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Entwicklung und Stand der japanischen Wirtschaft

Caroline-Lucie Ulbrich

 

Einleitung

Japan wird gegenwärtig mit einer Reihe von Problematiken im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bereich konfrontiert. Das Land befindet sich einer Phase der ökonomischen Rezession. Erst kürzlich hat das Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfond (IWF) die Situation der japanischen Wirtschaft als sehr schwierig eingeschätzt. So wurde die Befürchtung geäußert, dass Japan sich in einer "Abwärtsspirale verlangsamter wirtschaftlicher Aktivität, zunehmender Unternehmenskonkurse und eines verfallenden Bankensektors" befinde. Reformvorschläge beinhalten die wirtschaftliche Umstrukturierung. Mit der Wahl von Junichiro Koizumi zum Premierminister im April 2001 erhoffen sich die japanischen Wähler die Durchsetzung solcher Schritte. Koizumis Wahlversprechen beinhalteten nicht nur Reformen im wirtschaftlichen Bereich, sondern gleichzeitig auch den Wandel im politischen Bereich, innerhalb der Liberalen Demokratischen Partei (LDP).

Japans gegenwärtige Situation ist für Außenstehende nur schwer zu erfassen. Sie ist das Produkt von Wechselwirkungen verschiedener Elemente aus dem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich. Diese Prozesse sind in den Kontext der Entwicklung des modernen Japan zu verorten. Dieses ist nicht mit den Modernisierungsprozessen zu vergleichen, die die Transformation der westeuropäischen Länder zu Industrienationen beschleunigten. So trug Japans 200 jährige selbstgewählte Isolation zur Abschottung des Landes vor westlichen Einflüssen bei, und zur Konservierung japanischer Werte und Mentalitäten, die sich in der heutigen japanischen Gesellschaft und all ihren Subsystemen widerspiegeln.

Der folgende Artikel hat nicht zum Ziel, die Gesamtheit der Japan gegenwärtig betreffenden Problematiken darzustellen. Darüber hinaus soll er nicht leisten, das Ausmaß und die Komplexität der Prozesse zu präsentieren. Jedoch möchte er einige der wesentlichen Entwicklungslinien skizzieren, und anhand der Darstellung des Wandel im japanischen Wirtschaftssystem und diesem Wandel inhärente Ereignisse wie das "Platzen" der Investitionsblase das Verständnis für die Probleme Japans erleichtern. Hier wird zuerst die Entwicklung des modernen Japan 1850- 1950 dargestellt. Im Anschluss wird der wirtschaftliche Boom in Japan in den 1970er und 19870er Jahren und internationale Reaktionen skizziert. Dann werden die Untersuchung der Entwicklungen im Finanzsektor und die Darstellung von Reformvorschlägen für das Finanzsystem den allgemeinen Tendenzen der Wirtschaft in den 1990er Jahren gegenübergestellt. Im Abschnitt Zukunftsaussichten und im Abschnitt zur Rolle des Yen im internationalen Währungssystem werden mögliche Prognosen diskutiert.

Überblick über die historische Entwicklung des japanischen Wirtschaftssystem 1850 - 1950 und folgend

Im Zeitraum zwischen 1850 und 1950 fand die Transformation der japanischen Wirtschaft statt. Japan wandelte sich von einer geschlossenen Agrarwirtschaft unter einem Feudalsystem zu einem industrialisierten und in die Weltwirtschaft integrierten Wirtschaftssystem.

Die institutionellen Grundlagen, die den japanischen Wirtschaftswandel ermöglichten, wurden bereits in der Tokugawa- Periode (1603- 1867) gelegt. Unter anderem war in dieser Epoche das Verwaltungssystem konsolidiert. Darüber hinaus wurde eine beständige soziale Ordnung eingeführt.

Das Ausgangsjahr der "modernen" japanischen Wirtschaftsentwicklung wird mit 1868 datiert. In diesem Jahr fanden die Meiji Reformen statt, welche die Umstrukturierung der politischen Machtverhältnisse vorantrieben. Das Schogunat der Tokugawa (eine Form von Militärherrschaft bzw. -verwaltung) wurde durch eine zentralistische konstitutionelle Monarchie abgelöst. Die Schul- und Wehrpflicht wurde eingeführt. Weiter wurden die Sektoren Eisenbahn, Industrie, Flotte und Armee unter Mithilfe westlicher Experten ausgebaut. Die Gründung der Bank von Japan und die Durchführung einer Steuerreform waren ebenso Bestandteile der Reformvorhaben. Vor allem in den Bereichen Erziehung, Handel und Technologie konnten durch den Abschluss dieser Schritte große Fortschritte verzeichnet werden. Diese Maßnahmen katapultierten Japan in den Akteurskreis der großen politischen und wirtschaftlichen Mächte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Als Katalysator für die zunehmende Militarisierung der japanischen Gesellschaft ab der Mitte der 20er Jahre wurden folgende Elemente aufgeführt: die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 auf die japanische Wirtschaft, zunehmende Spannungen im sozialen Bereich und zunehmende Spannungen auf internationaler Ebene. Japans Teilnahme am 2. Weltkrieg endete in seiner Niederlage.

Die institutionellen Grundlagen der Nachkriegswirtschaft wurden in der Zeit der Kriegsplanwirtschaft gelegt. Diese gilt besonders für das Finanzsystem und die Industriepolitik. Beispielhaft kann hier die Existenz der Zaibatsu erörtert werden. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die japanische Wirtschaft zu einem sehr hohen Anteil im Besitz der Zaibatsu ("reiche Clique"), wohlhabender Familien wie den Sumitomo, Yasuda, Mutsui und Iwasaki. Diese Familienclans kontrollierten den größten Teil der Kohle-, Eisen-, Zellstoff- und Aluminiumindustrie. Während in den Jahren 1945 und 1946 die alliierte Besatzung zur Auflösung des Familieneigentum dieser Familiengesellschaften führte, blieben die Firmen intakt und bildeten im Anschluss an die Besatzungsphase die Grundlage für den Aufschwung der japanischen Wirtschaft. Nach 1946 erfolgte die Ausdehnung der Geschäftsbereiche der bedeutendsten Firmen auf die Sektoren Banken, Schiffbau und andere Industrien dar.

Modernisierungsmaßnahmen der im Zweiten Weltkrieg schweren Schaden genommenen japanischen Industrie stellten einen modernen Grundstock bei Industrieanlagen her. Dieses bildete eine weitere Grundlage für den Aufschwung der japanischen Wirtschaft. Beim Wiederaufbau der japanischen Wirtschaft nach dem 2. Weltkrieg wurde Japan von der Alliierten Besatzungsmacht USA unterstützt. Beispielsweise kam es zu einem amerikanischen Technologietransfer. Im Rahmen der aufkommenden Bipolarität im Rahmen des Ost- West- Konflikts fungierte Japan als strategischer Partner der USA im Pazifikraum.

Im Artikel "Wirtschaftsentwicklung in den achtziger Jahren: Strukturwandel und Strukturanpassung" (Länderbericht Japan 1998) führt Manfred Pohl einen Katalog von Elementen an, die das Wirtschaftswachstum nach dem 2. Weltkrieg und darüber hinaus förderten. So war die Schaffung einer Wirtschaftsstruktur, die auf traditionellen Grundlagen der Vorkriegszeit basierte, entscheidend. Diese Doppelstruktur bestand aus weniger leistungsfähigen Großunternehmen und zahllosen abhängigen Zulieferungsbetrieben. Weiter werden hohe Investitionsraten, hohe Sparquoten, hohes Ausbildungsniveau, amerikanischer Technologietransfer bei gleichzeitiger Marktabschottung ( besonders von sogenannten Infant Industries), staatliche Planvorgaben (Fünf-Jahres, Sieben-Jahres-Pläne) und indirekte Steuerung aufgeführt. Eine langfristige Unternehmensplanung unter "Marktanteilsdenken" statt kurzfristigen Gewinnmitnahmen kam hinzu, ebenso eine exportinduzierte Entwicklung nach dem heute noch bestehenden Grundmuster: Einfuhr von industriellen Rohstoffen und Halbzeugen, Ausfuhr von Fertigwaren. Die Ausgestaltung des Finanzsystems und der Mechanismen öffentlicher Finanzverwaltung war entscheidend. So wurde das Entstehen eines System von internen und externen Kapital- und Sparguthaben gefördert, welches jahrelang als Rückversicherung der japanischen Industriepolitik diente.

Dabei muss von verschiedenen Phasen der Wirtschaftsentwicklung nach dem 2. Weltkrieg ausgegangen werden. Diese Phasen unterscheiden sich durch wirtschaftspolitische Prioritätensetzung und den Einsatz jeweiliger Instrumente. Die wirtschaftspolitische Prioritätensetzung wurde zum Teil als Reaktion auf externe, zum Teil als Reaktion auf interne Entwicklungen und Impulse verabschiedet. Die japanische Regierung und Institutionen des japanischen Wirtschaftssystem wie das MITI (Ministry of International Trade and Industry, jetzt METI, Ministry of Economy, Trade and Industry) und das MoF (Minstry of Finance) stellten einige der wesentlichen Akteure dar, die den politisch-ökonomischen Rahmen für wirtschaftliche Aktivitäten definieren und entsprechend eingrenzen konnten. Wirtschaftsplanung und -lenkung sind entscheidende Komponenten der japanischen Wirtschaftspolitik.

Japans Integration in die Weltwirtschaft 1975 - 1990

Verschiedene Einflussgrößen beschleunigten Japans Integration in die Weltwirtschaft und den institutionellen Wandel im Zeitraum 1975 - 1990. Der Rückgang der Wachstumsrate in der Mitte der 60er Jahre stellte einen der Auslöser dar (Mitte der 60er Jahre kam es zu einem Ende hoher Wachstumsraten; Japan war wieder zum kontinuierlichen Wachstum der Vorkriegszeit zurückgekehrt). In den 1970er Jahren begann eine neue Phase des kontinuierlichen Wachstum in Japan. Verschiedene Ereignisse begleiteten diese Entwicklung. So führten zunehmende Instabilität und Problematiken im politischen Umfeld zu einer Serie externer Schocks, die das Wachstum zeitweise lähmten. Die wichtigsten externen Schocks resultierten aus der Auflösung des System fester Wechselkurse von Bretton Woods (1971- 1973), und der ersten und zweiten Ölkrise (1973/ 74, 1979/ ´80) dar. Der drastische Wertzuwachs des Yen erfolgte in den Jahren 1975 -78 und 1985- 89 als Reaktion auf den Plaza Akkord von 1985. Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Japan und die USA verfolgten mit diesem Abkommen die Reduktion des Dollar- Preis. Bis zum Jahr 1985 hatte sich ein großes Handelsdefizit auf Seiten der USA entwickelt. Dieses sollte durch die Reduktion des Dollar- Preises eingeschränkt werden. Die Deregulierung des Außenhandels und der Finanzmärkte stellten weitere Faktoren dar, die die Entwicklung begleiteten.

Diese Impulse beschleunigten den institutionellen Wandel, der sich in der zunehmenden Interdependenz der japanischen Wirtschaft in der Weltwirtschaft manifestierte. Er manifestierte sich weiter in der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der japanischen Regierung, das Verbraucherverhalten zu lenken und zu regulieren. Diese Ziele konnten ebenso wenig in Bezug auf Fondströme, die Auswirkungen des Freihandels und des globalen Wettbewerbs auf die japanische Industrie, durchgesetzt werden. Bezeichnend für den Zeitraum zwischen den 1970er und frühen 1980er Jahre ist eine disziplinierte, monetaristische Geldpolitik und eine expansive Finanzpolitik. Es fand eine Verlagerung der Industriepolitik statt. Weiter kam es zu zunehmenden Handelskonflikten mit den beiden Haupthandelspartnern USA und EU.

Die 1980er Jahre: Strukturwandel und -anpassung

Vor allem in den 80er Jahren stellte die japanische Wirtschaft ihre Dynamik und Innovationsfähigkeit in einem Jahrzehnt der ökonomischen Expansion unter Beweis. So galt Japan besonders am Ende der Dekade als "Motor" der weltwirtschaftlichen Konjunktur. Strukturwandel und Anpassung stellten die wichtigsten Entwicklungslinien des Jahrzehnt dar. Es kam zu einer strukturellen Verlagerung von der Leichtindustrie auf die chemische Industrie, die Schwer- und die Elektroindustrie (zusammen produzieren sie etwa zwei Drittel des jährlichen Gesamtexport). Weitere wichtige Exportsektoren waren die Automobilindustrie und der Schiffbau.

Die Strukturveränderungen in der japanischen Wirtschaft durch Rationalisierungsschübe und Personalabbau hatten zwei Konsequenzen: einerseits Produktivitätssteigerungen, andererseits eine Zunahme der Arbeitslosigkeit. Außerdem kam es zu einem Zuwachs in den Sektoren Finanzen, Versicherungen und Immobilien. 1986 wurde die Yen- Aufwertung durchgeführt. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt manifestierten sich in einem Trend zum Tertiärsektor. Die relativ hohe Arbeitslosigkeit schlug nach Erholungsprozessen der Industriesektoren Stahl, Schiffbau und Bauwirtschaft in Arbeitskräfteknappheit um (siehe Manfred Pohl: "Wirtschaftsentwicklung in den achtziger Jahren: Strukturwandel und Strukturanpassung", in: Länderbericht Japan).  

Arbeitsorganisation in Japan

Der Erfolg der japanischen Wirtschaft führte in den 80er Jahren zur intensiven Auseinandersetzung mit den Besonderheiten und Erfolgsgrundlagen japanischer Arbeitsorganisation statt. Eines der Elemente, die im Rahmen der Analyse des Wirtschaftswachstums angeführt wurden, war das japanische Unternehmenssystem. Dieses beinhaltet ein auf eine langzeitige Qualifizierung von Humankapital und fortdauerndes organisatorisches Lernen abzielendes Beschäftigungssystem. Weitere Eigenschaften sind ein interner Arbeitsmarkt, der von Unternehmensgewerkschaften und kooperativen Unternehmensbeziehungen unterstützt wird; die wechselseitige Integration von Firmen innerhalb eines Firmennetzwerks; ein Hauptbankregime, das ein Netzwerk von Unternehmensfinanzierung und -führung unterstützt. Darüber hinaus existiert ein hoher Grad an verbindlichen Lieferbeziehungen und unternehmerischer und technologischer Dynamik im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen. Ein hoher Anteil von Japans wirtschaftlichem Erfolg ist auf die Wettbewerbsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Produktionssektoren zurückzuführen- besonders in Zeiten strukturellen Wandels.

Die von Regierungsregulationen verursachte wirtschaftliche Ineffizienz und die Funktionsstörungen japanischer Antikartellpolitiken wurden in diesem Kontext als Hindernis gewertet. Beispielhaft wird hier der Schutz von Teilen des Dienstleistungsbereich vor Marktwettbewerb angeführt.

Die Idee des Pazifischen Jahrhundert

Das für die 1970er/ 80er Jahre charakteristische Wirtschaftswachstum der Staaten Südostasiens (allen voran die sogenannten "Tigerstaaten" Hong Kong, Singapur, Taiwan und Südkorea) führte besonders in den USA und zu einem geringeren Grad in Westeuropa zu Unsicherheiten bezüglich einer Einschätzung der (globalen) ökonomischen und politischen Machtkonstellationen. Während noch in den 1960er Jahren die atlantische Gemeinschaft als Zentrum globaler politischer und ökonomischer Aktivitäten galt, veränderte sich diese Wahrnehmung in den 70er Jahren zusehends zugunsten der ostasiatischen Region. Sowohl die USA als auch die westeuropäischen Staaten werteten die Entwicklungen als Anzeichen einer neuen regionalen Geschlossenheit. Weiter nahmen sie einen daraus resultierenden Machttransfer ökonomischen und besonders politischen Einflusses - von der atlantischen Gemeinschaft weg und zu den Staaten Ost- und Südostasiens hin - an. Die relative Schwächung der USA in der Weltwirtschaft und -politik fiel mit dieser Entwicklung zusammen, und verstärkte diese Wahrnehmungen zusätzlich.

Diese Wahrnehmungen lösten einen enormen Erklärungsbedarf ob des (strukturellen) Wandels aus. Unter den verschiedenen Erklärungsansätzen stellte die Idee des Pazifischen Jahrhundert einen der prominentesten Deutungsversuche dar. Zwei in internationalen (Wissenschafts-) Kreisen sehr populäre Denkansätze bildeten das Fundament für diese Idee. Zum einen wurde die Vermutung angestellt, dass zwischen dem wirtschaftlichen und politischen Wandel in Asien ein enger Zusammenhang bestehe. Zum anderen initiierte ein verstärktes Interesse für kulturelle Phänomene die Suche nach unverwechselbar asiatischen Werten, die als Ursache für den wirtschaftlichen Erfolg gewertet wurden. Die Entwicklung Japans zur wirtschaftlichen "Supermacht" spielte in diesem Wahrnehmungsprozess eine entscheidende Rolle: Sie war Voraussetzung für die Entstehung der Idee des Pazifischen Jahrhunderts. In den 70er Jahre weitete sich das Interesse von Japan aus und für ein allgemeines in die ostasiatische Region um: die "Tigerstaaten" Hong Kong, Singapur, Taiwan und Südkorea rückten in den Vordergrund. Die Annahme eines Ostasien, das von Japan in einem "fliegende Gänse" Muster angeführt wird, begründete dieses neue Interesse an den sich entwickelnden Staaten.

Die politischen Aspekte des Models wurden in der Idee des "starken Staates" betont, der vergleichsweise autonom vom Druck nationaler Interessengruppen operieren kann. Es wurde eine Kausalverbindung zwischen dem Wirtschaftswunder und der weiten Verbreitung autoritärer politischer Regime in der Region angenommen.

Diese Wahrnehmung wurde durch das Ende des Kalten Krieges verstärkt. Die Auflösung der strategischen Bipolarität initiierte ein allgemeines Interesse für Regionen. Regionale Strukturen, die in der Zeit der Konfrontation wenig beachtet worden waren, wurden nun erkenntlich. Gleichzeitig wurde der Anspruch der westlichen Welt, besonders der US amerikanischen Regierung, dass das Ende des Kalten Krieges das "Ende der Ideologie" darstellen würde, hinterfragt. Dazu gehörte weiter eine kritische Auseinandersetzung mit dem Vorhaben, Annahmen über die Universalität von westlich- geprägten Werten und der Existenz einer internationalen Gemeinschaft zu realisieren. Zusätzlich verstärkte es die Vermutung einer zunehmenden Bedeutung von Geoökonomie im Vergleich mit Geopolitik.

Diese Überlegungen wurden durch die Annahme, dass die Verbreitung des Wirtschaftswunder von Japan aus auf die sich entwickelnden Länder in Ostasien eine erfolgreiche, nicht-westliche Formel wirtschaftlicher Entwicklung beinhaltete. Das Tempo des Wirtschaftswachstum würden der Asien- Pazifik Region ermöglichen, zukünftig einen wachsenden Einfluss in internationalen Institutionen und in weiteren international entscheidenden Organisationen wahrzunehmen. Japans Position würde durch eine solche Entwicklung gestärkt werden, und sein Einfluss würde sich über die Grenzen der Region erstrecken.

Kritik an der Idee des Pazifischen Jahrhundert:

Die dem Konzept des Pazifischen Jahrhunderts zugrundeliegenden Annahmen geben ein stark vereinfachendes Bild von Zusammenhängen ab. Die Verknüpfungen zwischen ökonomischen, politischen und sicherheitspolitischen Aspekten gestalten sich sehr viel komplexer und dichter, als dieses die Grundannahmen eines Zusammenhangs zwischen dem wirtschaftlichen und politischen Wechsel, und der Existenz und des Einflusses typisch asiatischer Werte auf diesen Wandel, vermuten lässt. (Rosemary Foot, Andrew Walter: "Whatever happened to the Pacific Century?")

Die Liberalisierung der Finanzmärkte

Die Liberalisierung im Finanzsektor und der damit verbundene Prozess von Finanzinnovation haben weitreichende Auswirkung auf das japanische Finanzsystem gehabt. Viele Einschränkungen für Portofolio und Ausgabenwahlen wurden aufgehoben. Somit veränderte sich die Zusammensetzung und die Beschaffenheit der ehemals streng kontrollierten Fondströme. Die Bedeutung von Bankdarlehen als Quelle für Fonds wuchs. Das Spektrum von Instrumenten zur Geldmittelbeschaffung nahm stark zu.

Bankdarlehen wurden in der Mitte der 1970er Jahre hauptsächlich eingesetzt, weil sie eine zentrale Rolle in der Fondvermittlung zwischen Verleihern und Leihern einnehmen. Vor 1974 machten Bankdarlehen bis zu drei Viertel der intermediären Fonds im japanischen Markt aus. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre jedoch nahm die Bedeutung von Bankdarlehen rapide ab, da die Zahl der vom öffentlichen Sektor herausgegebenen Bonds anstieg und der Zuwachs von Kapitalausgaben des Unternehmensbereich sich verlangsamte.

In den letzten Jahren konnte ein weiterer Rückgang des Anteils inländischer Darlehen in der Zusammensetzung der japanischen Fondströme verzeichnet werden. Dieses geht zurück auf eine Kombination zweier Entwicklungen: der Internationalisierung der japanischen Finanzaktivitäten und den Anstrengungen des Unternehmenssektors, einen höheren Grad an Absicherung einzuführen (um so den Anteil von inländischen Darlehen auf weniger als die Hälfte aller intermediären Fonds in Japan zu reduzieren).

Zeitgleich mit der Abnahme von inländischem Kredit wurde die Kontrollmacht der Bank von Japan über Bankdarlehenvergabe eingeschränkt. Die graduelle Aufhebung von Einschränkungen im Bankenbereich und von Banken gewählten Strategien ermöglichte Geldinstituten, das Spektrum ihrer Geldmittelquellen zu vergrößern (im In- und Ausland) und die Dienstleistungspreise unabhängiger zu gestalten.

(Financial Liberalization and Monetary Control in Japan. By Bruce Kasman and Antony P. Rodrigues. In: Federal Reserve Bank of New York/ Quarterly Review- Pages 31- 32).

Chronik der Liberalisierung der japanischen Finanzmärkte (nach Jörg Raupach)

ab 1964

-         trotz des Verzicht auf die Rationierung von Devisen und der Liberalisierung von Girokonto- Transaktionen erhielt Japan umfassende Kapitalverkehrskontrollen aufrecht

ab 1973

-         Ansammlung von Fremdwährung durch Exportfirmen aufgrund einer Verlagerung zum freigegebenen Wechselkursregime - Druck zur Deregulierung von nach außen führenden Auslandsinvestitionen

ab '70er Jahre

-         Die Inflation und die Welle von der Regierung herausgebenen Defizitbonds führten zu höheren Zinssätzen und zur Wegdrängung von Privatinvestitionen - hieraus entstand Druck, die Finanzmärkte zu deregulieren, und somit den Zugang japanischer Unternehmen zu ausländischen Kapitalmärkten zu ermöglichen

1981

-         das überarbeitete Gesetz zur Kontrolle von Devisen und Außenhandel liberalisiert alle internationalen Finanztransaktionen - bedeutender Zuwachs an nach innen gerichteten Auslandsinvestitionen in japanische festverzinsliche Wertpapiere und Grundkapital

ab Mitte

'80er Jahre

-         Deregulierung von Zinssätzen auf Sparguthaben - bedeutender Wandel in der Zusammensetzung von japanischem Grundkapital

 

Das Bubble- Phänomen am Ende der 80er Jahre

Das Bubble- Phänomen bezeichnet den Zeitabschnitt zwischen 1987 und 1990, in dem ein Nachfrageboom stattfand, die Aktienkurse und die Grundstückspreise stark anstiegen und Verbrauch und Investitionen ihren Höchststand erreichten. Damit verbunden war ein Wechsel in den Fundraising - Methoden, der vom produzierenden Sektor ausging: Es fand eine Verlagerung der Darlehen von Finanzinstitutionen hin zu Kapitalmärkten statt- dieses stand in Zusammenhang mit der vorangegangenen Liberalisierung der Finanzmärkte. Darüber hinaus wurde verstärkt an kleinere Industriesektoren und besonders an den Immobilienhandel Darlehen vergeben.

Das "Platzen" der Wirtschaftsblase 1990/ ´91 zeigte das exzessive und unproduktive Investitionsverhalten im japanischen Firmensektor auf.

Die Geldpolitik propagierte die Senkung offizieller Diskontsätze. Als Ziele der Finanzpolitik formulierten Politiker den Wiederaufbau des Finanzsektors. Unternehmenssteuern/ eine Reduzierung der Auflage von Regierungswertpapieren. Bis zum Platzen der "Wirtschaftsblase" ("Bubble"- Phänomen) ab 1988 waren die japanischen Staatshaushalte ausgeglichen. Davor hatte eine Defizit- Finanzierung (Staatsanleihen) durch noch immer unzureichende Staatseinnahmen stattgefunden, die erst mit Einführung der umkämpften Mehrwertsteuer von 1989 abgebaut werden konnte.

Rezession der 90er Jahre

BIP: Kaufkraftparität

$2.95 Billion (1999 est.)

BIP - Realwachstumsrate

0.3% (1999 est.)

BIP - pro capita

Kaufkraftparität - $23,400 (1999 est.)

BIP nach Sektor

Landwirtschaft: 2%
Industrie: 35%
Dienstleistung: 63% (1999 est.)

Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze

NA%

Haushaltseinkommen oder Verbrauch nach Prozentanteil

niedrigste 10%: NA%
höchste 10%: NA%

Inflationsrate (Verbraucherpreise)

-0.8% (1999 est.)

Arbeitskraft

67.76 million (November 1999)

Beschäftigung nach Sektor

Dienstleistung und Handel 65%, Industrie 30%, Landwirtschaft, Försterei und Fischerei 5%

Arbeitslosigkeitsrate

4.7% (1999 est.)

Budget

Einnahmen: $463 billion
Ausgaben: $809 Milliarden, inklusive Kapitalausgaben (nur öffentliche Maßnahmen) von ca. $94 Milliarden (FY00/01 est.)

Reformen in Japan

Seit dem Beginn der 90er Jahre hat der scharfe Rückgang der Wertpreise und der daraus resultierende Abwertungsdruck eine Phase ökonomischer Stagnation in Japan eingeleitet. Die Rolle Japans in der Weltwirtschaft behandelnde Prognosen fallen seit der ab 1991/ 92 einsetzende Rezession negativ aus. Die 90er Jahre sind oft als das "verlorene Jahrzehnt" ("the lost decade") für Japan beschrieben worden. Im Rahmen dieser Entwicklungen wurden die fundamentalen strukturellen Mängel des Wirtschaftssystems deutlich. Diese Mängel wurden auf mehrere Aspekte zurückgeführt, etwa das hochregulierte Wirtschaftssystem, das wichtige Dienstleistungssektoren vor internationalem Wettbewerb schützt, und das wenig wettbewerbsfähige, Banken-zentrierte, Finanzsystem. Darüber hinaus stellten das reformbedürftige politische System und die schnell alternde Gesellschaft weitere Hindernisse dar. Das "Platzen" der Wirtschaftsblase hatte das exzessive und unproduktive Investitionsverhalten im japanischen Firmensektor aufgedeckt. Dieser wird derzeit einer Umstrukturierung unterzogen- die Beurteilung der Erfolgsaussichten fällt dabei unterschiedlich aus (- siehe Artikel "Japan Inc on the treadmill" aus Economist June 7th 2001). Die Rezession konnte Mitte der 90er Jahre leicht abgeschwächt werden, führte jedoch 1997 zu dem schwersten Konjunktureinbruch seit der Ölpreiskrise (1974/ 75). Sie wird von einigen Beobachtern als einer der wesentlichen Gründe für den Ausbruch der Asienkrise (Finanz- und Wirtschaftskrise in Südostasien, die im zweiten Halbjahr 1997 beinahe zum Zusammenbruch des gesamten Bankenwesens in der Region führte) genannt.

Der von globalem Wettbewerb und Kapitalmärkten ausgehende Wettbewerbsdruck sowie Fortschritte in der Informationstechnologie sind von einigen Beobachtern als neue Anreize und Möglichkeiten für Japan gewertet worden, wirtschaftliche Aktivitäten anzukurbeln. Inwieweit diese Vermutungen zutreffen, muss untersucht werden. Beobachter verweisen hier auf Aspekte, die außerhalb des ökonomischen Bereiches angesiedelt werden, jedoch direkten Einfluss auf die ökonomische Performance nehmen können (so zum Beispiel die Unternehmensmentalität, subgesellschaftliche Strukturen wie Gruppenzugehörigkeit).

Für die langfristigen Problematiken der 90er Jahre- auf der einen Seite die Globalisierung der Wirtschaft und die Alterung der Bevölkerung, auf der anderen Seite die öffentlichen Finanzen- müssen nachhaltige Lösungsstrategien entwickelt werden. Spezialisten sind der Ansicht, dass beide Problembereiche mehr strukturelle als zyklische Ursachen aufweisen, die durch eine reine Konjunkturbelebung nicht behoben werden könnten (vergleiche Friederike Bosse 1999).

Demographische Entwicklung

In dem von den Mitarbeitern des Internationalen Währungsfond (IMF), Martin Mühlstein und Hamid Faruqee, veröffentlichten Bericht "Japan: Population Aging and the Fiscal Challenge" wird auf den Zusammenhang zwischen den Problemen im Finanzsektor und den demographischen Entwicklungen hingewiesen. Die Autoren schreiben: " The share of elderly people as a percentage of the working population in Japan is already one of the highest in the world, whereas the fertility rate is among the lowest, implying that the age distribution of the population will shift rapidly in the coming decades". (Japan: Population Aging and the Fiscal Challenge. By Martin Mühleisen and Hamid Faruqee.In: Finance and Development. March 2001, Volume 38, Number 1).

Welche Reformvorschläge existieren?

Die strukturellen Probleme der japanischen Wirtschaft waren bereits in den 1980er Jahren bekannt. Reformvorschläge wurden vorgelegt. Die öffentliche Auseinandersetzung mit solchen Vorschlägen wurde jedoch immer dann wieder aufgegeben, wenn die Wirtschaft in eine Wachstumsphase eintrat und die Notwendigkeit einer Strukturreform weniger offensichtlich schien.

Der Maekawa- Report von 1986 setzte sich mit den Möglichkeiten von Strukturreform auseinander. Dabei gingen die Vorschläge über kurzfristige Maßnahmen zur Wechselkurskorrektur hinaus. Statt dessen waren sie auf mittel- und langfristige Umstrukturierungen ausgerichtet, vor allem auf Deregulierung und Marktöffnung. Als die Konjunktur wieder anzog und Japan bis 1990/ 91 einen Nachfrageboom erlebte ( "Bubble" - Phänomen) wurde die Umsetzung gestoppt. (Friederike Bosse in "Die strukturelle Herausforderung der neunziger Jahre", in: Länderbericht Japan 1998).

Zwischen August 1992 und September 1995 legten die Regierungen sechs Impulspakete vor. Dabei wurden keine neuen Mittel eingebracht, sondern lediglich vorhandene Kapitalwerte transferiert.

Ende 1993 dann schlug der Hiraiwa- Report eine grundlegende Reform der Wirtschaftsstrukturen vor. Hier konnte eine deutliche Orientierungsverschiebung hin zum Binnenmarkt verzeichnet werden. Zusätzlich standen die Bedürfnisse der Verbraucher im Vordergrund. Hier wurden weitreichende Deregulierungen empfohlen (Friederike Bosse, Seite 337).

Nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) nimmt die Staatsverschuldung zu. Diese Phänomen ist darauf zurückzuführen, dass in Japan die Größe der Erwerbsbevölkerung sich unmittelbar auf die Steuereinnahmen auswirkt. Der 1999 veröffentlichte Wirtschaftüberblick Japan (OECD Economic Surveys) schlug eine Palette von Reformmaßnahmen vor. Dazu gehörte die umfassende Revision des Steuersystem. Weitere Reformvorschläge der OECD diskutieren Strukturreformvorhaben im Unternehmensbereich, Änderungen in der Arbeitsmarktspolitik, Verbraucher- und Wettbewerbspolitik oder etwa Agrarpolitik (OECD Economic Surveys Japan 1999).

Eine langfristig angestrebte fiskalpolitische Reform sollte mittelfristig das Defizit abbauen, und langfristig die Struktur von Einnahmen und Ausgaben im Hinblick auf die alternde Bevölkerung so gestalten, dass einerseits die Abgabenlast (Steuern und Sozialabgaben) unter 50 % des Volkseinkommens bleibt, und die andererseits die Aufgaben des Staates weiter finanziert werden können

Das im April 2001 gemeinsam vom Finanzminister Hakuo Yanagisawa und Shizuka Kamei (Politikstratege der Partei) vorgelegte Reformpaket diskutierte Vorschläge zur Revitalisierung der Wirtschaft. Es sollte die Strukturreform vorantreiben. Während das ursprüngliche Reformpaket als vielversprechend galt (da es nicht auf kurzfristige Konjunkturprogramme mittels großzügiger Ausgabenprogramme abzielte), wurde das finale Reformpaket als verwässert und wenig wirksam kritisiert. Der erste Vorschlag des Paketes diskutierte die Stärkung des fragilen Bankensektors. Hier wurde nach Lösungen gesucht, um das Abschreiben von nicht- gewinnbringenden Darlehen anvisiert. Der zweite Vorschlag zielte auf die Einrichtung eines Fond für Anteilserwerbe ab (aus: "Can´t get started". In: The Economist. April 14th 2001).

Zukunftsaussichten

Zu diesem Zeitpunkt erweist es sich als schwierig, Aussagen über die Zukunft des japanischen Wirtschaftssystem zu machen. Die Schwierigkeiten der Wirtschaft werden von niemanden angezweifelt. Inwieweit die von Koizumi angekündigten Reformen allerdings zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation führen werden, bleibt abzuwarten. Hier ist entscheidend, bis zu welchem Grad die Reformvorschläge eine dauerhafte Umstrukturierung durchsetzen können.

Am 15. August 2001 zitierte der " Economist" in seiner Online- Ausgabe im Artikel "The gathering gloom" den Gouverneur der Bank von Japan, Masaru Hayami: " WE CANNOT help but think that downside risks to the economy are becoming a reality". Diese Einschätzung wird vom Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfond (IMF) geteilt. Die japanische Wirtschaft befindet sich momentan in einer solch schwierigen Lage, dass eine schnelle Behebung des Problems unwahrscheinlich scheint. Das Exekutivdirektorium des IMF hat in einem Bericht vom 10. August 2001 die von Premier Junichiro Koizumi geplante Wirtschaftsreform begrüßt. In der Publikation wurde jedoch angemerkt, dass die wirtschaftliche Umstrukturierung langfristig nachteilige Auswirkungen auf Produktion und Arbeitslosigkeit haben könnte. Darüber hinaus warnten die Verfasser die japanische Regierung vor kurzfristigen Maßnahmen zur Linderung der wirtschaftlichen Situation (wie beispielsweise die in der Vergangenheit bevorzugten Programme staatlicher Bauvorhaben von niedriger Qualität).

Es wird befürchtet, dass Japan sich in einer abwärtsführenden Spirale verlangsamter wirtschaftlicher Aktivität, zunehmender Unternehmenskonkurse und eines verfallenden Bankensystem befindet. Das Ausmaß der japanischen Probleme ist so groß, dass einige Ökonomen eine in großem Maßstab angelegte Deflation befürworten, ähnlich der in den 1930er Jahren in den USA durchgeführten. (www.economist.com/agenda/displayStory.cfm?Story_ID=738642).

Rolle des YEN im internationalen Währungssystem

Zur zukünftigen Rolle des Yen im internationalen Währungssystem hat die "Studiengruppe für die Förderung der Internationalisierung des Yen" ("Study Group for the Promotion of the Internationalization of the Yen") des Japanischen Finanzministerium (MOF) am 27. Juni 2001 einen Report herausgegeben. Die Studiengruppe wurde 1999 ins Leben gerufen. Die Publikation diskutiert die jüngsten Fortschritte der Internationalisierung des Yen. Darüber hinaus hat er einen Maßnahmenkatalog zur zukünftigen Förderung der Entwicklung verabschiedet.

In Bezug auf die jüngsten Entwicklungen konstatiert die Studiengruppe mangelnde Fortschritte: "Various reasons can be given for the recent lack of progress in the internationalization of the yen: the question of confidence in the Japanese economy, the remaining low of demand for the use of the yen". Um die Stellung des Yen als international gebrauchsfähige Währung in Zukunft zu verbessern, weist die Gruppe auf folgendes hin: "...the most essential prerequisite is revitalization of the Japanese Economy and Financial System, continued Market Liberalization, and improving the Environment for Enhancing the Convenience of the Yen". Hier sehen sie unter anderem die Möglichkeit, regionale Kooperation in Asien zu stärken.

 

Literatur:


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Sachgebiete

Lektüre

Jahrbuch Internationale Politik: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik
von Josef Braml, Karl Kaiser, Hanns W. Maull, Eberhard Sandschneider, Klaus Werner Schatz (Hrsg.)

Veröffentlicht am 2. Juni 2008

Das neu konzipierte Standardwerk der internationalen Politik bietet eine systematisch-vergleichende Analyse eines aktuellen Themas: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik. Autorinnen und Autoren sind renommierte deutsche Experten sowie maßgebliche Repräsentanten der operativen Politik, des Bundeskanzleramts, des Bundestags und von Bundesministerien. Neben der wechselseitigen Politikberatung leistet das Jahrbuch – in Zusammenarbeit mit den Medien und anderen Multiplikatoren – auch Öffentlichkeitsberatung.

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