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Analysen
Analysen zum Kaukasus
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Abkhazia: Ways forward
in: International
Crisis Group, Europe Report 179, 18. Januar 2007
Die Provinz im Nordwesten Georgiens, zwischen Russland und
dem Schwarzmeer, kommt nicht zur Ruhe. Immer wieder auch in
militärische Gewalt eskalierende Feindseeligkeiten
verhindern eine stabile Entwicklung. Hauptbeteiligte sind
Georgien, Russland und die nach Autonomie strebende
abchasische Regierung. Wegen der vorherrschenden
Aug-um-Auge-Logik stecken die langjährigen
international unterstützten Verhandlungen in der
Sackgasse. Der Bericht formuliert Empfehlungen an alle
Akteure. An erster Stelle stehen der Verzicht auf
Provokationen und Gewalt sowie Vertrauen bildende
Maßnahmen. [pdf]
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Bärendienste. Georgien und Russland in der
Eskalationsspirale
von Walter Kaufmann, Osteuropa 10 / 2006,
S. 117-121
Kein anderes zwischenstaatliches Verhältnis im
GUS-Raum ist so spannungsgeladen wie das
russisch-georgische. Ein Höhepunkt in dem sich immer
weiter aufschaukelnden Konflikt war die publikumswirksame
Abschiebung mutmaßlicher russischer Agenten durch
Tiflis im Oktober 2006. Moskau verhängte darauf
drakonische Sanktionen gegen die Kaukasusrepublik. Diese
Ereignisse sind allerdings nicht das Ergebnis spontaner
Erregung, sondern Ausdruck eines beiderseits tief
verwurzelten Antagonismus und völlig divergierender
Interessen. Die ehemalige Kolonialmacht Russland ist um die
Reintegration des "Nahen Auslands" in ihren Einflussbereich
bemüht. Das seit 1991 unabhängige Georgien jedoch
orientiert sich nach Westen und strebt in die
euroatlantischen Bündnisse. [pdf]
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Prekäre Staatlichkeit: Strukturprobleme im
Nordkaukasus
von Uwe Halbach, Osteuropa 7 / 2006,
S. 17-31
Die Analyse zeigt, warum der Nordkaukasus als brisanteste
Krisenzone Europas bezeichnet werden kann. "Der
tschetschenische Gewaltherd hat Metastasen über die
gesamte Region gestreut." In den sieben Teilrepubliken der
Russischen Föderation kommt es zu einer beispiellosen
Problemverdichtung von schlechter Regierungsführung,
sozioökonomischer Regression und Gewaltdiffusion. Der
Autor ruft die Eroberung des Raumes durch das Zarenreich in
Erinnerung, die sowjetische Territorialpolitik und auch die
stabilisierende Wirkung der SU, nach deren Zerfall der
Kaukasus zum Betätigungsfeld ethnischer Unternehmer,
mafiöser Clans und islamistischer Gewalttäter
wurde. Internationale Akteure müssen trotz der
problematischen Rolle Russlands mit diesem
Schlüsselstaat in der Region zusammenarbeiten.
[pdf]
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"Outsourcing" de facto Statehood: Russia and the
Secessionist Entities in Georgia and Moldova
von Nicu Popescu, in: CEPS Policy Briefs
109, Juli 2006
In vielen der sich neu formierenden GUS-Staaten schwelen
Konflikte, die deren territoriale Integrität von
Beginn an in Frage stellen. Die ethnisch motivierten
Abspaltungsbewegungen in Georgien und Moldau und die damit
verbundenen Probleme sind heutzutage keine innere
Angelegenheit der Sowjetunion mehr. Schlüsselakteure
der Staatengemeinschaft wie EU oder USA engagieren sich in
zunehmendem Maß für eine Beilegung der
Auseinandersetzungen. Russland spielt bei dem
Konfliktmanagement in seiner unmittelbaren Nachbarschaft
eine dominierende Rolle, die darauf zielt, die Vormacht
Moskaus im GUS-Raum zu restaurieren. [pdf]
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Why Georgia matters?
von Dov Lynch, in: EU-Institute for Security Studies
Chaillot Paper 86, Februar 2006
Rosenrevolution, regionale Konflikte, russische
Interventionen, Energiepoker, BTC-Pipeline, Great Game: Das
kleine Land zwischen Europa und Asien gerät
regelmäßig in die Schlagzeilen. Eine
einzigartige Kombination von Herausforderungen macht den
Kaukasus zu einem vorrangigen politischen Handlungsfeld.
Konfliktmanagement, territoriale Reintegration und
Staatsaufbau stehen auf der Stabilisierungsagenda. Dabei
birgt das Zusammentreffen unterschiedlicher externer
Akteure ein erhebliches Konfliktpotenzial. Für die EU
gilt es, ihr außenpolitisches Profil zu schärfen
und eine passende Integrationsform für Georgien zu
finden. Erste Transformationserfolge, die klare
Westorientierung und die hohe Erwartungshaltung der
Georgier verstärken den Handlungsdruck. [pdf]
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"Nahes Ausland" versus "Neue Nachbarn":
Integrationswettstreit zwischen Russland und der
EU?
in: SEF-News 22,
Juni 2005
EU-Erweiterung und Nachbarschaftspolitik sind besonders
konfliktträchtige Themen zwischen der EU und Russland.
Moskau begreift die Osterweiterung als Verlust ehemaligen
Einflussgebietes und verfolgt die ENP, die sein
verbliebenes "Nahes Ausland" einbezieht, mit Argwohn.
EU-Interventionen sind nicht willkommen. Der Kreml
fürchtet vor allem die
Demokratisierungsbemühungen der EU, die ihm unliebsame
Regimewechsel auslösen könnten. "Frozen
Conflicts", z.B. um Transnistrien, bleiben im russischen
Interesse unbearbeitet. [pdf]
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EU-Europa versus EU-Ost
von Alexander Rahr, in: GUS-Barometer
36, September 2004, S. 1-6
Im postsowjetischen Raum bahnen sich ernsthafte Konflikte
zwischen Russland auf der einen und der EU und Amerika auf
der anderen Seite an. Misstrauisch beobachtet Moskau die
neue Nachbarschaftsstrategie der EU Richtung Osten, in der
in Bezug auf Länder wie Ukraine, Belarus, Moldawien,
Georgien von einem neuen "Nahen Ausland" der EU gesprochen
wird. Bislang betrachtete Moskau diese Länder als sein
exklusives "Nahes Ausland". [pdf]
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The South Caucasus: a challenge for the EU
von Pavel Baev u.a., in: ISS Chaillot-Paper 65, Dezember
2003
Die Ernennung eines Sonderbeauftragten und die
Erwähnung in der Sicherheitsstrategie zeigen den
gestiegenen Stellenwert des Kaukasus bei der EU. In der
Region treten allerdings eine Fülle internationaler
Akteure einander auf die Füße. Es existieren
zahlreiche oft inkonsistente und meist unvereinbare
Konzepte. Die Fortschritte bei Konfliktlösung,
Demokratisierung und Staatsaufbau sind demgegenüber
gering. Der Kaukasus bleibt ein Raum strategischer
Uneindeutigkeit mit vielen sich überlappenden
Engagements aus allen Himmelsrichtungen. Die EU hat ein
noch schwaches sicherheitspolitisches Profil und ist zudem
kein Mitglied in den vorhandenen
Konfliktbearbeitungs-Formaten. Der Band behandelt die
wichtigsten Akteure und Politikfelder und fragt nach dem
Mehrwert eines EU-Engagements. [pdf]
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Autonomy as a Source of Conflict: Caucasian Conflicts in
Theoretical Perspective
von Svante E. Cornell
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Potemkin Democracy: Four Myths about Post-Soviet
Georgia
von Charles King, in: The National Interest, Frühling
2001
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Autonomy as a Source of Conflict: Caucasian Conflicts in
Theoretical Perspective
von Svante E. Cornell
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The roots of the conflict
von Bruno Coppieters, in: Accord 1999
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The role of the UN
von S.Neil MacFarlane, in: Accord 1999
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Russia’s role
von Dimitrii Danilov, in: Accord 1999
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Civic initiatives
von Susan Allen Nan, in: Accord 1999
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Der Konflikt um Berg-Karabch: Grundproblematik und
Lösungsperspektiven
von Aschot L. Manutscharjan, in: ZEI Discussion Paper 18 / 1998
Die armenische Provinz Berg Karabach ist der älteste
Krisenherd im Südkaukasus. Obwohl zu 95 % von
Armeniern bewohnt, schlug Stalin sie 1921 als autonomes
Gebiet der aserbaidschanischen Sowjetrepublik zu. Im Zuge
der Auflösung der Sowjetunion brach der Konflikt
erneut aus und erst der Waffenstillstand von 1994 beendete
die gewaltsamen Auseinandersetzungen. Seit 1992 bemüht
sich eine Gruppe von zwölf Staaten (Minsker Gruppe) um
eine Lösung. Bisher scheiterten allerdings jegliche
Vermittlungsbemühungen. Die Internationalisierung des
Konfliktes schuf für nicht direkt beteiligte Staaten
wie Russland, die USA und die Türkei die
Möglichkeit, sich aktiv in der Region zu engagieren.
[pdf]