Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Ägyptens Kampf um
Stabilität
von Alexander Schwertner
Nach einer Phase der Isolation in Anschluss an den
Friedensvertrag mit Israel 1978/79 nimmt Ägypten seit
einiger Zeit wieder seine alte Rolle als Führungsmacht
in der arabischen Welt ein. Dies entspricht nicht nur
seiner faktische Größe und Stärke, sondern
wird u.a. durch strategische Beziehungen zu den USA
einerseits und dem saudiarabischen Nachbarn andererseits
bewusst unterstrichen. Gleichzeitig ist Ägypten seit
Anfang der neunziger Jahre von wirtschaftlichen Krisen und
gesellschaftlichen Herausforderungen geplagt.
Putin's Foreign Policy toward Syria
von Mark N. Katz, in: MERIA Journal 1, März
2006
Dieser Artikel untersucht die Gründe, warum die
russisch-syrischen Beziehungen in den ersten fünf
Amtsjahren Putins nicht besonders eng waren und warum sich
das zu Beginn des Jahres 2005 schlagartig änderte. Des
Weiteren werden Putins Versuche analysiert, gleichzeitig
gute Beziehungen sowohl zu Israel als auch zu Syrien zu
unterhalten. Außerdem wird der Frage nachgegangen,
welche Auswirkungen verschiedene Zukunftsszenarien auf die
russisch-syrischen Beziehungen haben könnten
Syria and the Question of WMD
von Eyal Zisser, in: MERIA Journal 3, September
2004
In der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen ist Syrien
einer der am weitesten entwickelten arabischen Staaten und
besitzt viele Raketen, die weite Teile Israels erreichen
könnten. Mit iranischer und nordkoreanischer Hilfe
entwickelte Syrien hierfür chemische Sprengköpfe,
die eine strategische Bedrohung für Israel darstellen.
Wie von Syrien erhofft, hat dieses Arsenal an
Massenvernichtungswaffen ein effektives „Balance of
Terror“ zwischen Syrien und Israel zur Folge, welches
die konventionelle militärische Unterlegenheit Syriens
ausgleicht. Diese Analyse folgert daraus, dass es sehr
unwahrscheinlich ist, dass Syrien Libyens Beispiel folgt
und seine Massenvernichtungswaffen aufgibt
Das kommende Europa
von Martin Koopmann und Stephan Martens (Hrsg.)
Veröffentlicht am 11. Februar 2008
50 Jahre nach dem Inkrafttreten der Römischen Verträge verbinden 22 deutsche und französische Autoren eine Bilanz des europäischen Einigungsprozesses mit einer Analyse der künftigen Herausforderungen in Europa. Wissenschaftler aus Think tanks und Universitäten erörtern ausgewählte Themen des europäischen Integrationsprozesses, wobei Fragen des Binnenmarktes und der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso behandelt werden wie der Komplex der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik, das Problem politischer Führung in der EU, die Rolle Europas in der Welt sowie spezifische Themen wie die Migrations-, die Energie- oder die Menschenrechtspolitik.