:
Energie-Verbraucherländer müssen umdenken
von Frank Umbach, in: Internationale Politik, 09/2006, S.
52-59
Die steigenden Öl- und Gaspreise verschärfen die
Abhängigkeit rohstoffarmer Länder von
Ländern mit Ressourcenreichtum, die daher
Energieversorgung zu einem zentralen Instrument ihrer
Außen- und Sicherheitspolitik machen. Die Folge ist
ein starker Trend zur Verstaatlichung von Rohstoffreserven.
Dieser neuen Machtkonstellation kann die EU keine
geschlossene Strategie entgegensetzen, durch
Interessenkonflikte der Mitgliedstaaten gehindert. Die EU
und ihre Mitgliedstaaten können diesem Dilemma nur
durch eine stärkere Diversifizierung ihrer
Energiequellen, offene Weltmärkte und verstärkte
Forschung zu eigener Energiegewinnung entweichen.
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Asiens Energieunsicherheit und Ressourcennationalismus:
Kooperation oder Konfliktpotenzial für die
Region?
von Frank Umbach, in: Christine Berg/Günter Schucher
(Hrsg.), ’Regionale politische und wirtschaftliche
Kooperation in Asien’, Mitteilungen des Instituts
für Asienkunde, Bd. 397, Hamburg 2006, S. 33-57.
Durch das baldige Erreichen eines
Förderhöhepunkts von Erdöl ist der
Energiemarkt von einer starken Konkurrenz zwischen den
rohstoffimportierenden Ländern geprägt.
Insbesondere der asiatische Markt ist aufgrund des extremen
Wachstums an Energiebedarf stark abhängig von den
Förderländern. Fallstudien zum russisch-
chinesisch- japanischen Pipelines- Konflikt und zum
chinesisch- japanischen Territorialkonflikt zeigen das
Entstehen von Konflikten durch die gegenseitige
Abhängigkeit und jeweiligen Bestrebungen, sich daraus
zu lösen und nationale Interessen durchzusetzen. Die
Verfolgung nationaler Interessen, einschließlich
energiepolitischer Unabhängigkeit, ermöglicht
jedoch ebenfalls keine ausreichende, gesicherte und
sozialverträgliche Ressourcennutzung.
-
Die Bundeskanzlerin in China: Hintergrundanalyse und
politische Empfehlungen
von Frank Umbach/ Dr. Peter Roell, in
Denkwürdigkeiten (PMG), Mai 2006.
-
Chinas Energiepolitik - Globale Dimensionen und
Auswirkungen
von Frank Umbach, in: Internationale Politik IP,
1/2001.
Um Wirtschaftswachstum, innenpolitische Stabilität und die eigene Führungsposition zu sichern, muss die chinesische Regierung eine gesicherte Energieversorgung durch Rohstoffimporte gewährleisten. In seiner Energiepolitik nach dem Wissen um die Knappheit der Ressourcen handelnd, stimmt China auch seine Außen- und Sicherheitspolitik mit den rohstoffexportierenden Ländern ab, von welchen es abhängig ist. Die Investitionen in die Ölindustrie einerseits sowie der Ausbau militärischer Präsenz in den Partnerländern beinhaltet neben der Möglichkeit verstärkter Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft auch die Gefahr einer Verschärfung der Konkurrenzsituation mit anderen Staaten. Welche Möglichkeit umgesetzt wird, hängt dabei sehr stark von der Haltung der internationalen Gemeinschaft gegenüber China ab.
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Die Afrikapolitik der VR China,
von Denis M. Tull, in: SWP Studie, August 2005.
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Chinas Rohstoffhunger - Auswirkungen auf Afrika und
Lateinamerika
von Tamara Trinh, in: Deutsche Bank Research,
30.06.2006.
-
Chinas Afrikapolitik: Chance und Herausforderung für
die europäische Entwicklungszusammenarbeit
von Dr. Thomas Fues/ Dr. Sven Grimm/ Denise Laufer, in:
Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Analysen
und Stellungnahmen 4/2006.
Dokumente
Aktuelle Literatur
Links