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Analysen zur Europäischen Nachbarschaftspolitik
Lucas Lypp
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"Outsourcing" de facto Statehood: Russia and the
Secessionist Entities in Georgia and Moldova
von Nicu Popescu, in: CEPS Policy Briefs
109, Juli 2006
In vielen der sich neu formierenden GUS-Staaten schwelen
Konflikte, die deren territoriale Integrität von
Beginn an in Frage stellen. Die ethnisch motivierten
Abspaltungsbewegungen in Georgien und Moldau und die damit
verbundenen Probleme sind heutzutage keine innere
Angelegenheit der Sowjetunion mehr. Schlüsselakteure
der Staatengemeinschaft wie EU oder USA engagieren sich in
zunehmendem Maß für eine Beilegung der
Auseinandersetzungen. Russland spielt bei dem
Konfliktmanagement in seiner unmittelbaren Nachbarschaft
eine dominierende Rolle, die darauf zielt, die Vormacht
Moskaus im GUS-Raum zu restaurieren. [pdf]
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The European Neighbourhood Policy: Foreign Policy at the
EU's Periphery
von Andreas Marchetti, in: Zentrum für Europäische
Integrationsforschung Discussion Paper C 158, Mai
2006
Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) der EU
folgt - ungeachtet ihrer Partnerschaftsrhetorik - einer
klaren geopolitischen Logik. Gemäß dieser werden
die ENP-Staaten zuvorderst als Semi-Peripherie betrachtet,
da sie effektiv eine Art Puffer zwischen der EU als
regionalem Zentrum und der eigentlichen Peripherie bilden.
In einer Zeit zunehmender asymmetrischer Interdependenzen
kann dieser Ansatz jedoch dauerhafte Vorteile für alle
Beteiligten generieren, da der kooperative Zwang, den die
EU ausübt, auch der Semi-Peripherie bleibenden Nutzen
verschafft. [pdf]
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Konturen einer neuen Ostpolitik
von Alexander Rahr, in: GUS-Barometer
41, Mai 2006, S. 1-6
Der postsowjetische Raum gerät zunehmend in Bewegung.
Regionale Mächte wie Kasachstan emanzipieren sich
aufgrund ihres Ressourcenreichtums von Russland. Die
großen Nachbarn China und Indien wollen in der Region
ihren Energiehunger stillen. Auswärtige Akteure wie
die Vereinigten Staaten von Amerika beanspruchen ebenfalls
ein großes Stück vom Kuchen. Und die EU?
Alexander Rahr analysiert die Interessen der
maßgeblichen Handelnden sowie Optionen für die
europäische Politik. Impulse werden nicht zuletzt von
Deutschland erwartet. [pdf]
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Why Georgia matters?
von Dov Lynch, in: EU-Institute for Security
Studies Chaillot Paper 86, Februar 2006
Rosenrevolution, regionale Konflikte, russische
Interventionen, Energiepoker, BTC-Pipeline, Great Game: Das
kleine Land zwischen Europa und Asien gerät
regelmäßig in die Schlagzeilen. Eine
einzigartige Kombination von Herausforderungen macht den
Kaukasus zu einem vorrangigen politischen Handlungsfeld.
Konfliktmanagement, territoriale Reintegration und
Staatsaufbau stehen auf der Stabilisierungsagenda. Dabei
birgt das Zusammentreffen unterschiedlicher externer
Akteure ein erhebliches Konfliktpotenzial. Für die EU
gilt es, ihr außenpolitisches Profil zu schärfen
und eine passende Integrationsform für Georgien zu
finden. Erste Transformationserfolge, die klare
Westorientierung und die hohe Erwartungshaltung der
Georgier verstärken den Handlungsdruck. [pdf]
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Russland-Türkei-EU-USA im Schwarzmeerraum
von Sammi Sandawi und Andreas Stahn, in: GUS-Barometer
40, Januar 2006, S. 4-6
Bald gehört das Schwarze Meer zur unmittelbaren
europäischen Nachbarschaft. Nach Jahrhunderten
türkisch-russischer und west-östlicher
Rivalität tritt die EU als neuer Akteur in dem Raum
auf. Mit Bulgarien, Rumänien und der Türkei sind
drei wichtige Schwarzmeeranrainer auf dem Weg in die EU.
Durch die geographische Nähe steigt für die
Gemeinschaft der Konfliktlösungsdruck. Die politische
Agenda der Region wird von Fragen des Energietransports
dominiert. [pdf]
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Changing Belarus
von Dov Lynch (Hg.), in: Institute for Security
Studies, Chaillot Paper 85, November 2005
Wie kann das autoritär regierte Weißrussland
als geachtetes Mitglied in die Staatengemeinschaft
zurückkehren? Die EU würde das Land gern in ihre
Nachbarschaftsstrategie einbeziehen. Der Diktator in Minsk
aber fürchtet den politischen Dialog und die
Demokratisierungsbemühungen der Gemeinschaft. Der
Zustand der Repression durch das Regime und die Isolation
des Landes lassen sich nur durch die enge Allianz mit
Russland aufrecht erhalten. Ist die EU gegenüber einer
Krise in ihrem Nachbarland gewappnet? [pdf]
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Democratisation in the European Neighbourhood
von Michael Emerson (Hg.), CEPS, Brüssel, Oktober 2005
Der Umbau der EU-Anrainer zu demokratischen Staaten ist
eines der Hauptziele der Europäischen
Nachbarschaftspolitik. Wie steht es um die Entwicklung
demokratischer Werte in den Nachbarländern und auf
welche Weise versucht die EU Reformen zu unterstützen?
Neuer Sammelband mit Beiträgen von beiden
„Demokratisierungsfronten“, aus dem Osten und
Süden, u.a. zu Georgien, Ukraine, Russland,
Weißrussland, Ägypten, Palästina. Bei
weltpolitik.net die zusammenfassende Einleitung von Michael
Emerson. [pdf]
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Eine neue Ostpolitik. Europas Antwort auf die
Regenbogenrevolutionen
von Iris Kempe, in: Osteuropa 9,
September 2005, S. 21-34
Die Regenbogenrevolutionen in der Ukraine und Georgien
haben sich an westlichen Werten orientiert. Eine
erfolgreiche Transformation in diesen Staaten hängt
auch von deren Einbindung in den westlichen
Integrationsraum ab. Mit der Nachbarschaftspolitik hat die
EU auf den Handlungsdruck reagiert. Doch derzeit befindet
sich die EU in der Krise. Gleichzeitig ist der Kreml mit
seiner Strategie gescheitert, den postsowjetischen Raum zu
integrieren. Eine „neue Ostpolitik“ ist
gefordert, um den überlappenden Integrationsraum
zwischen Rußland und dem Westen zu gestalten. [pdf]
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Promoting security sector governance in the EU’s
neighbourhood
von Heiner Hänggi und Fred Tanner, in: Institute for Security
Studies, Chaillot Paper 80, Juli 2005
Ein Hauptziel europäischer Außenpolitik ist die
Stabilisierung ihres unmittelbaren Umfelds. Gerade die
Nachbarräume sind allerdings voller
Sicherheitsrisiken. Zudem bremsen Defizite im
Sicherheitssektor die wirtschaftliche Entwicklung der
Anrainerstaaten. Die EU hat noch keinen umfassenden Ansatz
für Reformen auf diesem Gebiet. Die Studie zeigt den
Bedarf auf, nennt Schlüssel-Akteure sowie bisherige
EU-Aktivitäten und befasst sich jeweils mit Osteuropa
und dem mediterranen Raum. [pdf]
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Security and Integration in the EU Neighbourhood, the Case
for Regionalism
von Fabrizio Tassinari, in: CEPS Working Document 226, Juli
2005
EU im Dilemma: Export von Sicherheit in die Nachbarschaft
oder weitere Integration von Nachbarstaaten in die
Gemeinschaft? Inwieweit steht das stärkste
Stabilisierungsinstrument (EU-Mitgliedschaft) noch zur
Verfügung? Kann Stabilität auch erreicht werden,
wenn die Nachbarn draußen bleiben? Die
Nachbarschaftspolitik agiert in dem Spannungsfeld: wieviel
Sicherheit - wieviel Integration? Tassinari sieht die
Lösung in einem stärker regionalen Ansatz der
ENP. [pdf]
-
"Nahes Ausland" versus "Neue Nachbarn":
Integrationswettstreit zwischen Russland und der
EU?
in: SEF-News 22,
Juni 2005
EU-Erweiterung und Nachbarschaftspolitik sind besonders
konfliktträchtige Themen zwischen der EU und Russland.
Moskau begreift die Osterweiterung als Verlust ehemaligen
Einflussgebietes und verfolgt die ENP, die sein
verbliebenes "Nahes Ausland" einbezieht, mit Argwohn.
EU-Interventionen sind nicht willkommen. Der Kreml
fürchtet vor allem die
Demokratisierungsbemühungen der EU, die ihm unliebsame
Regimewechsel auslösen könnten. "Frozen
Conflicts", z.B. um Transnistrien, bleiben im russischen
Interesse unbearbeitet. [pdf]
- Does the ENP Respond to the
EU’s Post-Enlargement Challenges ?
von Nathalie Tocci, in: The International Spectator 1,
Januar 2005, S. 22-33
Mit der Europäischen Nachbarschaftspolitik soll die
Peripherie des Kontinents stabilisiert werden. Es geht
dabei sowohl darum, die Beitrittslogik als einziges
„außenpolitisches“ Instrument der EU zu
überwinden, als auch darum, zu starke Trennlinien an
den Außengrenzen zu vermeiden. Die Union will
künftig wirtschaftliche und politische Transformation
verstärkt jenseits der eigenen Grenzen erreichen. Das
Rezept muss darin bestehen, EU-Integration von
europäischer Integration zu trennen. Die Autorin
analysiert die Schwächen der ENP und kommt zu dem
Schluss, dass bei der Konzeption nicht genügend Lehren
aus der Vergangenheit gezogen wurden. [pdf]
-
La politique de voisinage de l’Union
européenne élargie : ambitions et
défis
von Martin Koopmann, in: Allemagne d'aujourd'hui 171, Januar
- März 2005, S. 56-69
Die ENP ist ein neues Instrument der EU zur Stabilisierung
der angrenzenden Räume, an Stelle immer neuer
Erweiterungsrunden. Mit der Beitrittsperspektive
entfällt allerdings ein wichtiger Reformanreiz.
Analyse der ENP-Konzeption. Nötig sind: Schärfung
der Zielsetzung, Vermeidung ungewollter Trennlinien,
Stärkung der regionalen Dimension, Schaffung
substanzieller Anreize.
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Models for the European Neighbourhood Policy: The European
Economic Area and the Northern Dimension
von Marius Vahl, in: CEPS
Working Document 218, Februar 2005
Wie kann sich die EU auf geeignete Weise mit ihren
Nachbarn in Beziehung setzen? Nach der letzten großen
Erweiterung wird das Instrument der Beitrittsperspektive
künftig restriktiver eingesetzt. Die Europäische
Nachbarschaftspolitik (ENP) ist noch in ihrer formativen
Phase. Ein Blick auf bestehende Kooperationen lohnt sich.
Die Erfahrungen mit der sogenannten „Nördlichen
Dimension“ und dem „Europäischen
Wirtschaftsraum“ sollten in die Entwicklung der ENP
einfließen.
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Integration oder Gleichgewicht? Russland nach der
ukrainischen Revolution
von Alexander Rahr, in: GUS-Barometer
37, Februar 2005, S. 1-3
In seiner ersten Amtszeit hat Wladimir Putin Russland
wirtschaftlich stabilisiert und innerlich konsolidiert. Die
Außenpolitik war auf die Gewinnung einer
Unterstützung der Modernisierung der russischen
Wirtschaft durch den Westen gerichtet. In der zweiten
Amtszeit versuchte Putin, sein eigentliches großes
außenpolitisches Ziel zu realisieren: die Schaffung
einer neuen Union mit der Ukraine, Belarus und Kasachstan.
Die orangefarbene Revolution machte ihm einen Strich durch
die Rechnung. Jetzt sollte Putin darauf achten, dass seine
Außenpolitik nicht in Kollision mit dem Westen
gerät, was ein Ende der Europäisierung Russlands
bedeuten würde. [pdf]
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Ukraine: „Und jetzt: action!“ Die
Aktionspläne der Europäischen
Nachbarschaftspolitik
von Eckart D. Stratenschulte, in: Osteuropa 2, Februar 2005, S.
15-23
Kritische Auseinandersetzung mit den ersten
Aktionsplänen am Beispiel Ukraine und Moldova. Es
mangelt vor allem an der nötigen
Prioritätensetzung, einem zeitlichen Fahrplan, der
konsequenten Anwendung des Prinzips der Konditionierung und
überzeugenden Anreizen, so Stratenschulte. [pdf]
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Die palliative Ukrainepolitik der EU - Ein Plädoyer
für ein neues Denken
von Winfried Schneider-Deters, in: Osteuropa 1, Januar
2005, S. 50-63
Wohin steuert die Ukraine? Mit der orangenen Revolution
hatte sich das Land auf Westkurs begeben und seinen
Anspruch auf eine EU-Mitgliedschaft angemeldet. Die
Europäische Nachbarschaftspolitik empfindet man in
Kiew als Degradierung. Gemäß ihrer eigenen Ziele
ist die EU in der Pflicht, die sich demokratisierende
Ukraine zu unterstützen. Die Haltung der Gemeinschaft
ist allerdings von Uneinigkeit und Unentschlossenheit
gekennzeichnet. Die selbst in zwei Teile zerfallende
Ukraine ist ein geopolitischer Zankapfel zwischen Russland
und dem Westen
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European Neighbourhood Policy: Strategy or Placebo?
von Michael Emerson, in: CEPS Working Document 215, November
2004
Mit der ENP sucht die EU einen Ausweg aus dem Dilemma
zwischen drohender Überdehnung und
grundsätzlicher Offenheit gegenüber allen
europäischen Demokratien. Es ist noch keine Balance
gefunden zwischen Verpflichtungen der Nachbarn und
EU-Engagement. Eine Schwäche der ENP liegt auch in der
institutionellen Struktur der EU. [pdf]
-
EU-Europa versus EU-Ost
von Alexander Rahr, in: GUS-Barometer 36, September 2004, S.
1-6
Im postsowjetischen Raum bahnen sich ernsthafte Konflikte
zwischen Russland auf der einen und der EU und Amerika auf
der anderen Seite an. Misstrauisch beobachtet Moskau die
neue Nachbarschaftsstrategie der EU Richtung Osten, in der
in Bezug auf Länder wie Ukraine, Belarus, Moldawien,
Georgien von einem neuen "Nahen Ausland" der EU gesprochen
wird. Bislang betrachtete Moskau diese Länder als sein
exklusives "Nahes Ausland". [pdf]
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Neues Denken für ein Großes Europa
von Iris Kempe, Wim van Meurs, in: Osteuropa 8, August
2003, S. 1149-1157
Beitrag aus der Anfangsphase der ENP mit einer
Zwischenbilanz. Die Nachbarschaftspolitik muss sowohl die
Erweiterungslogik wie auch den institutionellen Rahmen der
EU überwinden. [pdf]
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Looking after the Neighbourhood: Responsibilities for the
EU-25
von William Wallace, in: Notre Europe, Policy
Paper 4, Juli 2003
Einführung in die Grundgedanken und Entstehung der
Nachbarschaftspolitik. Nach Ausdehnung des Raums der
Stabilität und Prosperität mit dem Instrument der
Erweiterung will die EU dieses Ziel jetzt mit einem
alternativen Kooperationsangebot erreichen. Eine
kohärente Strategie gegenüber den Nachbarn stellt
das Kernelement der GASP dar. [pdf]
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