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Die transatlantischen Beziehungen

Dominic Raphael Schwickert

  1. Einleitung
  2. Das transatlantische Verhältnis nach 1990
  3. Das transatlantische Verhältnis seit 2001
  4. Die transatlantischen Beziehungen als Interessensgemeinschaft
  5. Transatlantische Differenzen
    1. Handelspolitische Differenzen
      1. Der Subventionsstreit zwischen Boeing und Airbus
    2. Außenpolitische Differenzen
      1. Differenzen im Bereich internationales Recht
      2. Konfliktpunkt China
  6. Herausforderungen für die Zukunft der transatlantischen Beziehungen
  7. Fazit

      Literatur

1.     Einleitung

Zum Thema „Transatlantische Beziehungen“ schrieb der amerikanische Politikwissenschaftler Robert Kagan in einem Artikel für die Zeitschrift Policy Review:[1]

It is time to stop pretending that Europeans and Americans share a common view of the world, or even that they occupy the same world. On the all-important question of power — the efficacy of power, the morality of power, the desirability of power — American and European perspectives are diverging. Europe is turning away from power, or to put it a little differently, it is moving beyond power into a self-contained world of laws and rules and transnational negotiation and cooperation. It is entering a post-historical paradise of peace and relative prosperity, the realization of Kant’s “Perpetual Peace.”The United States, meanwhile, remains mired in history, exercising power in the anarchic Hobbesian world where international laws and rules are unreliable and where true security and the defense and promotion of a liberal order still depend on the possession and use of military might.

Diese sehr extreme Auslegung der unterschiedlichen außenpolitischen Ausrichtungenwird nicht von allen Experten geteilt. Doch sind tiefgreifende strukturelle Differenzen zwischen Europa und den USA sowie eine unterschiedliche außen- und sicherheitspolitische Prioritätensetzung unübersehbar. Kagan wirft in seinem provozierenden Artikel die wichtige Frage nach den unterschiedlichen außenpolitischen Strategiekonzeptionen und den Veränderungen im transatlantischen Verhältnis der letzten Jahre und Jahrzehnte auf.

Es entbehrt nicht einer gewissen Logik, dass - und da ist Kagan zuzustimmen- sich die transatlantische Differenzen nicht bloß aus Mentalitätsunterschieden, sondern eben ganz im Sinne des dialektischen Materialismus von Marx auch aus materielle Bedingungen wie militärische Stärke ergeben. Dies bedeutet, dass nicht nur unterschiedliche Ideen und Vorstellungen wie bei der Dialektik Hegels für Entscheidungsprozesse entscheidend sind, sondern eben auch real vorhandene Handlungsspielräume. Eine divergierende Auffassung von Machtpolitik ist also wegen des starken weltpolitischen Gewichts der Vereinigten Staaten als weltweit unangefochtene Militär- und herausragende Wirtschaftsmacht nicht verwunderlich.[2] Dennoch ist die EU in den Augen vieler wirtschaftlich und auch machtpolitisch auf dem Vormarsch. Auch wenn die unipolare Konstellation im Bereich Militär und Kriegsführung auf absehbare Zeit sich nicht ändern wird, so hat die EU wirtschaftlich große Ziele: Auf einem Sondergipfel im März 2000 in Lissabon verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs der EU die sog. Lissabon-Strategie, die zum Ziel hat, die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Obwohl einige Experten die Lissabon-Strategie angesichts hoher Arbeitslosenzahlen und niedrigem Wirtschaftswachstum in der EU für gescheitert erklärten, bekräftigte der Europäische Rat die ehrgeizigen Lissabonner Wachstumsziele bei seinem Treffen im März 2005, wenn nun auch ohne konkrete Zielvorgaben.

Um den gegenwärtigen Zustand der sich in Wandlung befindlichen transatlantischen Beziehungen angemessen nachvollziehen zu können, sollte näher untersucht werden, was genau auf der Agenda der transatlantischen Beziehungen in den letzten Jahren stand und heutzutage steht. Was zudem bei der Bewertung der aktuellen Beziehungen zwischen den USA und Europa bzw. Deutschland zentral sein sollte, umfasst die von Kagan implizierten Fragen nach den aktuellen Interessen und den gemeinsamen Wurzeln der vielerorts - nicht nur in Sonntagsreden diesseits und jenseits des Atlantiks- beschworenen transatlantischen Partnerschaft.

Ganz abstrakt gesehen geht die transatlantische Partnerschaft auf eine gemeinsam empfundene Geistes- und Kulturgeschichte Europas und der Vereinigten Staaten zurück und beruht insbesondere auf ähnlichen strukturellen Gesellschafverhältnissen sowie einem vergleichbaren Verständnis von Rechtsstaat, Demokratie und Marktwirtschaft. In diesem Zusammenhang werden von Politikern in Europa und den USA stets die gemeinsamen Werte, Ideale und Interessen der europäisch-amerikanischen Beziehungen angeführt, die mehr als ein reines Zweckbündnis darstellen.[3]

Die Wurzeln deutsch-amerikanischer und europäisch-amerikanischer Freundschaft der vergangenen Jahrzehnte gehen im wesentlichen auf den militärischen Beitrag der USA im Kampf gegen Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkrieges sowie auf die großzügige amerikanische Wiederaufbauhilfe Westeuropas im Rahmen des Marshall-Planes zurück. Nach Ausbruch des Kalten Kriegs war eine Intensivierung der transatlantischen Beziehungen, die durch die Gründung der NATO im Jahr 1949 besiegelt wurde, wegen der Expansionsgefahr der Sowjetunion im europäischen Raum eine strategische Notwendigkeit für die Europäer. Westeuropa war auf den militärischen Schutz der USA angewiesen. 1955 trat auch Deutschland dem transatlantischen Verteidigungsbündnis bei. In den Folgejahren der westdeutschen Republik stellte der Ausbau der transatlantischen Beziehungen neben der europäischen Integration einen zweiten entscheidenden Grundpfeiler deutscher Außenpolitik dar.

2.     Das transatlantische Verhältnis nach 1990

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges wurde eine Neuausrichtung der transatlantischen Beziehungen notwendig. Seit 1990 sind die USA die einzig verbleibende Supermacht und auch Europa hat sich nach eigenem Verständnis von einem schutzbedürftigen Vasallen der USA zu einer selbstbewussten Friedensmacht emanzipiert, die zunehmend bereit ist, auf internationaler Ebene Verantwortung zu übernehmen. Dabei beeinflussen auch die geopolitischen Veränderungen der letzten 15 Jahre das transatlantischen Verhältnis grundlegend:

Europa ist also nach dem Zusammenbruch der UdSSR weniger Schauplatz weltpolitischer Ereignisse und agiert heute mehr als eigenständiger Akteur, der verstärkt Weltpolitik gestalten will. Karsten D. Voigt, Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, drückte dies in einem Interview mit dem Deutschlandfunk folgendermaßen aus:[5]

Während des Kalten Krieges waren wir Konsument von Sicherheit. Jetzt sind wir gefragt als Produzent von Sicherheit. Während des Kalten Krieges lag Deutschland im Zentrum einer globalen Krise, wir waren deshalb auch völlig abhängig von den USA, jetzt liegen wir möglicherweise nicht mehr im Zentrum einer globalen Krise, aber wir werden gefragt, ob wir uns an der Lösung von regionalen Krisen im Nahen und Mittleren Osten oder an der Lösung globaler Risiken, wie beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus und gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen beteiligen.

Um den neuen Bedingungen, die diese Veränderungen mit sich führen, sowie den gemeinsamen bevorstehenden Herausforderungen gerecht zu werden, wurden in den 1990er Jahren verschiedene formale Abkommen beschlossen, die die transatlantische Partnerschaft neu justieren sollten:

3.     Das transatlantische Verhältnis seit 2001

Die transatlantischen Beziehungen seit der Amtszeit Bushs können in vier Phasengeteilt werden:[7]

Wieso kam es in der Irakfrage zu derartigen Meinungsverschiedenheiten, die das transatlantische Verhältnis in der Folgezeit so schwer belasten sollte? Deutschland und Frankreich bevorzugten eine diplomatische Lösung des Konflikts um Massenvernichtungswaffen des Irak und wollten den UN-Inspektoren mehr Zeit für ihre Arbeit einräumen. Die Kritik Deutschlands und Frankreichs an den USA entzündete sich daran, dass ein einzelner Staat das Recht für sich in Anspruch nimmt, alleine und ungeachtet bisheriger völkerrechtlicher Regelungen, Kriterien für eine gewaltsame Intervention zu definieren und mit dem Hinweis auf eine sicherheitspolitische Notwendigkeit präventiver Maßnahmen eine Aggression gegen den Irak zu begründen. Deutsche und französische Medien warfen der amerikanischen Regierung vor, nicht an einer friedlichen Lösung des Konflikts interessiert zu sein und eine Imperialpolitik im Nahen Osten zu betreiben. Auf amerikanischer Seite wurde insbesondere Deutschland und Frankreich im Gegenzug Passivität und Gleichgültigkeit im Zuge einer Appeasement-Politik gegenüber einem Diktator wie Saddam Hussein vorgeworfen. Zudem wurde kritisiert, dass die ernsthafte Bedrohung, die von Hussein auf die regionale Stabilität und den Weltfrieden ausgegangen war, von vielen europäischen Staaten unterschätzt wurde. Stattdessen - so die amerikanische Kritik am kontinentaleuropäischen Kurs weiter - sei mit anti-amerikanischen Ressentiments Stimmung gegen eine auf Machtpolitik aufbauende amerikanische Strategie gemacht worden, die den Nahen Osten und somit die internationale Politik langfristig sicherer machen sollte.

Die aus diesen Meinungsunterschiedenen entstandenen Verstimmungen haben tiefe Spuren in den deutsch-amerikanischen bzw. auch europäisch-amerikanischen Beziehungen hinterlassen. Dies äußert sich beispielsweise daran, dass ein bilaterales Spitzentreffen zwischen dem deutschen Bundeskanzler Schröder und dem amerikanischen Präsidenten Bush 16 Monate lang nicht zustande kam, was in den diplomatischen Beziehungen beider Länder sehr ungewöhnlich ist. Dies zeigte aber auch, dass die Bereitschaft Deutschlands, sich - wie in Zeiten des Ost-West-Konflikts üblich - vorbehaltlos einer amerikanischen Außenpolitik anzuschließen, stark gesunken ist. Man kann aber im Zuge des Irakkrieges nicht nur von einem wiedererstarkten Selbstbewusstsein Deutschlands in den internationalen Beziehungen sprechen, sondern muss auch die Auswirkungen des oft zitierten deutsch-französischen Sonderweges“ für die europäische Integration betrachten: Der Irakkonflikt führte zu starken innereuropäischen Spannungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Irakkrieges, zwischen Frankreich und Deutschland auf der einen Seite und Großbritannien, Italien, Dänemark, Osteuropa und zunächst auch Spanien auf der anderen Seite. Europa war also aufgrund der transatlantischen Verstimmungen stark gespalten.

Beim Besuch Bushs im Februar 2005 in Brüssel und Mainz bemühten sich jedoch sowohl die Amerikaner als auch die Europäer bzw. Deutschen sichtlich um eine Annäherung.US-Präsident Bush machte bei seinem Besuch deutlich, dass eine geeinte, politisch starke und global agierende EU als ein dauerhafter Partner im Interesse der USA liegt. Für den amerikanischen Präsidenten ist es innenpolitisch unverzichtbar, die europäischen Staaten für die Konsolidierung des Irak zu gewinnen, nicht nur um mehr Legitimität für das Vorgehen im Irak zu erreichen, sondern auch um die finanzielle Last des Wiederaufbaus auf mehrere Länder zu verteilen. Auch die deutsche Seite war an einer Verbesserung der Beziehungen interessiert, gerade wegen seines Bestrebens, auf der politischen Weltbühne ein größeres Gewicht einzunehmen. Einem ständigen Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat stehen die USA aber nach wie vor sehr kritisch gegenüber und haben den diplomatischen Vorstoß der G-4 Staaten (Deutschland, Japan, Brasilien und Indien) für ein Erweiterung des UN-Sicherheitsrates um sechs ständige und vier nicht-ständige Mitglieder im Juli 2005 zunächst abgelehnt. 

4.     Die transatlantischen Beziehungen als Interessensgemeinschaft

Die gemeinsamen Interessen im transatlantischen Verhältnis sind insbesondere politischer und wirtschaftlicher Natur. Die Beziehungen zwischen der EU und den USA können derzeit sowohl auf multilateraler als auch auf bilateraler Ebene als sehr eng bezeichnet werden. Gemeinsame Ziele auf multilateraler Ebene umfassen beispielsweise die Förderung der Demokratie, der Menschenrechte und der Marktwirtschaft sowie die Bekämpfung von Drogenhandel, internationaler Kriminalität und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit betrifft darüber hinaus ein gemeinsames Vorgehen in Fragen der Entwicklungspolitik und speziell der humanitären Hilfe.

Momentan steht politisch die Bekämpfung des internationalen Terrorismus im Vordergrund: Deutschland und andere europäische Länder beteiligten sich nicht nur an der von den USA geführten Operation „Enduring Freedom“ gegen das Taliban-Regime und Al-Qaida-Stellungen in Afghanistan im Jahre 2001, sondern treiben den Wiederaufbau des Landes und die Bildung eines demokratischeren Regierungssystems mit zivilgesellschaftlichen Strukturen voran. Seit den Terroranschlägen vom 11. September haben die USA und Europa auch in den Bereichen Justiz, Inneres und Austausch nachrichtendienstlicher Erkenntnisse eng zusammengearbeitet. Dazu gehören beispielsweise die Anhebung von Sicherheitsstandards auf Flughäfen und die Austrocknung terroristischer Finanzquellen. Gemeinsame europäisch-amerikanische Aktionen umfassen darüber hinaus den Wiederaufbau des ehemaligen Jugoslawien und die Förderung von Reformen in ehemaligen Staaten der UdSSR.

Auch in Fragen der Wirtschaft bleibt der transatlantische Austausch für die Regionen Europa und Nordamerika zentral: Die EU und Nordamerika gehören zu den am stärksten miteinander verbundenen und verflochtenen Wirtschafts- und Investitionsregionen der Welt mit weitgehend homogenen Gütermärkten und einem hochentwickelten Dienstleistungssystem.[8] Über 60% der ausländischen Investitionen in den USA stammen aus der EU und etwa 45% der U.S.-Auslandsinvestitionen gehen in die EU. Der transatlantische Handel umfasst ca. 20% des gesamten Außenhandels der jeweiligen Regionen und beläuft sich auf ca. 500 Milliarden Dollar jährlich.[9] Alleine In Deutschland beschäftigen amerikanische Unternehmen etwa 800.000 Menschen, wohingegen deutsche Unternehmen etwa ebenso viele Arbeitsplätze in den USA schaffen.

Durch die Etablierung der Welthandelsorganisation (WTO) im Jahre 1995 hat sich – trotz schwerwiegender Meinungsdifferenzen in Einzelfragen - auch die Koordination der Außenwirtschaftspolitik verbessert, da die Institution nun mit international verregelten Schlichtungsmechanismen aufkommende Handelsstreitigkeiten effizient beilegen kann. Im Bereich der Handelspolitik verfolgen die EU und die USA im Rahmen der Welthandelsorganisation beide das Ziel der globalen Handelsliberalisierung im Rahmen der Doha-Runde.

5.     Transatlantische Differenzen

Die beschriebene Einigkeit in den großen wirtschaftspolitischen Leitideen und der rege Handelsverkehr zwischen den Regionen Nordamerika und Europa darf aber nicht über zahlreiche Differenzen in konkreten Handelsfragen hinwegtäuschen.  Und auch auf rein politischer Ebene gibt es zahlreiche Konfliktpunkte, auf die später detaillierter eingegangen werden wird.

5.1  Handelspolitische Differenzen

Nicht selten geht es bei handelspolitischen Kontroversen, die laut Angaben des deutschen Außenministeriums etwa zwei Prozent der transatlantischen Waren und Dienstleistungsströme betreffen, um unterschiedliche Standards und Wertvorstellungen, besonders in Fragen des Verbraucherschutzes.[10] In diesem Sinne ist z.B. das EU-Importverbot für hormonbehandeltes Rindfleisch und gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zu verstehen. Die vergangenen und momentanen Streitfälle innerhalb und außerhalb der WTO beziehen sich auf Großkonflikte wie

Dass die USA und die EU nicht nur Partner, sondern auch Rivalen sind, lässt sich am Streit über staatliche Zuschüsse in der zivilen Großraumflugzeugindustrie verdeutlichen. Der Subventionsstreit zwischen Boing und Airbus, der von den USA und der EU im Mai 2005 wegen Uneinigkeiten über die Vergabe von Zuschüsse für die Luft- und Raumfahrtsindustrie vor die WTO gebracht wurde, stellt ein Handelsstreit mit besonderer Brisanz dar.

5.1.1        Der Subventionsstreit zwischen Boeing und Airbus

Der Subventionsstreit zwischen Boeing und Airbus hat Aufsehen erregt, da viele Analysten davon ausgingen, dass er das gesamte transatlantische Verhältnis dauerhaft negativ beeinträchtigen könnte.[11] Und tatsächlich handelt es sich um den größten Handelsstreit, der jemals zwischen den USA und Europa ausgetragen wurde. Hintergrund des Konflikts ist ein andauernder Streit zwischen den USA und der EU bezüglich staatlicher Beihilfen an die heimischen Luftfahrtunternehmen Boeing und Airbus, die angeblich nicht mit vorhergehenden Absprachen übereinstimmen sollen. Dabei muss zwischen zwei unterschiedlichen Subventionssystemen unterschieden werden: Während die EU den Airbus mit direkten Anschubinvestitionen für Neuentwicklungen unterstützen, lassen die USA Boeing indirekte Unterstützung in Form von Rüstungsverträgen, Forschungs- und Entwicklungsausgaben und steuerliche Subventionen beispielsweise durch Steuergeschenke einzelner US-Bundesstaaten zukommen. Dabei müssen direkte Beihilfen zurückgezahlt werden, indirekte Zuwendungen nicht.

Begonnen hatte der Streit durch die einseitige Kündigung des Abkommens über zivile Großraumflugzeuge durch die Amerikaner im Oktober 2004, nachdem Airbus in den Jahren 2003 und 2004 den Rivalen Boeing zum ersten Mal im Bereich Auftragslage und Auslieferungszahlen überholt hatte. Die USA reichten im Anschluss bei der WTO eine Klage gegen die EU ein. Darauf reagierten die Europäer ihrerseits mit einer Klage gegen die Subventionierungsmethoden der USA bei der WTO. Eine Lösung des Subventionsstreits ist jedoch von der WTO nicht zu erwarten, allenfalls ein Schiedsspruch.

5.2  Außenpolitische Differenzen

Ursachen für die oben beschriebene politische Entfremdung in den transatlantischen Beziehungen, wie es sich in jüngster Zeit beispielsweise beim Irakkrieg offenbarte, sind in der unterschiedlichen Wahrnehmung der internationalen Bedrohungslage sowie in klaren analytischen, taktischen und strategischen Differenzen bezüglich der zu ergreifenden Maßnahmen begründet: Die USA fühlen sich seit den Terroranschlägen existenziell bedroht und bevorzugen eine offensive, notfalls militärische Antwort auf die Bedrohungen, die von sogenannten failed states" und dem internationalen Terrorismus für die internationale Sicherheit und amerikanische Interessen ausgehen. Dazu gehört auch die amerikanische Sicherheitsstrategie der „pre-emptive strikes“, die in der National Security Strategy vom September 2002 dargelegt ist. Die einzigartige militärische Stärke der USA gibt den Amerikanern Spielraum in diesem Bereich.

Auch wenn die Europäer die Einschätzung bevorstehender globaler Herausforderungen wie Terrorismus, regionale Konflikte und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen grundsätzlich teilen, sehen sich die Europäer weniger stark im Fokus international operierender Terroristen und differieren in der Wahl der einzusetzenden Mittel. Europa steht der Legitimation amerikanischer Militäreinsätze kritisch gegenüber und bevorzugt vielmehr eine Politik der Konfliktprävention und der multilateralen Problembewältigung. Die US-Regierung hingegen will sich von internationalen Vereinbarungen in ihrem Handlungsspielraum so wenig wie möglich beschränken lassen.[12]

5.2.1        Differenzen im Bereich internationales Recht

Gerade im Bereich Umwelt und internationales Recht prallen die unterschiedlichen Mentalitäten der eher prozessorientierten Europäern und tendenziell eher ergebnisorientierten Amerikanern aufeinander. Auch wenn Präsident Bush bereits vor dem G 8 Gipfel im schottischen Gleneagles im Juli 2005 einem Beitritt zum Kyoto-Protokoll eine Absage erteilte, pochen die Europäischen Staaten weiter auf die Ratifizierung des Vertrages zur Reduktion von Treibhausgasen, das seit der Umweltschutzkonferenz im japanischen Kyoto im Dezember 1997 schon über 140 Staaten angenommen haben. Die US Administration befürchtet jedoch Nachteile für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie, insbesondere weil die Schwellenländer China und Indien nicht beigetreten sind und somit keine Verpflichtungen haben, ihre Emissionen zu reduzieren und umweltpolitische und damit möglicherweise das Wirtschaftswachstum hemmende Maßnahmen zu ergreifen. Seit Jahren fordern die Europäer zudem die Vereinigen Staaten immer wieder auf, den Bio- und Chemiewaffenkonvention, der Kinderrechtskonvention und dem Ottawa-Protokoll zur Ächtung von Antipersonenminen beizutreten.

Die Differenzen zwischen den USA und Europa über die Wertschätzung internationaler Verträge und Rechtsnormen verdeutlichen auch die Auseinandersetzung über den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Für viele Europäer ist die ablehnende Haltung Amerikas zu einem unabhängigen Gericht, welches Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression ahndet, schwer verständlich. Die USA verweigern dem Gerichtshof ihre Unterstützung und versuchen darüber hinaus, mit einzelnen Staaten Abkommen über die Immunität ihrer eigenen Soldaten vor Strafverfolgung auszuhandeln. Dies wird in Europa vor allen Dingen als Versuch gedeutet, die Kompetenz des IStGH als internationale Institution zu unterminieren. Damit stehen die USA in einer Reihe mit Ländern wie China, Indien, Iran, Israel, Kuba, Nordkorea, Pakistan, Russland, Syrien und der Türkei, die das bisher von über 90 Staaten angenommene Rom-Statut als vertragliche Grundlage zum IStGH nicht ratifizieren wollen. Als Argument wird angeführt, dass Soldaten der US Streitkräfte durch die hohe Zahl von Auslandseinsätzen wesentlich gefährdeter sind als die anderer Länder.

5.2.2        Konfliktpunkt China

Ein anderer Streitpunkt betrifft Meinungsverschiedenheiten über den angemessenen Umgang mit China. Momentan streiten sich Europäer und Amerikaner um die geplante Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China, welches die EU nach dem chinesischen Tian'anmen-Massaker am Platz des Himmlischen Friedens in Peking im Juni 1989 verhängt hatten. Auf europäischer Seite pochen insbesondere die Rüstungsexporteure Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien auf eine baldige Aufhebung der Exportbeschränkungen und wollen mit einem Verhaltenskodex zum Waffenverkauf die sicherheitspolitischen Bedenken vieler Kritiker zerstreuen. Die Motivation der Europäer umfassen die Hoffnungen sowohl auf einen besseren Zugang zum chinesischen Markt und einer höheren Berechenbarkeit in Handelsfragen mit China als auch auf eine Stärkung der Reformkräfte in der chinesischen Führung.[13] Sehen die Europäer im Erstarken Chinas große wirtschaftliche Chancen, wird dieses auf der anderen Seite des Atlantiks eher als sicherheitspolitische Herausforderung empfunden. Innerhalb Europas wetteifern insbesondere Deutschland und Frankreich um die Gunst Chinas als wichtigster Ansprechpartner in der EU, während Großbritannien sich tendenziell eher an der amerikanischen Chinapolitik orientiert und somit auch in diesem Bereich in den transatlantischen Beziehungen eine Brückenfunktion wahrnimmt.

Die USA, die sich als Hauptgarant des Friedens und der Stabilität in der asiatisch-pazifischen Region sehen, scheuen mögliche europäische Waffenlieferungen an China, welches als potenzieller Gegner künftiger Auseinandersetzungen angesehen wird. Zudem werde Taiwan nach amerikanischer Meinung durch die Weitergabe von Waffentechnologie komparativ geschwächt und Chinas Politik legitimiert. [14] Präsident Bush machte auf seiner Europareise im Februar 2005 deutlich, dass die Aufhebung des EU-Waffenembargos aufgrund von Menschenrechts- und regionalen Sicherheitsbedenken von den USA abgelehnt wird. Verschärft wurden die amerikanischen Vorbehalte durch das am 14. März 2005 vom Nationalen Volkskongress Chinas fast einstimmig verabschiedete Anti-Abspaltungsgesetz, welches bei einer formellen Unabhängigkeitserklärung Taiwans militärische Schritte gegen die als abtrünnige Provinz angesehene Region vorsieht.

Bezüglich der Menschenrechtsverletzungen in China ist das Verhalten der Europäer und Amerikaner ebenfalls unterschiedlich. Während die USA vor klarer Kritik nicht zurückschrecken, kann die europäische Position als „kritisch kommentierende Zurückhaltung“ bezeichnet werden. Der Ansatz in der europäischen Menschenrechtspolitik basiert weniger auf einer medienwirksamen Konfrontationsstrategie im Menschenrechtsdialog mit asiatischen Staaten und mehr auf einem vertrauensbildenden und auf Kontinuität angelegten Prozess. Nach dem europäischen Waffenembargo gegen China im Jahre 1989 sollte das Land der Mitte der europäischen Strategie folgend nie vollständig isoliert, sondern eine Wiederannäherung an den Westen stets in Aussicht gestellt werden. Schnell sorgten die Europäer daher auch –im Gegensatz zu den Amerikanern- für eine Normalisierung der Beziehungen und einem stark institutionalisierten Dialog mit China. In der von Javier Solana, dem Hohen Vertreter für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU, vorgetragenen Europäischen Sicherheitsstrategie vom Juni 2003 wird die Absicht geäußert, mit China künftig eine „strategische Partnerschaft“ einzugehen.[15] 

Die China-Frage könnte Auswirkungen auf die transatlantische Partnerschaft haben. Es wird befürchtet, dass der US-Kongress ein Gesetz zur Einschränkung des Verkaufs bedeutender amerikanischer Technologie an EU-Länder verabschieden könnte. Eine Vollmacht für Präsident Bush, Sanktionen gegen europäische Rüstungsfirmen zu verhängen, ist jedoch im Repräsentantenhaus am 14. Juli 2005 mit knapper Mehrheit abgelehnt worden, nachdem Wirtschaftsverbände Arbeitsplätze in den USA bedroht sahen und sich die US-Handelskammer sowie die Vereinigungen der Luftfahrt- und der Elektronikindustrie gegen Sanktion ausgesprochen hatten. In bezug auf die transatlantischen Beziehungen ist eine Fortsetzung des strategischen Dialoges über gemeinsame Interessen im Asien-Pazifik-Raum also in naher Zukunft zu erwarten.

6.     Herausforderungen für die Zukunft der transatlantischen Beziehungen

Die internationalen Beziehungen der heutigen Zeit präsentieren sich aufgrund der vielen ineinander fließender wirtschaftlichen und politischen Entwicklungstendenzen komplexer und vielfältiger als noch in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Die USA etablierten sich in den 90er Jahren als einzig verbleibende Supermacht, doch das sich stärker integrierende Europa versteht sich zunehmend als starker Akteur im internationalen Rahmen. Wie oben beschrieben, führt die Emanzipation Europas aus dem Windschatten der USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch zu einer verstärkten Rivalität zwischen USA und EU in verschiedenen Bereichen.

Zu den konkreten Herausforderungen in naher Zukunft gehören neben der UN-Reform die Entwicklungen in den Staaten Sudan, Afghanistan und Irak. Besonders in der Frage nach dem Atomwaffenprogramm des Iran, der Demokratisierung Russlands und der Kaukasusstaaten sowie der langfristigen Transformation des Nahen und Mittleren Osten bedarf es einer intensiven transatlantischen Verständigung. Weitere Herausforderungen umfassen darüber hinaus

Gerade diese Themen haben die Anforderungen für ein gemeinsames Handeln erhöht. Die Frage, ob die substantiellen Strategiedialoge über die Art der zu ergreifenden Maßnahmen gemeinsam erkannter Problemfelder im Rahmen der alle halbe Jahre stattfindenden EU-USA-Gipfel mit den Beamten aus Brüssel oder aber im Rahmen von NATO-Treffen mit den einzelnen nationalstaatlichen Akteuren geführt werden, hängt vom weiteren Verlauf der EU-Integration ab. Mittelfristig müssen besonders die europäischen Mitgliedsstaaten auf die strategische Frage eine konsensuale Antwort finden, wie die sicherheitspolitische Dreiecksbeziehung aus USA – NATO – EU bzw. ESVP aussehen und auf weltpolitische Herausforderungen reagieren soll.

7.     Fazit

Ganz unrecht hat Kagan nicht, wenn er davon spricht, dass sich Europa auf eine verregelte Welt voller Gesetze, Kooperation und transnationalen Vereinbarungen hinbewegt, während sich die USA der Praxis der Machtausübung mit dem Einsatz von Stärke und militärischer Gewalt verpflichtet fühlen. Es lässt sich abschließend konstatieren, dass die USA sich schwer tun, sich internationalen Bestimmungen zu unterwerfen, wenn diese den eigenen Handlungsrahmen potenziell einengen. In bezug auf das Völkerrecht kann also zu recht von einem derzeitigen ordnungspolitischen Dissens in den transatlantischen Beziehungen gesprochen werden. Es scheint ferner ein Spannungsfeld zwischen einer „verrechtlichten Weltgemeinschaftsidee“ und einem hegemonialen Anspruch der USA in den internationalen und besonders transatlantischen Beziehungen zu bestehen, was sich beispielsweise an den oben beschriebenen Konflikten über den IStGH und das Kyoto-Protokoll offenbart.

In der China-Frage zeigt sich die tendenziell prozessorientierte Ausrichtung europäischer Außenpolitik und eine fundamentale Meinungsverschiedenheit zwischen den USA und der EU über das bevorzugte Ordnungsmodell für die internationalen Beziehungen in der nahen Zukunft. Die Europäer machen dabei aus ihrer Präferenz für eine Multipolarität im internationalen System keinen Hehl: In der Europäischen Sicherheitsstrategie vom Juni 2003 ist von einer europäischen Verpflichtung zu dem Prinzip der Multilateralität die Rede, wohingegen die USA eine Konsolidierung ihrer Vormachtsstellung im internationalen System verfolgen, wie es in der amerikanischen Sicherheitsstrategie vom September 2002 ausdrücklich heißt.[16]

Trotzdem: Alleine aus der Liste der hier beschriebenen gemeinsamen Herausforderungen von Europa und der USA wird ersichtlich, dass Kagans Beurteilung von mangelnden gemeinsame Ansichten in den transatlantischen Beziehungen zu kategorisch ist und sicherlich nicht der Realität entspricht. Trotz gegenseitiger Vorurteile und vieler Unterschiede in der Mentalität, der Deutung der Geschichte und in der langfristig anzustrebenden Weltordnung, überwiegen doch die gemeinsamen Interessen an einem stabilen internationalen Umfeld. Grund zum Optimismus geben z.B. die Vorgänge in der Ukraine, bei denen Washington sehr eng mit Brüssel zusammengearbeitet hatte und letztlich eine Entwicklung zur Demokratie vorangebracht hat. Charles Grant, Direktor des Centre for European Reform (CER) in London, schreibt bezüglich der Zukunft der Beziehungen:[17] "Es könnte sich herausstellen, dass die zweite Amtszeit von Bush multilateraler sein wird als die erste, denn viele der Probleme, denen er gegenübersteht, könnten ohne die Hilfe von Bündnispartnern und internationalen Organisationen nur schwer bewältigt werden.

In seiner Rede am 6. April 2005 in London erklärte Nicholas Burns, Staatssekretär im US Außenministerium, dass es größere Meinungsverschiedenheiten, wie sie sich in den transatlantischen Differenzen während des Irakkrieges ergeben hatten, ein im Durchschnitt einmal im Jahrzehnt auftretendes Phänomen darstellen. Der amerikanische Politiker erinnerte dabei an die Suez-Krise in den 50er Jahren, den Vietnamkrieg Ende der 60 Jahre und Anfang der 70er Jahre, die Auseinandersetzungen über Pershing-Raketen in den Achtzigern sowie Streitigkeiten über Bosnien Anfang der Neunziger. Das transatlantische Bündnis sei also schon häufiger erheblichen politischen Spannungen ausgesetzt gewesen, ohne dass es nachhaltig Schaden genommen habe. Trotz der vielen oben beschriebenen Differenzen bezüglich internationalen Verträgen, der Rolle des Militärs und der angemessenen Chinapolitik haben Europa und die USA –wie es US-Staatssekretär  Burns formuliert- zu viel gemeinsame Geschichte, zu viele gemeinsame Werte, zu viele wirtschaftliche, politische und sicherheitspolitische Kerninteressen, um unterschiedliche Wege zu gehen.[18]

Literatur


[1] Vgl. Policy Review, No. 113 from July 2002, Power and Weakness by Robert Kagan, Internet: http: //www.policyreview.org/jun02/kagan.html, abgerufen am 14.07.2005 siehe auch: Kagan, Robert: Macht und Ohnmacht. Amerika und Europa in der neuen Weltordnung, Siedler Verlag, Berlin 2003.
[2] Vgl. http://www.cia.gov/cia/publications/ factbook/geos/us.html, abgerufen am 04.07.2005
[3] Vgl. hierzu und im folgenden die Informationen vom deutschen Außenministerium zum Thema „Transatlantische Beziehungen“, Internet: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de /aussenpolitik/regionalkonzepte/transatlantik/transatlant_html, abgerufen am 04.07.2005
[4] Vgl. Die Welt, USA planen Reform ihrer Militärpräsenz in Europa, vom 12. Feb 2003, Internet: http://www.welt.de/data/2003/02/12/41102.html, abgerufen am 04.07.2005
[5] Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/www/ de/ausgabe_archiv? archiv_id=6766, abgerufen am 04.07.2005
[6] Vgl. Europäisches Parlament: Rechtsgrundlage der transatlantischen Beziehungen, Internet: http://216.239.59.104/search?q=cache:n3 D7-1oAVNwJ:www.europarl.eu.int /factsheets/6_3_7_de.htm+Transatlantischen +Erkl%C3%A4rung+1990&hl=de, abgerufen am 04.07.2005
[7] Vgl. Informationen zur politischen Bildung- Entwicklung nach Ende des Ost-West-Konflikts, Internet:
http://www.bpb.de/publikationen/B3KQ8Z,0,0 ,Entwicklung_nach_Ende_des_OstWestKonflikts.html, abgerufen am 04.07.2005
[8] Vgl. Internet: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussen politik/regionalkonzepte/transatlantik/transatlant_html, abgerufen am 04.07.2005
[9] Vgl. Internet: http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/gm.html
[10] Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/www/ de/ausgabe_archiv? archiv_id=6766, abgerufen am 04.07.2005
[11] Vgl. CAP News, Transatlantischer Subventionsstreit Boeing-Airbus, Hintergrund und Lösungskonzepte, Position von Thomas Bauer vom 03.06.2005, Internet: http://www.cap-lmu.de/aktuell/ positionen/2005/airbus-boing.php, abgerufen am 03.07.2005
[12] Vgl. Informationen zur politischen Bildung- Entwicklung nach Ende des Ost-West-Konflikts, Internet:
http://www.bpb.de/publikationen/B3KQ8Z ,0,0,Entwicklung_nach_Ende_des_OstWestKonflikts.html, abgerufen am 04.07.2005
[13] Vgl. Süddeutsche Zeitung- Der transatlantische und innereuropäische Streit um die richtige China-Strategie von Franco Algieri am 07.04.2005, Internet: http://www.cap-lmu.de/aktuell/ pressespiegel/2005/china.php, abgerufen am 07.07.2005
[14] Vgl. Rede von Nicholas Burns, Staatssekretär für politische Angelegenheiten des US Außenministeriums, über die transatlantische Agenda für das kommende Jahr 6. April 2005 in London. Internet: http://www.usembassy.at/de/policy/burns1.htm, abgerufen am 07.07.2005
[15] Vgl. Europäische Sicherheitsstrategie, Vortrag des Hohen Vertreters für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, im Juni 2003 vor dem Europäischen Rat in Thessaloniki,
Internet: http://ue.eu.int/ueDocs/cms_Data/docs /pressdata/DE/reports/76257.pdf, abgerufen am 10.07.2005
[16] Vgl. National Security Strategy of the United States of America, Internet: http://www.whitehouse.gov/nsc/nss.html
[17] Euractiv Security & Defence, Internet: http://www.euractiv.com/Article?tcmuri=tcm:3 1-133471-16&type=LinksDossier, abgerufen am 11.07.2005
[18] Vgl. Rede von Nicholas Burns, Staatssekretär für politische Angelegenheiten des US Außenministeriums, über die transatlantische Agenda für das kommende Jahr 6. April 2005 in London. Internet: http://www.usembassy.at/de/policy/burns1.htm, abgerufen am 07.07.2005


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Sachgebiete

Lektüre

Das kommende Europa
von Martin Koopmann und Stephan Martens (Hrsg.)

Veröffentlicht am 11. Februar 2008

50 Jahre nach dem Inkrafttreten der Römischen Verträge verbinden 22 deutsche und französische Autoren eine Bilanz des europäischen Einigungsprozesses mit einer Analyse der künftigen Herausforderungen in Europa. Wissenschaftler aus Think tanks und Universitäten erörtern ausgewählte Themen des europäischen Integrationsprozesses, wobei Fragen des Binnenmarktes und der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso behandelt werden wie der Komplex der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik, das Problem politischer Führung in der EU, die Rolle Europas in der Welt sowie spezifische Themen wie die Migrations-, die Energie- oder die Menschenrechtspolitik.

Weitere Informationen auf der Webseite der DGAP

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