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Analysen zur Europäischen Nachbarschaftspolitik
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Russland-Türkei-EU-USA im Schwarzmeerraum
von Sammi Sandawi und Andreas Stahn, in: GUS-Barometer
40, Januar 2006, S. 4-6
Bald gehört das Schwarze Meer zur unmittelbaren
europäischen Nachbarschaft. Nach Jahrhunderten
türkisch-russischer und west-östlicher
Rivalität tritt die EU als neuer Akteur in dem Raum
auf. Mit Bulgarien, Rumänien und der Türkei sind
drei wichtige Schwarzmeeranrainer auf dem Weg in die EU.
Durch die geographische Nähe steigt für die
Gemeinschaft der Konfliktlösungsdruck. Die politische
Agenda der Region wird von Fragen des Energietransports
dominiert. [pdf]
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Europäische Mittelmeerpolitik aus arabischer
Sicht
von: Cilja Harders, in:
Aus Politik und Zeitgeschichte 45, 7. November 2005, S.
14-22
Die Analyse untersucht Probleme der EMP aus dem
Blickwinkel der EU-Partner. Die EMP wird auf verschiedenen
Ebenen durch tiefe Asymmetrien gebremst. Die EMP ist zum
großen Teil das Ergebnis europäischer
Vorstellungen, die EU dominiert die gemeinsamen
Institutionen, stabile Demokratien stehen autoritären
Staaten gegenüber, der Norden ist integriert, der
Süden fragmentiert, der ökonomische
Rückstand enorm, ungelöste Konflikte
schwelen.
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Democratisation in the European Neighbourhood
von Michael Emerson (Hg.), Centre for
European Policy Studies, Brüssel, Oktober 2005
Der Umbau der EU-Anrainer zu demokratischen Staaten ist
eines der Hauptziele der Europäischen
Nachbarschaftspolitik. Wie steht es um die Entwicklung
demokratischer Werte in den Nachbarländern und auf
welche Weise versucht die EU Reformen zu unterstützen?
Neuer Sammelband mit Beiträgen von beiden
„Demokratisierungsfronten“, aus dem Osten und
Süden, u.a. zu Georgien, Ukraine, Russland,
Weißrussland, Ägypten, Palästina. Bei
weltpolitik.net die zusammenfassende Einleitung von Michael
Emerson.
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European Neighbourhood Policy in the Mashreq Countries,
Enhancing the Prospects for Reform
von Stephen Jones, Michael Emerson, in: CEPS
Working Document 229, September 2005
Wie können die Aktionspläne im Rahmen der ENP
die politische und wirtschaftliche Transformation in
Ägypten, Jordanien, im Libanon, in Syrien und in den
palästinensischen Gebieten voran bringen? Bei der
Umsetzung der Aktionspläne muss die EU das Prinzip der
Differenzierung auf die Partnerländer anwenden, die
Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen suchen
und den Nachbarn eindeutige attraktive Angebote machen.
Fallstudie Jordanien.
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Eine neue Ostpolitik. Europas Antwort auf die
Regenbogenrevolutionen
von Iris Kempe, in: Osteuropa 9,
September 2005, S. 21-34
Die Regenbogenrevolutionen in der Ukraine und Georgien
haben sich an westlichen Werten orientiert. Eine
erfolgreiche Transformation in diesen Staaten hängt
auch von deren Einbindung in den westlichen
Integrationsraum ab. Mit der Nachbarschaftspolitik hat die
EU auf den Handlungsdruck reagiert. Doch derzeit befindet
sich die EU in der Krise. Gleichzeitig ist der Kreml mit
seiner Strategie gescheitert, den postsowjetischen Raum zu
integrieren. Eine „neue Ostpolitik“ ist
gefordert, um den überlappenden Integrationsraum
zwischen Rußland und dem Westen zu gestalten.
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Promoting security sector governance in the EU’s
neighbourhood
von Heiner Hänggi und Fred Tanner, in: Institute for Security
Studies, Chaillot Paper 80, Juli 2005
Ein Hauptziel europäischer Außenpolitik ist die
Stabilisierung ihres unmittelbaren Umfelds. Gerade die
Nachbarräume sind allerdings voller
Sicherheitsrisiken. Zudem bremsen Defizite im
Sicherheitssektor die wirtschaftliche Entwicklung der
Anrainerstaaten. Die EU hat noch keinen umfassenden Ansatz
für Reformen auf diesem Gebiet. Die Studie zeigt den
Bedarf auf, nennt Schlüssel-Akteure sowie bisherige
EU-Aktivitäten und befasst sich jeweils mit Osteuropa
und dem mediterranen Raum.
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Security and Integration in the EU Neighbourhood, the Case
for Regionalism
von Fabrizio Tassinari, in: CEPS Working Document 226, Juli
2005
EU im Dilemma: Export von Sicherheit in die Nachbarschaft
oder weitere Integration von Nachbarstaaten in die
Gemeinschaft? Inwieweit steht das stärkste
Stabilisierungsinstrument (EU-Mitgliedschaft) noch zur
Verfügung? Kann Stabilität auch erreicht werden,
wenn die Nachbarn draußen bleiben? Die
Nachbarschaftspolitik agiert in dem Spannungsfeld: wieviel
Sicherheit - wieviel Integration? Tassinari sieht die
Lösung in einem stärker regionalen Ansatz der
ENP.
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ESDP and the Mediterranean, Prospects for the security and
defence dialogue of the Barcelona process
von Martin Ortega, Institute for Security Studies,
Seminar-Report, 10. Mai 2005, S. 9-22
Das Papier beschäftigt sich mit den
Hintergründen, dem institutionellen und politischen
Kontext sowie den Kooperationsfeldern und Perspektiven des
Euro-Mediterranen Sicherheits- und
Verteidigungsdialogs.
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Conflict Resolution in the Neighbourhood: Comparing the
Role of the EU in the Turkish-Kurdish and
Israeli-Palestinian Conflicts
von Nathalie Tocci, in: CEPS
Working Document 221, März 2005.
Inwieweit kann die EU zur Lösung zweier der schwersten
und komplexesten Konflikte in ihrer Nachbarschaft
beitragen? Die Gemeinschaft unterhält jeweils
spezifische bilaterale Beziehungen zu den einzelnen
Akteuren. Die vertraglichen Vereinbarungen beinhalten
finanzielle Unterstützung und gegenseitige
Verpflichtungen. Vergleich der Möglichkeiten der EU an
unterschiedlichen Schauplätzen.
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From Barcelona Process to Neighbourhood Policy. Assessments
and Open Issues
von Michael Emerson und Gergana Noutcheva, CEPS Working Document 220, März
2005
Evaluierung des Barcelona-Prozesses und der
Europäischen Nachbarschaftspolitik sowie der
Erfahrungen der EU in Mitteleuropa und auf dem Balkan. Die
ENP kann der EMP einen neuen Schub geben. Für den
Erfolg sind die Prinzipien der Konditionierung und
Sozialisierung und die enge Abstimmung mit den USA von
entscheidender Bedeutung.
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Les relations trans-méditerranéennes
aujourd'hui
von: Jacques Bourrinet, in: Rivista di Studi Politici
Internazionali 1, Januar - März 2005, S. 58 - 63
Zusammenfassung der Ergebnisse eines
interdisziplinären Expertenkolloquiums im November
2004 an der Universität La Sapienza/Rom. Der
Mittelmeerraum erweist sich als eine in verschiedene Teile
mit unterschiedlichem Entwicklungsgrad zersplitterte
Region. Seit ihrem Bestehen zeigt die EG/EU besonderes
Interesse am Mittelmeerraum. In welchem Rahmen spielen sich
die Euro-Mediterranen Beziehungen heute ab? Welche
Prioritäten sind zu setzen?
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La politique de voisinage de l’Union
européenne élargie : ambitions et
défis
von Martin Koopmann, in: Allemagne d'aujourd'hui 171, Januar
- März 2005, S. 56-69
Die ENP ist ein neues Instrument der EU zur Stabilisierung
der angrenzenden Räume, an Stelle immer neuer
Erweiterungsrunden. Mit der Beitrittsperspektive
entfällt allerdings ein wichtiger Reformanreiz.
Analyse der ENP-Konzeption. Nötig sind: Schärfung
der Zielsetzung, Vermeidung ungewollter Trennlinien,
Stärkung der regionalen Dimension, Schaffung
substanzieller Anreize.
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Models for the European Neighbourhood Policy: The European
Economic Area and the Northern Dimension
von Marius Vahl, in: CEPS
Working Document 218, Februar 2005
Wie kann sich die EU auf geeignete Weise mit ihren
Nachbarn in Beziehung setzen? Nach der letzten großen
Erweiterung wird das Instrument der Beitrittsperspektive
künftig restriktiver eingesetzt. Die Europäische
Nachbarschaftspolitik (ENP) ist noch in ihrer formativen
Phase. Ein Blick auf bestehende Kooperationen lohnt sich.
Die Erfahrungen mit der sogenannten „Nördlichen
Dimension“ und dem „Europäischen
Wirtschaftsraum“ sollten in die Entwicklung der ENP
einfließen.
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Integration oder Gleichgewicht? Russland nach der
ukrainischen Revolution
von Alexander Rahr, in: GUS-Barometer
37, Februar 2005, S. 1-3
In seiner ersten Amtszeit hat Wladimir Putin Russland
wirtschaftlich stabilisiert und innerlich konsolidiert. Die
Außenpolitik war auf die Gewinnung einer
Unterstützung der Modernisierung der russischen
Wirtschaft durch den Westen gerichtet. In der zweiten
Amtszeit versuchte Putin, sein eigentliches großes
außenpolitisches Ziel zu realisieren: die Schaffung
einer neuen Union mit der Ukraine, Belarus und Kasachstan.
Die orangefarbene Revolution machte ihm einen Strich durch
die Rechnung. Jetzt sollte Putin darauf achten, dass seine
Außenpolitik nicht in Kollision mit dem Westen
gerät, was ein Ende der Europäisierung Russlands
bedeuten würde.
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Ukraine: „Und jetzt: action!“ Die
Aktionspläne der Europäischen
Nachbarschaftspolitik
von Eckart D. Stratenschulte, in: Osteuropa 2, Februar 2005, S.
15-23
Kritische Auseinandersetzung mit den ersten
Aktionsplänen am Beispiel Ukraine und Moldova. Es
mangelt vor allem an der nötigen
Prioritätensetzung, einem zeitlichen Fahrplan, der
konsequenten Anwendung des Prinzips der Konditionierung und
überzeugenden Anreizen, so Stratenschulte.
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Die palliative Ukrainepolitik der EU - Ein Plädoyer
für ein neues Denken
von Winfried Schneider-Deters, in: Osteuropa 1,
Januar 2005, S. 50-63 Wohin steuert die Ukraine? Mit der
orangenen Revolution hatte sich das Land auf Westkurs
begeben und seinen Anspruch auf eine EU-Mitgliedschaft
angemeldet. Die Europäische Nachbarschaftspolitik
empfindet man in Kiew als Degradierung. Gemäß
ihrer eigenen Ziele ist die EU in der Pflicht, die sich
demokratisierende Ukraine zu unterstützen. Die Haltung
der Gemeinschaft ist allerdings von Uneinigkeit und
Unentschlossenheit gekennzeichnet. Die selbst in zwei Teile
zerfallende Ukraine ist ein geopolitischer Zankapfel
zwischen Russland und dem Westen
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European Neighbourhood Policy: Strategy or Placebo?
von Michael Emerson, in: CEPS Working Document 215, November
2004
Mit der ENP sucht die EU einen Ausweg aus dem Dilemma
zwischen drohender Überdehnung und
grundsätzlicher Offenheit gegenüber allen
europäischen Demokratien. Es ist noch keine Balance
gefunden zwischen Verpflichtungen der Nachbarn und
EU-Engagement. Eine Schwäche der ENP liegt auch in der
institutionellen Struktur der EU.
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EU-Europa versus EU-Ost
von Alexander Rahr, in: GUS-Barometer 36, September 2004, S.
1-6
Im postsowjetischen Raum bahnen sich ernsthafte Konflikte
zwischen Russland auf der einen und der EU und Amerika auf
der anderen Seite an. Misstrauisch beobachtet Moskau die
neue Nachbarschaftsstrategie der EU Richtung Osten, in der
in Bezug auf Länder wie Ukraine, Belarus, Moldawien,
Georgien von einem neuen "Nahen Ausland" der EU gesprochen
wird. Bislang betrachtete Moskau diese Länder als sein
exklusives "Nahes Ausland".
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Riding on the Winds of Change: The Future of the
Euro-Mediterranean Partnership
von Tobias Schumacher, in:
The International Spectator 2, April-Juni 2004, S.
89-102
Die EMP braucht eine Generalüberholung. Eine
„differenzierte Kooperation“ sollte
eingeführt werden, um das Vorangehen
modernisierungswilliger Staaten zu ermöglichen. Ferner
gilt es, das Konditionierungsprinzip zu stärken, den
Partnern mehr Mitwirkungsmöglichkeiten zu geben, die
Sicherheitszusammenarbeit zu beleben und die EMP zur
Golfregion auszuweiten.
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Rethinking the Euro-Mediterranean political and security
dialogue
von Rosa Balfour, Institute for Security Studies,
Occasional Papers 52, Mai 2004
Trotz neuer politischer Instrumente wie ESS oder ENP: Die
EMP bleibt der angemessene Rahmen für die
Euro-Mediterrane Zusammenarbeit. Ihre Stärke liegt in
ihrem umfassenden Ansatz. Die Studie konzentriert sich auf
den ersten Korb (Politik und Sicherheit) der EMP.
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Neues Denken für ein Großes Europa
von Iris Kempe, Wim van Meurs, in: Osteuropa 8, August
2003, S. 1149-1157
Beitrag aus der Anfangsphase der ENP mit einer
Zwischenbilanz. Die Nachbarschaftspolitik muss sowohl die
Erweiterungslogik wie auch den institutionellen Rahmen der
EU überwinden.
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Looking after the Neighbourhood: Responsibilities for the
EU-25
von William Wallace, in: Notre Europe, Policy
Paper 4, Juli 2003
Einführung in die Grundgedanken und Entstehung der
Nachbarschaftspolitik. Nach Ausdehnung des Raums der
Stabilität und Prosperität mit dem Instrument der
Erweiterung will die EU dieses Ziel jetzt mit einem
alternativen Kooperationsangebot erreichen. Eine
kohärente Strategie gegenüber den Nachbarn stellt
das Kernelement der GASP dar.