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Analysen
Analysen zu Energie und Ressourcen
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Die Zukunft der Stromerzeugung
von Gerhard Jochum und Wolfgang Pfaffenberger, in: Aus
Politik und Zeitgeschichte 13, 27. März 2006, S.
19-26
Wie sieht unsere „Stromzukunft“ aus?
Rahmenbedingungen und Szenarien zur Schließung der
„Bedarfslücke“ werden skizziert. Enorme
Investitionen in den alternden Kraftwerkspark sind
erforderlich. Die steigende Importabhängigkeit von
fossilen Brennstoffen, die Bedrohung der Liefersicherheit
und die Preisrisiken der Rohstoffmärkte gebieten eine
Diversifizierung der Energieträger und
Lieferländer sowie die Stärkung des
europäischen Rahmens. Dabei gilt es, den Weg zu
offenen Märkten und mehr Wettbewerb als
durchgängiges Grundprinzip der gesamten
Stromwirtschaft fortzusetzen. Auch Energieeffizienz und
Klimaschutzaspekte spielen eine immer wichtigere
Rolle.
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Die Politik der USA, der EU und Chinas in Zentralasien
von Mehdi P. Amineh, in:
Aus Politik und Zeitgeschichte 4, 23. Januar 2006, S.
11-18.
Seit dem Untergang der bipolaren Ordnung ist das
Weltstaatensystem wieder in Bewegung. Die Region
Zentralasien rückt dabei verstärkt ins Blickfeld
der großen Mächte. Die USA als wichtigster
Akteur, das aufsteigende China und die benachbarte EU
treffen hier aufeinander in ihrem Ringen um die um die
„Quellen der Macht“. Noch auf Jahrzehnte werden
die fossilen Brennstoffe der Hauptenergieträger der
Weltwirtschaft sein und ein entscheidender Faktor für
die weltweite Sicherheit. In der Auseinandersetzung um
Ressourcen und Einflusssphären werden unter
Einbeziehung Russlands neue Allianzen zur Ausbalancierung
der amerikanischen Position geschmiedet.
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Machtspiele um die kaspische Energie?
von Friedemann Müller, in: Aus Politik und
Zeitgeschichte 4, 23. Januar 2006, S. 3-10.
Die kaspische Region ist aufgrund ihrer Energieressourcen
seit 150 Jahren ein begehrter Ort. Vor allem in den
vergangenen zehn Jahren mischten sich äußere
Mächte in die Transportinfrastruktur für
kaspische Energie massiv ein, denn die Region verfügt
über keinen Zugang zum Weltmeer. Die USA, Russland und
auch China brachten ihre Interessen intensiv zum
Ausdruck.
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Security Implications of Russian Energy Policies
von Keith C. Smith, in: CEPS
Policy Briefs 90, Januar 2006.
Der „Gaskonflikt“ zum Jahreswechsel 2005/2006
zwischen Russland und der Ukraine markiert nicht etwa eine
außen- und energiepolitische Wende Moskaus. Bereits
seit Anfang der 1990er Jahre, so der Autor, nutzt Russland
seine starke Position als ressourcenreiches Land, um die
Außen- und Sicherheitspolitik seiner Nachbarn zu
beeinflussen. Die USA und die EU werden sich erst langsam
des Risikos bewußt, das die Energiepolitik des Kremls
für Europa und vor allem für die neuen
unabhängigen Staaten bedeutet. Das Verhalten der
russischen Führung laufe zudem den langfristigen
Interessen Russlands zuwider.[pdf]
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Russian Oil and EU Energy Security
Andrew Monaghan, in: The Defence Academy of the United
Kingdom, 15. November 2005
"Energiesicherheit" und "Russland": Die Verbindung beider
Themen wird meist mit einer erhöhten Bedrohung
assoziiert. Aber was für eine Bedrohung? Fundierte
Analyse sollte an die Stelle von Mythen und obskurem
Misstrauen treten. Die energielastige russische Wirtschaft
ist abhängiger von Lieferungen an die EU als die EU
vom russischen Öl und wäre der größte
Verlierer eines "cut off". Würde die EU ihre
Rohstoffimporte aus Russland weiter steigern, verfügte
sie über ein noch größeres Druckmittel. Die
Annäherung zwischen Russland und der OPEC sollte man
allerdings genau im Auge behalten.
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Europäische und deutsche Energieversorgungssicherheit
am Scheideweg
von Frank Umbach, in: Energiewirtschaftliche Tagesfragen,
September 2005, S. 629-639
Der internationale Energiemarkt wird immer mehr von
unilateralen Interessen bestimmt. Insbesondere der
Energiehunger Chinas und Indiens erzwingt einen neuen
Blickwinkel auf die weltweite Rohstoffsituation.[pdf]
- Privatizing OPEC: A Property Rights Perspective
von Mohammed Akacem und Dennis D. Miller, in: Berichte der
IWVWW 152, März 2005, S. 70-80
Trotz ihres Ölreichtums ist die gesamtwirtschaftliche
Performance der OPEC-Länder schlechter als die
vergleichbarer, aber ressourcenärmerer Staaten. Die
Autoren plädieren für eine Privatisierung der
staatlichen Erdölindustrie, wobei der jeweiligen
Bevölkerung Anteile der Aktien zustehen würde.
Dieses verringere die wirtschaftliche Ungleichheit und
erhöhe die Legitimation der Regierungen, die Staaten
würden sozial und politisch stabiler, der Reichtum auf
eine breitere Basis gestellt.
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Freshwater Sources, Security and Conflict: An Overview of
Linkages
von Bjørn Møller, in: Jannik Boesen und
Helle Munk Ravnborg (Hg.): From Water 'Wars' to Water
'Riots'? - Lessons from Transboundary Water Management,
Danish Institute for
International Studies Working Paper 2004/6, S.
18-46.
Die Ressource Wasser entwickelt sich zu einem immer
wichtigeren Faktor in der internationalen
Sicherheitspolitik. Wasser kann nicht nur eine direkte
Konfliktursache sein, sondern es kann sich auch zu einem
indirekten Sicherheitsproblem entwickeln: Wassermangel als
Drohkulisse birgt ein erhebliches Konfliktpotential. Der
Autor analysiert den Zusammenhang von Wasserproblemen und
Konflikten und skizziert Lösungsansätze, die
kriegerische Auseinandersetzungen um diese Ressource
verhindern könnten.
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From water "wars" to water "riots"?: Lessons about
trans-boundary water-related conflict and
cooperation
von Helle Munk Ravnborg
in: Helle Munk Ravnborg (Hg.): Water and conflict,
Conflict prevention and mitigation in water resources
management, Danish Institute for International Studies,
DIIS Report 2004/2, S. 17-29
Ähnlich vergangenen Kämpfen um die Ressource
Öl werden im allgemeinen internationale Konflikte um
Wasser erwartet. Aber Wasserknappheit wird künftig
weniger zu zwischenstaatlichen Spannungen oder gar
kriegerischen Auseinandersetzungen führen als vielmehr
zum Ausbruch innerstaatlicher politischer und sozialer
Spannungen. Es gibt keinen allgemein gültigen kausalen
Zusammenhang zwischen Wasserknappheit und gesteigerter
internationaler Unsicherheit. Im Gegenteil führt die
internationale Verteilung der Ressource Wasser sogar
häufig zu zwischenstaatlicher Kooperation.
- Geopolitics Reborn: The Global Struggle over Oil and
Gas Pipelines
von Michael T. Klare, in: Current History 103, Dezember
2004, S. 428-433
Auch aufgrund des weltweit stark wachsenden Energiebedarfs
verlagert sich der Schwerpunkt der Erdöl- und
Erdgasförderung in immer entlegenere Regionen. Die
Kontrolle über Pipelines erhält dadurch eine
verstärkte politische Bedeutung, geopolitische
Erwägungen bezüglich der Transport- und
Versorgungssicherheit von Ressourcen bestimmen mehr und
mehr die Agenda internationaler Beziehungen.
- OPEC's Dominance of the Global Oil Market: The Rise of
the World's Dependency on Oil
von Euclid A. Rose, in: The Middle East Journal 58, Juli
2004, S. 424-443
Beschreibung der Entwicklung des Energiemarktes und der
Rolle der OPEC seit 1960
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Global Energy Supply and Geopolitical Challenges
von Frank Umbach, in: Francois Godement u.A.(Hg.), "Asia
and Europe. Cooperating for Energy Security", 2004, S.
137-168
Um Versorgungssicherheit zu garantieren müssen Asien
und Europa in sicherheitspolitischen Fragen kooperieren.
[pdf]
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Das Menschenrecht auf Wasser unter den Bedingungen der
Handelsliberalisierung und Privatisierung
von Nils Rosemann, in: FES Gewerkschaften
International, November 2003
Hochrechnungen zufolge werden im Jahr 2025 ca. 35% der
Weltbevölkerung unter Wasserknappheit leiden. Dieses
betrifft vor allem die Bewohner der
Entwicklungsländer. Theoretisch sind jedoch weltweit
die Grundwasservorkommen ausreichend, um die
Trinkwasserversorgung aller Menschen sicherzustellen.
Deshalb erfordert die Problematik der Wasserknappheit und
der ungleichen Wasserversorgung globale Lösungen. Die
Anerkennung eines „Menschenrechts auf Wasser“
würde die Entscheidungsträger aller Staaten und
Institutionen in die Verantwortung nehmen, ein
größtmögliches Maß an
Bedürfnisbefriedigung zu erreichen.[pdf]
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Caspian pipeline powers Kazakhstan`s oil export
von Mark Berniker, in: Eurasianet, 25. Februar
2002
Wenn Tengiz, Kaschagan und die anderen kleinen
Ölfelder sich wie erwartet entwickeln, kann Kasachstan
in den nächsten Jahren eine der fünf
größten ölexportierenden Mächte der
Welt werden.
- Lenkungsmöglichkeiten und Marktmacht des
OPEC-Kartells
von Jörg Adolf, in: Wirtschaftsdienst 82, Februar
2002, S. 102-106
Der Autor untersucht das Konzept des Preisband-Mechanismus
und die Marktlage der OPEC, um die
Lenkungsmöglichkeiten und die Marktmacht des
OPEC-Kartells auszuwerten. Selbst wenn alle
Mitgliedsstaaten eng kooperieren würden sind die
Möglichkeiten des Kartells, den gesamten Ölmarkt
zu lenken, sehr begrenzt.
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Energieressourcen im Kaspischen Meer
von Alexander Rahr, in: Internationale Politik, Januar
2001, S. 37-42
Die Ölreserven des Kaspischen Meeres stellen keine
ernsthafte Alternative zu den bisherigen traditionellen
Ölförderregionen dar. Dennoch ist die Region aus
geopolitischen Erwägungen für die globale
Energiesicherung von größter Wichtigkeit,
hauptsächlich für die Hauptakteure im
"Großen Spiel", den russischen und den amerikanischen
Präsidenten.
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Chinas Energiepolitik - Globale Dimensionen und
Auswirkungen
von Frank Umbach, in: Internationale Politik, Januar 2001,
S. 43-48
Die wachsende Diskrepanz zwischen einem rapide steigenden
Energiebedarf und fehlenden Rohöl- und
Erdgasvorräten ist für China zu einer
entscheidenden Frage geworden. Auch die internationale
Gemeinschaft hat ein strategisches Interesse an der
Lösung dieser Energieprobleme: Je sicherer sich China
fühlt, desto sicherer werden sich auch seine
Nachbarstaaten und der Rest der Welt fühlen.
- OPEC and other commodity cartels: a comparison
von A.F. Alhajji und David Huettner, in: Energy Policy 28,
Dezember 2000, S. 1151-1164
Oft wird die OPEC als Musterbeispiel für das
wirtschaftliche Funktionieren eines Rohstoffkartells
beschrieben. Ausgehend von einer wirtschaftstheoretischen
Analyse behaupten die Autoren, dass die OPEC jedoch die
Kriterien für ein Kartell nicht erfülle. Die
Verhaltungsweisen der OPEC ließen sich am Besten
erklären, wenn man die Mitgliedsstaaten individuell
betrachte.