Demokratie oder Straße? Fragile Stabilität in Ungarn
von Thomas von Ahn, in: Osteuropa 10 / 2006, S. 89-103
Im Herbst 2006 kam es in Ungarn zu teils gewaltsamen
Auseinandersetzungen. Anlass war die "Skandalrede" des
Ministerpräsidenten, die der jahrelangen Täuschung über nötige Reformen
ein Ende bereitete und zusammenfiel mit dem 50. Jahrestag des Aufstandes
von 1956. Die Ursachen für die Eskalation der Krise liegen in der
konfrontativen politischen Kultur des Landes, in der historischen
Aufladung aktueller Debatten sowie in der unterschiedlichen Interpretation
zentraler Ereignisse der ungarischen Geschichte durch die völlig
verfeindeten politischen Lager. Ungarn mangelt es an einem
gesellschaftlichen staatstragenden Konsens, die nationale Identität ist
gespalten. [pdf]
Das kommende Europa
von Martin Koopmann und Stephan Martens (Hrsg.)
Veröffentlicht am 11. Februar 2008
50 Jahre nach dem Inkrafttreten der Römischen Verträge verbinden 22 deutsche und französische Autoren eine Bilanz des europäischen Einigungsprozesses mit einer Analyse der künftigen Herausforderungen in Europa. Wissenschaftler aus Think tanks und Universitäten erörtern ausgewählte Themen des europäischen Integrationsprozesses, wobei Fragen des Binnenmarktes und der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso behandelt werden wie der Komplex der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik, das Problem politischer Führung in der EU, die Rolle Europas in der Welt sowie spezifische Themen wie die Migrations-, die Energie- oder die Menschenrechtspolitik.