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Die Gemeinsame Agrarpolitik

Christian Saborowski

Inhalt

Einleitung

Wenn nicht gerade ein Lebensmittelskandal die Gazetten in Europa füllt, dann ist das Interesse an der Landwirtschaft in der Bevölkerung der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eher begrenzt. Politikbereiche wie die Außen-, die Wirtschafts- oder die Arbeitsmarktpolitik werden wesentlich umfangreicher in der öffentlichen Diskussion behandelt und haben nicht zuletzt deshalb auch in der nationalen Politik einen sehr viel höheren Stellenwert.

Anders ist dies in der Europapolitik: Obwohl lediglich 5% der arbeitenden Bevölkerung der Europäischen Union dem Agrarsektor zuzurechnen sind und dieser lediglich 3% des kombinierten Bruttoinlandsproduktes der Staaten in der EU ausmacht, ist dieser Sektor der größte, teuerste und vor allem der umstrittenste in der EU. Die EU genießt in keinem Politikfeld einen vergleichbar großen Einfluss und hat für kein anderes Politikfeld eine höhere Anzahl von Gesetzen erlassen. Lediglich die Außenminister kommen im Rahmen des Rates der Europäischen Union öfter zusammen als die Landwirtschaftsminister der Mitgliedsländer.

Aus zwei weiteren Gründen unterscheidet sich die Agrarpolitik grundlegend von anderen Politikbereichen:

(1.)   Während sich die EU die Entwicklung des Freihandels auf die Fahnen geschrieben und durch Marktöffnungen vorangetrieben hat, wird in den Agrarmärkten protektionistisch verfahren und interveniert.

(2.)   Obwohl die Detailregelungen für die Agrarpolitik erst in den 60er Jahren formuliert wurden, wurde die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit in der Agrarpolitik in den Römischen Verträgen von 1958 deutlicher dargelegt als für jeden anderen Bereich.

Gerade der erste Punkt trug aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich zu wirtschaftspolitischen Verstimmungen mit wichtigen Handelspartnern, speziell den USA, bei.



Fortsetzung: Die Gemeinsame Agrarpolitik


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Jahrbuch Internationale Politik: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik
von Josef Braml, Karl Kaiser, Hanns W. Maull, Eberhard Sandschneider, Klaus Werner Schatz (Hrsg.)

Veröffentlicht am 2. Juni 2008

Das neu konzipierte Standardwerk der internationalen Politik bietet eine systematisch-vergleichende Analyse eines aktuellen Themas: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik. Autorinnen und Autoren sind renommierte deutsche Experten sowie maßgebliche Repräsentanten der operativen Politik, des Bundeskanzleramts, des Bundestags und von Bundesministerien. Neben der wechselseitigen Politikberatung leistet das Jahrbuch – in Zusammenarbeit mit den Medien und anderen Multiplikatoren – auch Öffentlichkeitsberatung.

Weitere Informationen auf der Webseite der DGAP

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