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Chronologie der Beziehungen Indien-EU

Jessica Seiler

1963

  • Indien und die EWG nehmen diplomatische Beziehungen auf.

1971

  • Die EWG führt mit dem Allgemeinen Präferenzsystem (GSP) Zollpäferenzen für 91 Entwicklungsländer ein, darunter auch Indien.

1973

  • Indien und die EWG unterzeichnen das Handelskooperationsabkommen.

1981

  • Am 16. 11. unterzeichnen Indien und die EWG ein Fünfjahresabkommen zur Kooperation in Handel und Wirtschaft.

1983

  • Die Europäische Kommission eröffnet die Delegation in New Delhi.

1985

  • Indien und die EWG unterzeichnen ein Abkommen zu Wirtschaft und Handel.

1993

  • Am 20.12. unterzeichnen die Europäische Kommission und Indien eine gemeinsame politische Stellungnahme und das Kooperationsabkommen zu Partnerschaft und Entwicklung, das am 1.8.1994 in Kraft tritt.
    Dieses Kooperationsabkommen ist sehr weitreichend; es umfasst unter anderem die Bereiche Handel, wirtschaftliche Kooperation, Umwelt, Landwirtschaft, Tourismus und Eigentumsrecht. Ziel des Abkommens ist, die Zusammenarbeit durch Dialog und Partnerschaft zu stärken. Dazu soll eine gemeinsame Kommission Indiens und der EU das gesamte Spektrum der Kooperation beaufsichtigen und dieser neue Impulse geben. Zudem werden drei Unterkommissionen eingerichtet, die sich speziell mit je einem Sektor (Handel, Wirtschaft und Entwicklung) befassen und der gemeinsamen Kommission berichten.

1996

  • Am 26.6. verabschiedet die Europäische Kommission die Mitteilung zur erweiterten Partnerschaft zwischen Indien und der EU. Diese wird am 6.12. vom Rat bestätigt.
  • Start des interkulturellen wirtschaftlichen Programms zwischen Indien und der EU am 26.11.

1999

  • Am 12.3. stimmt das Europäische Parlament der Mitteilung der Europäischen Kommission zur erweiterten Partnerschaft zwischen Indien und der EU zu.
  • Die Gründung des Runden Tisches, Dialogforum zivilgesellschaftlicher Vertreter der EU und Indiens, wird beim Ministertreffen in Helsinki beschlossen.

2000

  • 1. EU–Indien-Gipfel in Lissabon
    Beim ersten EU-Indien-Gipfel im Juni einigen sich die Delegationen auf eine gemeinsame Erklärung und einen Aktionsplan. Mit der Einführung des Gipfels wird Indiens gewachsene politische und wirtschaftliche Rolle anerkannt. Bis 2000 gab es lediglich mit fünf Staaten bilaterale Gipfel; mit den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Russland und China.
  • Unterzeichnung des Kooperationsabkommens zur zivilen Luftfahrt.

2001

  • 2. EU–Indien-Gipfel in New Delhi
    Beim Gipfel im November wird ein gemeinsames Kommunique und eine Erklärung gegen den internationalen Terrorismus verabschiedet. Die EU und Indien beschließen auch eine gemeinsame Erklärung zur Entwicklung der Informationsgesellschaft und der Informations- und Kommunikationstechnik.
    Darüber hinaus wird das Wissenschafts- und Technologieabkommen unterzeichnet, das im Oktober 2002 in Kraft tritt. Durch dieses soll eine Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperation erreicht werden. Es enthält zudem rechtliche Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums.

2002

  • 3. EU-Indien-Gipfel in Kopenhagen.
  • Die Europäische Kommission präsentiert das Strategiepapier 2002-2006 für Indien.

2003

  • 4. EU-Indien-Gipfel in New Delhi.

2004

  • 5. EU-Indien-Gipfel in Den Haag.
  • Im April wird das Zollkooperationsabkommen unterzeichnet. Mit diesem soll der Handel im Hinblick auf Zollfragen erleichtert werden. Außerdem werden Mechanismen zur gegenseitigen administrativen Unterstützung etabliert.

2005

  • 6. EU-Indien-Gipfel in New Delhi
    Indien und die EU präsentieren beim Gipfel im September eine politische Erklärung und einen gemeinsamen Aktionsplan, anhand dessen die bilateralen Beziehungen zu einer strategischen Partnerschaft ausgebaut werden sollen. Damit werden die Beziehungen zu Indien formal auf eine Ebene mit denen zu den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Russland und China gestellt, die bis dahin die einzigen strategischen Partner der EU darstellen. Der Plan sieht sowohl eine Vertiefung als auch eine sektorale Erweiterung vor.
    Außerdem wird ein Rahmenabkommen zur Beteiligung Indiens am EU-Projekt Galileo unterzeichnet.


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Jahrbuch Internationale Politik: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik
von Josef Braml, Karl Kaiser, Hanns W. Maull, Eberhard Sandschneider, Klaus Werner Schatz (Hrsg.)

Veröffentlicht am 2. Juni 2008

Das neu konzipierte Standardwerk der internationalen Politik bietet eine systematisch-vergleichende Analyse eines aktuellen Themas: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik. Autorinnen und Autoren sind renommierte deutsche Experten sowie maßgebliche Repräsentanten der operativen Politik, des Bundeskanzleramts, des Bundestags und von Bundesministerien. Neben der wechselseitigen Politikberatung leistet das Jahrbuch – in Zusammenarbeit mit den Medien und anderen Multiplikatoren – auch Öffentlichkeitsberatung.

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