Tabea Häberlein
Globalisierung als Gesamtphänomen zu betrachten, ist schlichtweg unmöglich. Um ihre spezifische Wirkungsweise auf die Länder des Südens trennscharf heraus zu arbeiten, werden in dieser Arbeit verschiedene Themen angeschnitten und weitgehend für sich behandelt. Die Auswahl ist unvollständig, so fehlen beispielsweise die Auswirkungen der Globalisierung auf internationale Sicherheit, Terrorismus und Kriminalität, Umwelt sowie eine genderspezifische Betrachtung.
Ausgehend von der Beobachtung, dass sich die Debatte über die Globalisierung aufgrund der zunehmenden ökonomischen Interdependenzen entwickelte, wird auch hier versucht, zunächst einen Überblick über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Globalisierung auf den „Süden“ zu geben.
Als Ausgangspunkt für die wirtschaftliche Globalisierung wird die weltweite „Neoliberalisierung“ der Wirtschaft vor allem in den 1990er Jahren angesehen.[9] Spätestens mit dem Wegfall der Zweiteilung der Welt nach 1990 ergab sich ein Globalisierungsschub, der mit – je nach persönlicher Auffassung – einem weitgehenden Regelverlust oder einer Neuregelung der Weltwirtschaft einherging. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Umbruchsituation, aufgrund der die Weltwirtschaftsordnung eines neuen regulativen Rahmens bedarf. Von dieser Ausgangslage aus wird auch in dieser kurzen Betrachtung der regulationstheoretische Aspekt hervorgehoben.[10]
Bei den Auswirkungen der Globalisierung in wirtschaftlicher Hinsicht wird auf verschiedenen Ebenen argumentiert: Es geht um Folgen auf den Schauplätzen der Finanz- und Kapital-, Güter- oder Arbeitsmärkte. In folgender Tabelle lässt sich über die Jahre hinweg erkennen, wie sehr sich Charakter und Instrumentarien der Nettokapitalzuflüsse in die sog. Entwicklungsländer verändert haben:
Tabelle 1: Nettokapitalzuflüsse in Entwicklungsländer
(In Prozent des BSP der Entwicklungsländer)
|
1975-1982 |
1983-1989 |
1990-1998 | |
|
Gesamter Nettokapitalzufluss |
4,91 |
2,87 |
5,00 |
|
Offiziell |
1,58 |
1,57 |
1,03 |
|
Privat |
3.33 |
1,29 |
3,97 |
|
FDI |
0,42 |
0,55 |
2,21 |
|
Portfolio |
0,00 |
0,02 |
0,54 |
|
Bankkredite |
2,46 |
0,44 |
1,17 |
|
Nettokapitaltransfer |
2,48 |
-0,26 |
2,65 |
Quelle: Nübler 2003:4 nach United Nations 2002.
Besonderen Zuwachs kann man in den Bereichen der kurzfristigen Kapitalanlagen (wie Portfolio) und in besonderem Maße für Auslandsdirektinvestitionen erkennen. Außerdem zeigt sich eine rückläufige Entwicklung der offiziellen und eine Wiederzunahme der privaten Kapitalzuflüsse.
Die Öffnung der Märkte ist ein wichtiges Kriterium, das die wirtschaftliche Globalisierung vorantrieb. Dabei verhielten sich die Länder des Südens unterschiedlich: Lateinamerika vollzog in den 1980er Jahren eine sehr schnelle Liberalisierung seiner Märkte. In Asien gab es hinsichtlich der Marktöffnung keine Homogenität: Die „Tigerstaaten“ bauten beispielsweise ihre Zollschranken bis etwa Mitte der 1990er Jahre stufenweise ab und öffneten sich somit dem Weltmarkt erst allmählich. Die postsozialistischen Staaten durchlebten seit Beginn der 1990er Jahre eine Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft. Hier wurde zu Gunsten der Wettbewerbsfähigkeit häufig ein absoluter Ausverkauf der (nationalen) Wirtschaft betrieben. An Afrika hat die Weltwirtschaft, mit wenigen Ausnahmen im Primärgütersektor, nach wie vor kaum Interesse.
Im folgenden sollen die Bereiche der kurzfristigen Kapitalströme und die der Auslandsdirektinvestitionen, beide vorwiegend dem Bereich der privaten Investitionen zuzurechnen, näher beleuchtet werden. Diese beiden Instrumentarien der Finanz- und Kapitalmärkte werden in der Debatte über Globalisierung am häufigsten zitiert. Im Anschluss daran gilt das Augenmerk der Entwicklung der Armut in den Ländern des Südens. Zuletzt folgt ein Blick auf den Handel und den regulativen Rahmen innerhalb des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Welthandelsorganisation (WTO).
Besonders auf den Finanz- und Kapitalmärkten findet im Zuge der Globalisierung eine besonders starke Liberalisierung statt: „Die Globalisierung der Finanzmärkte wurde durch den Einsatz moderner Informations-, Kommunikations- und Computertechnologie, Innovationen in den Finanzierungsinstrumenten sowie die steigende Bedeutung institutioneller Anleger vorangetrieben. Schließlich beseitigte die Liberalisierung des Kapitalverkehrs Zugangsschranken für ausländische Finanzinstitute“[11]
Seit 1970 fand eine Verzwanzigfachung der weltweiten Devisenumsätze auf etwa 1,5 Billionen US$ täglich statt.[12] Dieser drastische Zuwachs der internationalen Kapitalmobilität geht auch mit einer zunehmenden Häufigkeit von (nationalen oder regionalen) Finanzkrisen einher.[13] Nunnenkamp argumentiert, dass die Krisen auch aus der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik resultieren. Jedoch vertreten die Länder des Südens nicht die Forderung nach einer Begrenzung der internationalen Kapitalmobilität. Im allgemeinen werden von ihnen die Chancen für das Wirtschaftswachstum höher bewertet als die Risiken.[14] Hier bleibt jedoch anzumerken, dass der Einfluss des IWF auf die Wahl der nationalen Geldpolitik bei dieser Argumentation vernachlässigt wird. Stiglitz erklärt, dass die Länder des Südens unter Kreditdruck zu bestimmten Geldpolitiken gedrängt werden, wie dies in der Asienkrise und auch im Falle Argentiniens geschah.[15]
Die betriebenen wechselkurspolitischen Extremlösungen von Seiten einzelner Länder des Südens, wie flexible Wechselkurspolitik, Dollarisierung oder Verzicht auf geldpolitische Autonomie, gelten als krisenanfällige Zwischenlösungen.[16] In der Kombination mit kurzfristigen Portfolioinvestitionen und den Auswirkungen der „realtime reactions“[17] im internationalen Finanzmarkt können die Finanzkrisen entstehen, die zur Ausweitung der Armut und Zunahme der Ungleichverteilung führen.[18]
Auf der Ebene der Kapitalströme seitens Wirtschaftsunternehmen aus Industrieländern sind Auslandsdirektinvestitionen (Foreign Directinvestment, FDI) das meist beachtete Instrumentarium in der Diskussion um wirtschaftliche Globalisierung: Traditionelle Direktinvestitionen gelten in ihrer Gewinnorientierung als rein marktorientiert und richten sich somit nach Bevölkerung und Pro-Kopf-Einkommen im Gastland. Nicht-traditionelle Direktinvestitionen arbeiten hingegen effizienzorientiert. Das bedeutet, dass der Aspekt der komplementären Produktionsfaktoren wie Ausbildung und Qualifikation der Arbeitskräfte im Gastland zunimmt.[19] Am Beispiel der Region Bangalore (Indien) wird argumentiert, dass sich die Motivationen für Direktinvestitionen zu Gunsten der nicht-traditionellen gewandelt haben: Hier werden Softwareprodukte entwickelt, die jedoch nicht für den lokalen Markt produziert werden, sondern zunächst Lohnkosten und mittlerweile auch das Humankapital Qualifikation der Arbeitnehmer als Standortfaktoren der Produktion berücksichtigen.[20]
Die Zunahme der Direktinvestitionen in die Länder des Südens in den 1990er Jahren korreliert jedoch nach den Untersuchungen von Nunnenkamp et al. nicht mit einer Veränderung von den traditionellen hin zu den nicht-traditionellen Bestimmungsgründen. Im folgenden werden die Untersuchungen von Nunnenkamp für Deutschland dargestellt. Sie lassen sich aber auch, in schwächerer Form, für die Industrieländer im allgemeinen belegen. [21]
Diagramm 1: Deutsche Direktinvestitionsbestände in Entwicklungs- und Reformländern: Verteilung nach regionaler Zugehörigkeit der Gastländer, 1989 und 2000


Quelle: Nunnenkamp (2002b:20) nach Deutsche Bundesbank
An diesem Schaubild läßt sich erkennen, dass nach 1990 vor allem die Direktinvestitionen in der Region Europa stark zugenommen haben. Diese Zunahme der deutschen Direktinvestitionen ist vorwiegend auf das Engagement in den mitteleuropäischen Reformländern nach deren politischer und wirtschaftlicher Öffnung zurückzuführen. Auch Ostasien erfuhr einen Bedeutungszuwachs, der sich jedoch im Besonderen auf die Öffnung Chinas zurückführen lässt. Nunnenkamp argumentiert, dass sämtliche Verschiebungen der deutschen Direktinvestitionen, auch die fallende Bedeutung Lateinamerikas, aus der Zu- bzw. Abnahme der jeweiligen Gastregion als potenzieller Markt resultiert.[22]
Auch die beiden folgenden Diagramme verdeutlichen die traditionellen Determinanten der deutschen Direktinvestitionen in anderen Ländern: Mit abnehmender Tendenz scheinen die Größe und – unverändert – die Kaufkraft der Märkte in den Gastländern scheinen noch immer das herausragende Motiv zu sein.
Diagramm 2: Deutsche Direktinvestitionsbestände in Entwicklungs- und Reformländern: Verteilung nach Bevölkerungsgröße der Gastländer, 1989 und 2000


Quelle: Nunnenkamp (2002b:25) nach Deutsche Bundesbank
Diagramm 3: Deutsche Direktinvestitionsbestände in Entwicklungs- und Reformländern: Verteilung nach Pro-Kopf-Einkommen der Gastländer[23], 1989 und 2000


Quelle: Nunnenkamp (2002b:25) nach Deutsche Bundesbank
Für die Länder des Südens hat dies konkrete Auswirkungen: Gegen die weithin vertretene These, dass Auslandsdirektinvestitionen vorwiegend positive Effekte für das Gastland haben, argumentiert Nübler, dass Direktinvestitionen mit Verdrängung, Übernahmen, Zusammenschlüssen von (privatisierten) Betrieben und damit dem Freistellen von Arbeitskräften einher gehen können. Positive Auswirkungen sieht die Autorin vor allem für die Mitte der Einkommensverteilung, wie sie für die zweite Generation der maquiladoras in Mexiko entlang der US-amerikanischen Grenze oder für Firmen in vorwiegend humankapitalintensiven Bereichen in ostasiatischen Ländern aufzeigt.[24]
Auch die insgesamte Verteilung von Auslandsdirektinvestitionen aus Industrieländern auf die Länder des Südens ist äußerst inhomogen: Seit 1999 sinken in Lateinamerika die Direktinvestitionen, was auf den Rückgang der FDI in der Telekommunikationsindustrie zurückzuführen ist. In Asien zentrieren sich ein viertel der FDI der Region auf China, Indonesien und Malaysia erfuhren einen Einbruch im Bereich der FDI. Afrika gilt als Verlierer, Direktinvestitionen werden lediglich im Sektor der Primärgüter (Öl, Gas und Bergbau) getätigt.[25]
Entgegen der Analyse von Dollar und Kraay[26], die besagt, Globalisierung bringe nur positive Effekte bezüglich der Armutsbekämpfung, ergibt sich hinsichtlich der Armuts- und Verteilungswirkung von Globalisierung realiter ein gemischtes Bild. Durch die Ungleichverteilung des Wachstums[27] folgt eine Herausbildung von neuen gesellschaftlichen Fragmentierungen, die sich in den Gesamtstatistiken nicht wiederfinden lassen.
Auch den Darstellungen von Mummert und Sell[28] ist zu entnehmen, dass mit der Globalisierung weltweit – bis auf die gegenteilige Auswirkung in Afrika – tatsächlich ein Rückgang der Armut zu verzeichnen ist. Vor dem Hintergrund, dass nationale Geldpolitiken aufgrund der wirtschaftlichen Globalisierung krisenanfälliger werden, zeigt sich jedoch auch eine gegenläufige Entwicklung: Innerhalb der asiatischen Staaten, die Ende der 1990er Jahre in besonderem Maße finanziellen Krisen ausgeliefert waren, ist sogar eine Zunahme der Armut als Folge der Krise zu verzeichnen – auch wenn sich die nationale Finanzwirtschaft wieder erholen konnte:
Tabelle 2: Wirkung der Krisen auf Armut
|
Land und Krisenjahr |
Anteil der Armen | |
|
Indonesien (1998) |
1997 |
11,0 |
|
1998 |
13,8 | |
|
1998* |
19,9 | |
|
Korea (1998) |
1997 |
2,6 |
|
1998 |
7,3 | |
|
Malaysia (1998) |
1997 |
8,2 |
|
1998 |
10,4 | |
|
Thailand (1997) |
1997 |
9,8 |
|
1998 |
12,9 | |
|
Mexiko (1995) |
1994 |
11 |
|
1996 |
17 | |
*Deflationierung entsprechend der Preisdaten von Indonesia Family Life Survey 2+.
Quelle: Nübler (2003:22) nach Fallon und Lucas (2002), Baldacci, de Mello und Inchauste (2002).
Im Sinne der nachholenden Entwicklung fordert Elsenhans, dass sich die Entwicklungspolitik „ausschließlich auf Armutsbekämpfung konzentrieren“ sollte, da „Wachstum von den Marktkräften hervorgebracht wird“[29]. Seinem Ansatz ist jedoch nicht zu entnehmen, auf welche Weise diese Bekämpfung stattfinden solle. Im allgemeinen wird mittlerweile die Förderung von Institutionen zur Bekämpfung der Armut als Strategie verfolgt – mit dem Ziel, die Ungleichverteilung durch die Stärkung institutioneller Akteure gering zu halten.[30]
Allgemein gilt das Konzept, dass mit der Stärkung des Exportsektors und dem wirtschaftlichen Wachstum die Armut geringer wird. Für Lateinamerika lässt sich jedoch feststellen, dass zwar ein erfolgreiches Konzept bei der Diversifizierung seiner industriellen Exporte gefunden wurde, jedoch nicht bei der Überwindung seiner Marginalität. Auch für Asien zeigt sich, dass der Kausalzusammenhang nicht unbedingt gegeben ist: Mit dem Beispiel der Philippinen zeigt Elsenhans, dass eine Verflechtung des Exportsektors und dem Rest der Wirtschaft nicht notwendigerweise gegeben ist. In Ländern mit ungleicher Bodenverteilung kommt es nicht zur Absorption von Marginalität.[31]
Jedoch gibt es auch folgendes zu bedenken: Nach den Statistiken ein „wirtschaftlicher Verlierer“ auf dem Weltmarkt zu sein, bedeutet für die Bevölkerung nicht automatisch ein Leben in absoluter Armut. Wenn innerhalb eines Staates eine intakte Subsistenzwirtschaft als Grundlage für eine Marktproduktion beibehalten werden kann, und diese mit ihren Determinanten verfassungsrechtlich geschützt würde, so argumentiert Hennings für Westsamoa, könnte das Aufklaffen der Schere der relativen Armut in Grenzen gehalten werden.[32]
Es lässt sich also feststellen, dass auch die Wirkung der Globalisierung auf die Entwicklung der Armut in den Ländern des Südens einer differenzierteren Betrachtung bedarf. Und auch hier besteht, im Zuge der zunehmenden weltwirtschaftlichen Verflechtung und der Entwicklung eines institutionellen Rahmens, Handlungsbedarf – sowohl von internationaler als auch von nationaler Seite.
Aufgrund der offenkundigen Ungleichverteilung innerhalb der internationalen Wirtschaftsbeziehungen entstehen auf dem Gebiet der Entwicklung eines weltweit gültigen regulativen Rahmens eine Vielzahl an Reaktions- und Lösungsansätzen. Hier sollen einige davon benannt werden:
So soll z.B. die Erstellung von „Reports on the Observance of Standards and Codes“ (ROSCs) die Einhaltung von Normen und Verhaltensweisen in der internationalen Finanzarchitektur gewährleisten. Die Länder des Südens sind damit aber in technischer Hinsicht aufgrund ihrer mangelnden administrativen Kapazitäten oft überfordert.[33] Im weiteren herrscht bereits seit einiger Zeit die Diskussion über die Einführung der Tobin-Steuer (Devisenumsatzsteuer).[34] Beiden Lösungsansätzen sind jedoch die weiterhin offenen Probleme der Legitimation für alle Staaten und der Ahndung bei Verstoß als bislang ungelöste Komponenten der Regulierungsmaßnahmen vorzuwerfen.
Die Institutionen, die bereits zur Wahrung der weltwirtschaftlichen Regularien geschaffen wurden, nämlich WTO und IWF, konnten innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten jedoch noch keine abschließende Einigung bezüglich ihrer Mitspracherechte erzielen.
Tabelle 3: IWF-Quoten ausgewählter Länder und Ländergruppen und ihr wirtschaftliches Gewicht
|
Quote[35] |
Anteil am Welteinkommen[36] | |
|
EU |
30,3 |
20,3 |
|
Japan |
6,3 |
7,6 |
|
Vereinigte Staaten |
17,5 |
21,9 |
|
Andere Industrieländer[37] |
7,9 |
4,3 |
|
Afrika |
6,3 |
3,2 |
|
China |
3,0 |
11,2 |
|
Indien |
2,0 |
4,6 |
|
Sonstige asiatische Entwicklungs- und Schwellenländer[38] |
5,3 |
8,7 |
|
Lateinamerika |
7,5 |
8,4 |
|
Transformationsländer |
7,6 |
5,8 |
|
Alle Entwicklungs- Schwellen- und Transformationsländer |
38,0 |
45,9 |
Quelle: Nunnenkamp (2001:42) nach IWF (2001)
Nunnenkamp erklärt anhand dieser Darstellung, dass sowohl die Vereinigten Staaten, aber auch die Gruppe der Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländer unterrepräsentiert sind.[39] Dem sei jedoch hinzugefügt, dass die Vereinigten Staaten als Einzelstaat die höchste Quote überhaupt innehaben. Zusammengenommen verfügt die „Triade“, bestehend aus den Vereinigten Staaten, der EU und Japan, über ein überproportionales Stimmgewicht gegenüber den Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern.[40]
Auch innerhalb der WTO werden den Ländern des Südens, trotz ihrer Überlegenheit sowohl in der Anzahl der Teilnehmerstaaten als auch ihres absoluten Bevölkerungsanteils, wenig Mitspracherechte eingeräumt. Die allgemein herrschenden und für die Gruppe der Länder des Südens schlechten „terms of trade“[41] konnten auch beim internationalen WTO-Treffen in Cancún (Mexiko) im Jahre 2003 nicht neu reglementiert werden: Die notwendige Marktöffnung für Exporte der Länder des Südens[42] für landwirtschaftliche Produkte und somit der Abbau der protektionistischen und subventionistischen Handelspolitik seitens der Industrieländer konnte bislang noch nicht erreicht werden.[43]
Tabelle 4: Protektion, Handel und Wachstum
|
Exporte in Prozent des BSP |
Durchschnittliches jährliches Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens (Prozent) | |||
|
1990 |
2000 |
1990-1995 |
1995-2000 | |
|
Bangladesch |
6 |
14 |
3,4 |
3,7 |
|
China |
18 |
26 |
8,6 |
8,7 |
|
Elfenbeinküste |
32 |
46 |
-3,4 |
3,3 |
|
Indien |
7 |
14 |
2,6 |
4,4 |
|
Kamerun |
20 |
31 |
-7,2 |
2,1 |
|
Mali |
17 |
25 |
-1,8 |
2,3 |
|
Philippinen |
28 |
56 |
-0,6 |
2,8* |
|
Thailand |
34 |
67 |
6,0 |
6,4** |
* 1995-1997 (Krise 1998) ; ** 1995-1996 (Krise 1997)
Quelle: Nübler (2003:11) nach Human Development Report (2001); Dollar und Kraay (2001).
Im allgemeinen lässt sich feststellen, dass diejenigen Länder, die sich zu einer schnellen und vollständigen Liberalisierung ihrer Märkte entschlossen, nun im Welthandelsgeschehen häufig benachteiligt sind: Im Gegensatz zu denjenigen, die eine schrittweise Öffnung vollzogen, konnte sich das Pro-Kopf-Einkommen im Land nicht in gleichem Maße wie das Außenhandelsvolumen steigern. Jedoch reagierten sie, laut Wahl (ATTAC), mit ihrer Öffnung auf den wachsenden Druck der Industriestaaten, die proklamierten, der freie Welthandel sei der Motor für wirtschaftliche Entwicklung.[44] Die massivsten wirtschaftlichen Probleme haben jedoch die Länder, die sich bislang dem Weltmarkt gar nicht öffneten (z.B. Staaten im subsaharischen Afrika).
Innerhalb der WTO formierte sich die „Gruppe der 21“[45], der neben Indien unter anderem China, Brasilien und Argentinien angehören. Zusammen repräsentiert die G 21 mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und zwei Drittel der Bauern weltweit. Mit diesem Bündnis wird von Seiten des „Südens“ versucht, sich gegenüber den Industrieländern mehr Gehör und Dominanz zu verschaffen. Ob dieser Zusammenschluss einmaligen Charakter hat oder ob er zu einer Verfestigung von Blöcken führt, bleibt abzuwarten.
Wie aus den obigen Ausführungen folgt, kann man nicht uneingeschränkt von einer allumfassenden Wandlung der wirtschaftlichen Beziehungen sprechen: Während sich für Kapitalströme ein deutlicher Zuwachs für den Zeitraum der Intensivierung der wirtschaftlichen Globalisierung verzeichnen lässt, stellt sich Nunnenkamp bezüglich der Auslandsdirektinvestitionen gegen die allgemein vertretene These, mit ihrem Anwachsen hätten sich auch ihre Motive verändert.
Die Ausgangslage der Länder des Südens, die zumeist reich an natürlichen Ressourcen sind, führt im allgemeinen nicht zu ihrem Vorteil, da sich der Abbau von Rohstoffen zumeist nicht in eine lokal wirksame und nachhaltige Wertschöpfung umwandeln lässt.[46] Jedoch konnten sich über die Ausbeutung der natürlichen Rohstoffe in den Ländern des Südens hinaus bestimmte Innovationssysteme konsolidieren. Hierzu zählen z. B. die Produktion mikroelektronischer Hardware (Irland, Schottland, Singapur, Malaysia, Thailand, Mexiko oder Costa Rica), die Herausbildung eines Produktionsstandortes für Automobile (wie in Osteuropa und Mexiko) oder die Spezialisierung auf Dienstleistungen wie „back-office services“ (Indien, Philippinen oder Jamaika).[47]
In Bezug auf die Herstellung eines neuen regulativen Rahmens der Weltwirtschaftsordnung muss noch viel Arbeit geleistet werden. Auch vor dem Hintergrund der proklamierten weltweiten Armutsbekämpfung erscheint dieses Vorhaben als ein besonders evidentes Anliegen. Die Gruppenbildungen[48] unter den Ländern des Südens lassen jedoch die Hoffnung keimen, dass die ungleiche Stimmenverteilung zugunsten der wirtschaftlich potenteren Industrieländer in den internationalen Wirtschaftsorganisationen IWF und WTO auf lange Sicht nicht beibehalten werden kann. Jedoch wird es vermutlich noch ein steiniger Weg zu einer allgemein akzeptablen Verteilungslösung sein.
Spielräume der globalisierten Wirtschaft sind noch immer, wenn auch in abnehmenden Maße, die Nationalstaaten. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung kleinerer Einheiten, also der Regionen innerhalb eines Staates, zu. Auch die länderübergreifende Regionalisierung in Form von wirtschaftlichen Zusammenschlüssen ist eine Reaktion auf zunehmende Globalisierung. Vor diesem Hintergrund stehen die Entwicklung der klein- wie großräumigen Regionen und insbesondere das etablierte Konzept „Nationalstaat“ in seiner Bedeutung als Wohlfahrtsspender zur Diskussion.
Ausgehend von der bereits thematisierten Auflösung von nationalstaatlichen und der Errichtung internationaler Regularien auf wirtschaftlicher Ebene[49] wird mit zunehmendem Maße die Gesamtauflösung des Konzeptes „Nationalstaat“ diskutiert: Der Nationalstaat als institutionelle Einheit ist, so Stokes, „heute oft zu klein, um die großen Probleme zu lösen, und zu groß, um die kleinen Probleme zu lösen“.[50] Es bleibt also abzuwarten, in wie weit sich in Zukunft die Entwicklung neuer politischer Steuerungspotentiale, also einer „global governance“ – über die altbekannten geopolitischen Interessen nationaler Akteure hinaus – heraus bilden werden.
Als evidentes Anliegen in der Entwicklungspolitik wird die Etablierung eines staatlichen oder zumindest zivilgesellschaftlich getragenen Wohlfahrtssystems angesehen. Jedoch werden die Auswirkungen der Globalisierung auf Wohlfahrt in den Ländern des Südens nicht durchweg negativ geschildert: Ausgehend von der Tatsache, dass der Aufbau einer „good governance“[51] und die Herausbildung allgemein akzeptierter Institutionen entscheidend sind für die Wohlfahrt, behauptet Rudra, dass durchaus potentielle Vorteile für den Wohlfahrtsstaat aus der Globalisierung gezogen werden könnten.[52] Dabei haben kleinere Staaten des Südens jedoch wesentlich größere Probleme, wirtschaftliche Vorteile aus der Globalisierung zu generieren.[53]
Der Grund dafür, dass Afrika gemeinhin als „Verlierer“ der Globalisierung angesehen wird, liegt in den allgemein schlechten Standortbedingungen (wie z.B. schlechte Ausbildung und Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung, schlechte Regierungsführung, regionale Konflikte bis hin zu Bürgerkriegen). Durch die weitergehende wirtschaftliche Marginalisierung vor dem Hintergrund der ohnehin schlechten Ausgangslage kann ein Staat eine Teufelsspirale geraten, indem eine schlechte Vorbedingung die nächste nach sich zieht.
Im Ursache-Wirkungs-Gefüge der Globalisierung auf Regionen ist Fragmentierung[54] auf verschiedenen Ebenen erkennbar. Scholz unterscheidet die heute in besonderem Maße „fragmentierte Welt“ wie folgt: Die „acting global cities“ beheimaten Kommandozentralen, High-Tech-Produktions- und Forschungs-Innovations-Zentren sowie fordistische Industriezonen. In den „affected“ oder „exposed global cities“ lassen sich High-Tech-Dienstleistungen, Auslagerungsindustrie, Billiglohn- und Konsumgüterproduktion, Kinderarbeit und ein verstärkter informeller Sektor sowie Freizeit- und Tourismusgewerbe finden. Die „new periphery“ stellt die „ausgegrenzte Restwelt“, das „Meer der Armut“ dar. Jedoch merkt der Autor an, dass diese Einteilung nicht statisch sei, sondern die verschiedenen „Fragmente“ miteinander in stetigem Wettbewerb zueinander stünden.[55] Eine so geartete gesellschaftliche und regionale Fragmentierung ist jedoch als sehr problematisch einzuschätzen, da mit ihr eine verstärkte Gefahr der Volatilität gegeben ist.[56] Ein weiteres Problemfeld eröffnet sich mit der zunehmenden Migration der arbeitsfähigen und gebildeten Schicht in globale Zentren, dem „brain drain“. Die Transformationsgesellschaften sind hierbei einem völlig neuen Prozess der „Peripherisierung“ im Inneren wie im Äußeren gegenübergestellt.[57]
Altvater wie auch Hein sehen eine Möglichkeit der Peripherie, diesen Prozessen entgegenzuwirken, in der Entwicklung einer „systemischen Wettbewerbsfähigkeit“.[58] Demnach müssen regionale Wettbewerbsvorteile identifiziert und mit einer Abstimmung der Faktoren auf Mikroebene bis Metaebene versehen werden.[59]
Die bereits bestehenden Kleinst-Netzwerke, die sich im informellen Sektor in marginalisierten Ländern zur Subsistenzsicherung herausgebildet haben („survival cluster“), sollten nach Hein verdichtet werden und somit durch verstärkte „Netzknotenpunkte“ die „Netzwerke der Akkumulation“ engmaschiger gestalten.[60] Jedoch ist auch hier von der Gefahr der Zunahme von Armut und Arbeitslosigkeit in den Lücken – also in der Peripherie – der sich ebenfalls verstärkenden Netzwerkstrukturen der globalen Akteure die Rede.[61]
Mit der Korrelationsanalyse von Nunnenkamp muss jedoch kritisch hinterfragt werden, in wieweit die Standortvorteile der Effizienz einzelner Regionen in der weltweiten Peripherie tatsächlich relevant sind.[62] Dass Globalisierung jedoch Einfluss auf die Entwicklung einzelner Regionen nehmen kann, ist spätestens nach dem Heranreifen des High-Tech-Zentrums Bengalore (Indien) sichtbar.
Auch auf länderübergreifender Ebene werden seit den 1970er Jahren in zunehmenden Maße Regionalisierungen favorisiert. Altvater zeigt auf, wie sich mit der Öffnung der nationalen Wirtschaft Blockbildungen verschiedener Art und Intensität herausbilden: Allen voran gilt das Beispiel der Europäischen Union mit ihrer voranschreitenden Integration bis hin zur Währungsunion.[63] Dementsprechend entwickeln sich der EU nachempfundene Blockbildungen, die zur kontrollierten Integration in den Welthandel von den Vereinten Nationen empfohlen werden, wie beispielsweise in den 1980er Jahren für Lateinamerika geschehen. Als Beispiele seien hier NAFTA, MERCOSUR in Lateinamerika, ECOWAS, SADC, PTA in Afrika und APEC, AFTA in Asien genannt. Trotz der Tatsache, dass bislang kein Zusammenschluss so erfolgreich ist wie die EU, vertritt Altvater die Meinung, dass nur länderübergreifende Regionalisierung gegen Marginalisierung wirken kann.[64]
Um das Phänomen Globalisierung in seiner Wirkungsweise auf die kleinste Einheit, den Menschen als Individuum und soziales Wesen, darzustellen, werden hier die Indikatoren Zivilgesellschaft und Kultur beleuchtet. Die soziokulturellen Auswirkungen des Globalisierungsprozesses werden auf diesen beiden Ebenen von zahlreichen Autoren behandelt.
Der Aufbau von Zivilgesellschaft und „good governance“ wird als wegbereitend für die Gewinnmaximierung im Globalisierungsprozess angesehen. Es besteht die Forderung, dass in den Ländern des Südens die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sie überhaupt am Weltwirtschaftssystem partizipieren können.[65]
In den postsozialistischen Transformationsländern ist die Umstrukturierung der sozialen und politischen Institutionen jedoch ein langsamerer Prozess als die Marktöffnung. Aus diesem Grunde favorisierte man nach der politischen Wende eine schnelle Einbindung der betreffenden Staaten in internationale Organisationen wie WTO, IWF und Weltbank. Mit diesem Vorgehen wollte man der „Transformationsfalle“ entgehen, steht nun aber vor der Gefahr, in die „Schuldenfalle“ zu geraten.[66] Mit der Etablierung zivilgesellschaftlicher Institutionen wird von Seiten der Entwicklungshilfe versucht, von Innen heraus dem Problem der zunehmenden Gesellschaftsspaltung zu begegnen.
Von den Autoren Ross und Chan wird die Unterdrückung zivilgesellschaftlicher Vereinigungen zur Institutionalisierung allgemein gültiger Arbeitsrechte seitens der internationalisierten Industriekonzerne in ihren Gastländern angemahnt. Als Beispiel wird hier Guatemala angeführt, wo die amerikanische Kleidungsindustrie die Gewerkschaftsbildung im Gastland unterbindet. Selbst ein Einschreiten der International Labour Organization (ILO) konnte in diesem Fall keine Wirkung zeigen. Die Autoren fordern deshalb die Schaffung von Mindestlöhnen, die durch WTO-Handelssanktionen gewährleistet werden sollen.[67] In diesem Postulat erkennt man sehr deutlich den Wunsch nach einer, wenn auch nicht hinreichend definierten, „global governance“.
Internationale Kooperationen gibt es nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene. So stieg beispielsweise die Anzahl der Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO), die in mehr als drei Ländern tätig sind. Auch die Bewegung der Globalisierungskritiker, wie z.B. ATTAC, sind auch in ihrem Organisationsgrad als globalisiert einzustufen.[68]
Es wird davon ausgegangen, dass die Erweiterung von Kommunikations- und Entscheidungshorizonten, die als Kennzeichen der Globalisierung gelten, Einfluss auf die kulturellen Strömungen innerhalb eines Staates hat. Die „Informationsrevolution“ führt zur Entstehung einer „network society“, die unmittelbaren Einfluss auf Bildung und die digitale Infrastruktur ausübt: Es kommt, nach May, zu einem innergesellschaftlichen „digital divide“, also einer Spaltung der Gesellschaft.[69]
Über diese Aufteilung, wer Zugang zu Information und Bildung hat, kommt der Aspekt des universalisierten Konsums hinzu. Durch die global wirkende „Kulturindustrie“, so stellt Stokes fest, findet sich weltweit das gleiche Angebot wieder und führt somit auch zur Weckung von Bedürfnissen nach bestimmten Produkten des Konsums, der Unterhaltung u.a.[70] In diesem Sinne warnen auch Hennings und Scholz vor den Auswirkungen der (Zer-)Störung indigener Wirtschaftsweise zur Subsistenzsicherung, da hierdurch Konsumabhängigkeiten entstehen können, die zur Entwicklung von Armut führen.[71]
Im Zuge der Debatte um die negativen Auswirkungen der Universalisierung von Lebens-, Konsum- und Kommunikationsstilen schließt sich die Frage an, ob somit auch, doch hier aus der Sicht der westlichen Industrieländer im positiven Sinne, soziale Werte und insbesondere die Menschenrechte[72] weltweit proklamiert werden können.
Senghaas betrachtet die Auswirkungen der Globalisierung auf Kultur, insbesondere in den Ländern des Südens, etwas differenzierter: Er spricht von Gesellschaften, die sich aufgrund der globalen Veränderungen in einer Entwicklungskrise befinden. Diese Krise löst einen Kulturkonflikt aus, der wiederum zu Macht- und Verteilungskämpfen innerhalb der Gesellschaft führt. Unter Umständen kann dies tatsächlich auch zu existenziellen Identitätskrisen der Gesamtgesellschaft, von Sozialschichten oder auch Einzelpersonen führen.[73] Der befürchteten weltweiten Amerikanisierung der Gesellschaft stellt Senghaas eine „real existierende Kulturwelt“ mit „vielfältige[n] Kreuz- und Querbezüge[n] geprägte[r] kulturelle[r] Globalität“ entgegen. Die Entwicklung von „homogenen Kulturen“ bezeichnet er als „Fiktion“.[74]
Weltweit lässt sich eine Rückbesinnung auf die eigene kulturelle Identität feststellen, die sich gerade vor dem Hintergrund der globalen Öffnung zeigt: Regionale Identitäten verschiedener Art und lokale Sprachen werden wiederbelebt. Diese neue Bedeutung des Lokalen[75] mit seiner Wieder-Erfindung von Tradition und Kultur stellt eine neue Auseinandersetzung mit neuen und alten Kategorien dar – sie werden wiederaufgenommen und verändert. Doch ist diese Veränderung, im Senghaas´schen Sinne, kulturimmanent und nichts Neuartiges, das erst durch das Phänomen Globalisierung das Fortbestehen von ganze Kulturen in Frage stellen würde.
[9] vgl. auch Nunnenkamp 2002b:3
[10] vgl. auch Hein 2000:620
[11] Nübler 2003:6
[12] Nunnenkamp 2001:2
[13] Nunnenkamp 2001:3; siehe hierzu auch Tabelle 2 unter Punkt 2.1.3 Globalisierung und Armut in dieser Arbeit
[14] Nunnenkamp 2001:3,10,47
[15] vgl. Stiglitz 2002
[16] Nunnenkamp 2001:19f
[17] Der Begriff “realtime reactions” bezeichnet Reaktionen auf dem Finanzmarkt, die aus der Informationsübertragung in Echtzeit durch die neuen Kommunikationsmedien resultieren. Ihre Qualität und Gültigkeit kann aufgrund der schnellen Handlungsabfolge somit nicht verifiziert werden.
[18] Nübler 2003:22
[19] Nunnenkamp 2002b:36,40
[20] vgl. Altenburg 2000
[21] vgl. die Untersuchungen von Jost/Nunnenkamp 2002, Nunnenkamp 2002 und Nunnenkamp/Spatz 2002
[22] Nunnenkamp 2002b:21
[23] Die Einordnung der Gastländer in Einkommensgruppen basiert auf der Klassifizierung der Weltbank (World Bank 2001).
[24] Nübler 2003:18,19
[25] Nübler 2003:5f
[26] Dollar/Kraay 2001
[27] Nübler 2003:16
[28] Mummert/Sell 2003:6f
[29] Elsenhans 2001:65
[30] vgl. Weltentwicklungsberichte 2000/2001 und 2002
[31] Elsenhans 2001:59f
[32] Hennings 2000:341, 343f
[33] Nunnenkamp 2001:22
[34] Kontrolle internationaler Finanzströme, Hessler 2002:249
[35] Stand: September 2001
[36] Gemäß Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraftparität wie in Becker und Speyer (2000:11)angegeben.
[37] Australien, Island, Israel, Kanada, Neuseeland, Norwegen und Schweiz.
[38] Ohne mittlerer Osten und Transformationsländer in Zentralasien.
[39] Nunnenkamp 2001:42
[40] vgl. Stiglitz 2002
[41]Der Begriff “terms of trade” bezeichnet die Relation der Ausfuhrpreisentwicklung zur Einfuhrpreisentwicklung.Die “terms of trade” wirken sich, neben der im Sozialprodukt zum Ausdruck kommenden Preisentwicklung der Produktionsleistungen der Inländer infolge der hiervon häufig abweichenden Preisentwicklung der eingeführten Waren und Dienstleistungen, auf die Preise der Güter aus, die in die letzte inländische Verwendung (Privater Verbrauch, Staatsverbrauch, Anlageinvestitionen und Vorratsveränderung) eingehen. Steigen die Einfuhrpreise stärker als die Ausfuhrpreise, verschlechtern sich die “terms of trade”, sie verbessern sich dagegen bei einer Einfuhrpreisentwicklung, die unter der gleichzeitigen Ausfuhrpreisentwicklung liegt. Quelle: http://www-zr.destatis.de/def/def1168.htm
[42] Hauser 2001:22f,27f
[43] vgl. auch Müller 2003
[44] vgl. Wahl 1997:108
[45] Zur “Gruppe der 21” formierten sich folgende Länder: Ägypten, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Equador, Guatemala, Indien, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Paraguay, Peru, Philippinen, Südafrika, Thailand und Venezuela.
[46] Altvater 1997:467
[47] Altenburg 2000:335,339
[48] siehe hierzu auch Punkt 2.2.2 Globalisierung und regionale Entwicklung in dieser Arbeit
[49] Siehe Punkt 2.1.4 Reaktionen und potenzielle Regulationsmechanismen in dieser Arbeit sowie Altvater 1997:465
[50] Stokes 2001:25
[51] zum Begriff “good governance” siehe http://www.unescap.org/huset/gg/governance.htm
[52] vgl. Rudra 2002
[53] vgl. Kose/Prasad 2002
[54] vgl. hierzu Hein 2002 und Scholz 2000c
[55] Scholz 2000b:10f
[56] Kose/Prasad 2002:41
[57] Altvater 1997:465
[58] Altvater 1997:465,467
[59] Hein 2002:220 nach Eßer et al. 1996: Metaebene: soziokulturelle Faktoren, Grundmuster politisch-rechtlich-ökonomischer Organisation; Makroebene:makroökonomische Politik; Mesoebene: Infrastruktur-, Bildungs-, Umweltpolitik etc.; Mikroebene: Managementkompetenz, Unternehmensstrategien, Integration in Netzwerke, Interaktion zwischen Zulieferern, Produzenten und Kunden.
[60] Hein 2002:227
[61] zur Herausbildung von verschiedenen Netzwerkstrukturen vgl. Hein 2002:224ff
[62] siehe Punkt 2.1 Globalisierung und Wirtschaft in dieser Arbeit sowie Jost/Nunnenkamp 2002, Nunnenkamp 2002 und Nunnenkamp/Spatz 2002.
[63] Altvater 1997:438f
[64] Altvater 1997:470,502
[65] vgl. auch Punkt 2.2.1 Globalisierung und Nationalstaat dieser Arbeit und Hemmer 2000:17
[66] vgl. Altvater 1997:456,458,460
[67] Ross/Chan 2002:9,13
[68] vgl. Wahl 2001:352
[69] May 2001:65
[70] Stokes 2001:24
[71] vgl. Hennings 2000 und Scholz 2000b
[72] vgl. Tomuschat 1999
[73] Senghaas 2002:8
[74] Senghaas 2002:9
[75] vgl. hierzu auch Beck 1997:80ff

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