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Kosovo

Wie sieht die Zukunft des Kosovo aus? Das gewaltsame Vorgehen der Regierung Slobodan Miloševic gegen die Kosovo-Albaner empörte die Weltöffentlichkeit. Die NATO griff im März 1999 militärisch ein. Während sich die UN-Verwaltung im arbeitsteiligen Verbund mit NATO, EU, OSZE und vielen nichtstaatlichen Organisationen bemühte, das alltägliche Leben der kriegsgeschädigten Provinz wieder zu organisieren, wurde eine Lösung der Statusfrage über die Unabhängigkeit des Kosovo immer wieder vertagt. Seit dem Herbst 2005 steht die Lösung der schwierigen Situation auf dem westlichen Balkan wieder im Mittelpunkt der internationalen Politik. Der UN-Generalsekretär und der UN-Sicherheitsrat setzten den früheren finnischen Ministerpräsidenten Martti Ahtisaari zum Sondergesandten zur Lösung der Statusfrage des Kosovo ein. Ahtisaari hat nach über einem Jahr der Konsultationen mit allen Konfliktparteien am Anfang April 2007 dem UN-Sicherheitsrat seinen Vorschlag für eine zukünftige Regelung des Kosovo erläutert. Dieser läuft auf die Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz hinaus, die aber anfangs von der EU und der NATO überwacht werden soll. Derzeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Schiedsspruch des UN-Sicherheitsrats über den Status der Westbalkanprovinz. Das Urteil des UN-Sicherheitsrats über die Vorschläge von Ahtisaari wird entscheidende Implikationen auf die Situation in der Region in den nächsten Monaten und Jahren haben. Gleichzeitig macht die Weigerung Russlands, die Herauslösung der Provinz Kosovo aus dem serbischen Staat zu unterstützen, eine Einigung unter den fünf ständigen Mitgliedern zur Zeit schwierig.

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erstellt von der Bibliothek und Dokumentationsstelle der DGAP, Stand April 2007

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Das kommende Europa
von Martin Koopmann und Stephan Martens (Hrsg.)

Veröffentlicht am 11. Februar 2008

50 Jahre nach dem Inkrafttreten der Römischen Verträge verbinden 22 deutsche und französische Autoren eine Bilanz des europäischen Einigungsprozesses mit einer Analyse der künftigen Herausforderungen in Europa. Wissenschaftler aus Think tanks und Universitäten erörtern ausgewählte Themen des europäischen Integrationsprozesses, wobei Fragen des Binnenmarktes und der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso behandelt werden wie der Komplex der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik, das Problem politischer Führung in der EU, die Rolle Europas in der Welt sowie spezifische Themen wie die Migrations-, die Energie- oder die Menschenrechtspolitik.

Weitere Informationen auf der Webseite der DGAP

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