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Pandemien
Pandemien, also sich weltweit ausbreitende verheerende
Krankheiten, hat es zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte
gegeben. Aber erst heute, angesichts engerer Interdependenzen
unter den Bedingungen der Globalisierung, zeigt sich, dass die
Ausbreitung von Seuchen zu einem Problem geworden ist, das alle
Staaten betrifft. Maßnahmen, die von einem breiten
Bündnis der Staatengemeinschaft und von internationalen
Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation gemeinsam
getragen werden, sind für die Eindämmung von
Pandemien erfolgversprechend. Notwendig sind aber auch
detailliert ausgearbeitete nationale Notfallpläne schon im
Vorfeld möglicher Krankheitsausbrüche, welche das
nahtlose Ineinandergreifen der Einrichtungen auf den
verschiedenen Ebenen gewährleisten.
Im Jahr 2003, als eine rapide Ausbreitung der
Atemwegserkrankung SARS drohte, zeigten die Institutionen eine
schnelle und erfolgreiche Reaktion, die den
Übertragungsweg des Virus unterbrach. Die Lehren aus
diesem Vorfall könnten sich im möglichen Fall einer
neuen Influenzapandemie als sehr nützlich erweisen.
HIV/AIDS hingegen, heute bereits die vierthäufigste
Todesursache, verlangt ganz andere Strategien.
Spezialthema:
Grundlagen
-
Hintergrund: Pandemien
von Henning Lahmann, März 2006
Der Text führt anhand der Beispiele Influenza A, SARS
und HIV/AIDS in die Problematik „Globales
Zukunftsrisiko Pandemien“ ein. Es werden die
Charakteristika der Erreger und die Risiken für die
Weltgemeinschaft dargestellt und bereits getroffene
Gegenmaßnahmen und mögliche
Bekämpfungsstrategien skizziert.
-
Chronologie ausgewählter Pandemien
von Henning Lahmann, März 2006
Analysen
- Influenza – Das Risiko einer
Pandemie wird immer größer
von Sabine Reiter und Walter Haas, in: MMW-Fortschritte
der Medizin 9, September 2005, S. 35-38
Die Gefahr einer Grippepandemie mit vielen
Todesopfern ist so groß wie lange nicht. Deshalb sind
optimale Vorbereitungen für den Ernstfall notwendig.
Der Artikel zeigt, wie solche Maßnahmen auf den
verschiedenen Ebenen auszusehen hätten. [pdf]
- Globaler Alarm
von Susanne Glasmacher und Reinhard Kurth, in: Spektrum
der Wissenschaft Spezial: Moderne Medizin, 2. Juli 2004, S.
42-47
Der Ausbruch der Krankheit SARS im Jahre 2003 hat der Welt
gezeigt, dass trotz der medizinischen Fortschritte immer
wieder neue Erreger plötzlich auftauchen können,
auf die die Menschheit nicht vorbereitet ist. Der Fall hat
aber auch gezeigt, dass die geschaffenen Institutionen und
Netzwerke auf internationaler und nationaler Ebene einem
solchen Virus nicht völlig machtlos gegenüber
stehen.
-
Das Auftreten alter und neuer Seuchen als Konsequenz
menschlichen Handelns
von: Reinhard Kurth, in: Bundesgesundheitsblatt, Juli
2004, S. 611-621
Im Zeitalter der Antibiotika und Impfstoffe wurde vor dem
Auftreten von AIDS den bekannten Infektionskrankheiten
häufig eine abnehmende klinische Bedeutung
beigemessen, oft glaubte man, dass bisher unbekannte
Infektionskrankheiten kaum noch zu erwarten seien. Eine
genaue Analyse Infektiologie ergibt jedoch ein deutlich
anderes Bild. Vor allem virale Erreger können sich
ständig genetisch verändern und dadurch neue
Relevanz für die Klinik erhalten. Der Beitrag zeigt,
dass es in erster Linie der Mensch ist, der durch sein
Handeln Auftreten und Verbreitung von Infektionskrankheiten
in der Vergangenheit beeinflusst hat und in der Zukunft
bestimmen wird. [pdf]
- Die Globalisierung der
Infektionskrankheiten
von Reinhard Kurth, in: Hämotherapie 1/2003,
S.6-12
Das Verhalten des Menschen in der heutigen Welt
begünstigt die Ausbreitung neuer
Infektionskrankheiten. Deshalb muss ein Instrumentarium
entwickelt werden, das geeignet ist, neue Epidemien und
Pandemien vorherzusagen und rechtzeitig zu
bekämpfen.
- Die Aids-Problematik als Entwicklungshemmnis und die
institutionellen Lösungsansätze und
Initiativen
von: Frank Terhorst, in: Die Wirklichkeit der
Entwicklungshilfe, Elftter Bericht 2002/2003
Obwohl schon seit über 20 Jahren bekannt, wurden die
Auswirkungen der Verbreitung von HIV/AIDS auf Individuen,
Familien, aber auch Unternehmen bis hin zu ganzen
Gesellschaften und Staaten lange verkannt. Der Text stellt
Lösungsansätze vor. Diese werden bezüglich
ihrer Erfolgsaussichten als Beitrag zur Bekämpfung von
HIV/AIDS im Zusammenhang mit Armut und Hunger
analysiert.
-
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