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Die Beziehungen Russlands zur Europäischen Union
Alexa Kristin Brase
Die Beziehungen Russlands zur Europäischen Union
unterlagen seit Ende des Kalten Krieges einer dynamischen
Entwicklung. Geprägt vom Wiedererstarken russischen
Selbstbewusstseins und der Osterweiterung der Europäischen
Union (EU) gestaltete sich die Zusammenarbeit im Laufe der
Präsidentschaft Boris Jelzins, aber auch zu Beginn der
Präsidentschaft Wladimir Putins positiv, sowohl
hinsichtlich formeller Vereinbarungen als auch im
Gesprächsklima. Allerdings wird 2005 eine zunehmende
Akzentverschiebung beklagt. So scheinen beispielsweise
Konflikte in der Energiepolitik, konkurrierende
Geschichtsbilder und der Integrationswettstreit um die
postsowjetischen Staaten in der östlichen Nachbarschaft
der EU eine neue Polarisierung zwischen West und Ost
anzudeuten. Mit der Wahl Dimitri Medwedews zum Präsidenten
im März 2008 hofft Brüssel nach dieser kurzen Phase
kühlerer Beziehungen auf eine bessere Kooperation mit der
Russischen Föderation und eine neue, konsensfähige
Grundlage der Partnerschaft. Über die Perspektiven der
Beziehungen Russlands zur EU, insbesondere zu den baltischen
EU-Mitgliedstaaten, aber auch über die zu
bewältigenden Schwierigkeiten bei der Gestaltung
künftiger Kooperationen gibt dieses Dossier einen
Überblick.
Grundlagen
Analysen
-
von Laure Delcour, in: Actualités de la
Russie e de la CEI, Nr. 6, 2007.
-
Priorität gesucht - Die EU, Rußland und ihre
Nachbarn
von Arkadij Mošes, in: Osteuropa 2/3 2007
S. 21-34
Die EU unterhält eine strategische Partnerschaft mit
Rußland und will mit den Nachbarstaaten im Osten
privilegierte Beziehungen unterhalten. Zunehmend
kollidieren die Interessen Rußlands und der EU im
Nachbarschaftsraum. Moskau wertet die Nachbarschaftspolitik
als Versuch, Rußland aus der Region zu drängen,
und reagiert allergisch auf Demokratisierung. Doch
wäre es falsch, wenn die EU ihr Engagement in diesem
Raum verringert. Brüssel muß bereit sein, mehr
Verantwortung zu übernehmen. Priorität sollten
Demokratie und Marktwirtschaft, nicht aber eine
geopolitische Umorientierung der Region haben. So
könnten die Nachbarländer ihre Verbindungen mit
Rußland aufrechterhalten. Und Rußland
könnte der EU nicht länger unterstellen, eine
Politik nach den Regeln des Nullsummenspiels zu
betreiben.
- Russia, the
EU and the Baltic States: the future of partnership and
cooperation - interests, concepts, implementation
von Friedrich-Ebert-Stiftung, 2007.
- Bastion,
Beacon or Bridge? The Role of the Baltic States in the
EU’s Relationship with the Eastern
‘Neighbours’
von David J. Galbreath, Jeremy W. Lamoreaux, in: Andreas
Kasekamp, Heiko Pääbo (Hrsg.), Promoting
Democratic Values in the Enlarging Europe: The Changing
Role of the Baltic States from Importers to Exporters,
2007.
-
Quelle place pour la Russie en Europe?
von Thomas Gomart, in : Questions Internationales,
Nr. 27, 2007.
- Crossroads
of Cooperation: The Future of EU-Russian Relations and the
Impact of the Baltic States
von Iris Kempe, Daniel Grotzky, in: Lithuanian Foreign
Policy Review, Nr. 1, 2007.
-
Den Stau auflösen: Die EU und Russland 2008
von Cornelius Ochmann, Andrei Zagorski, in: spotlight
europe, Nr. 1, 2008.
-
Russlands Rückkehr als Machtfigur der
europäischen und internationalen Politik
von Peter W. Schulze, in: Internationale Politik und
Gesellschaft, Nr. 3, 2007.
-
Der estnische Denkmalstreit und die Beziehungen zwischen
Russland und den baltischen Staaten
von Veiko Spolitis, in: Russlandanalysen, Nr. 134,
2007.
- Meeting
Medvedew: The Politics of the Putin Succession
von Andrew Wilson, in: Policy Brief, European Council on
Foreign Relations, 2008.
Dokumente
Ausgewählte
Literatur
Aktuelle
Literatur
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