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Hintergrund: Pandemien

Henning Lahmann

Gliederung

I. Allgemeines

II. Influenza A

1. Der Erreger Influenza A und die Grippepandemie

2. Grippepandemien im 20. Jahrhundert

3. Die Koordination der WHO

a) Die Phasen der Bedrohung

b) Vorzunehmende Maßnahmen anhand der Einteilung

4. Der Nationale Influenzapandemieplan des RKI

5. Die gegenwärtige Bedrohung durch die H5N1-Vogelgrippe und die politische Diskussion in Deutschland

III. SARS

1. Die Krankheit

2. Der Ausbruch 2003 und die Gegenmaßnahmen

IV. AIDS

1. Die Krankheit

2. AIDS als Pandemie: die globale Situation

3. Strategien zur Eindämmung – Initiativen von WHO und UNAIDS

I. Allgemeines

Als Pandemie bezeichnet man den Ausbruch einer Krankheit, der sich nicht auf ein einzelnes Land oder ein Region beschränkt, sondern sich potentiell in der ganzen Weltbevölkerung verbreiten kann. Eine Epidemie hingegen ist lediglich eine ungewöhnlich gehäuft auftretende Krankheit innerhalb einer Population. Pandemien gab es zu allen Zeiten der Menschheit. Das eindringlichste Beispiel ist die Pest, der im 14. Jahrhundert jeder dritte Einwohner Europas zum Opfer fiel. Die rasche Verbreitung einer Krankheit wird ermöglicht durch die menschliche Interaktion über weite Distanzen, die den Erreger von einer Weltgegend in eine andere trägt, wo jeweils die lokalen Übertragungswege zum Tragen kommen. Schon über die Pest wird vermutet, dass sie via Handelsschiff aus Asien nach Europa gebracht wurde.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die internationalen Flugrouten die schnellsten Ausbreitungswege von Infektionskrankheiten. Das zeigen sowohl die Verbreitung des HI-Virus als auch vor allem die Geschichte von SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome). Diese Krankheit begann 2003 als lokales Phänomen in einer chinesischen Provinz. Ein Flugpassagier, der aus der betroffenen Region nach Toronto reiste, reichte aus, um SARS zu einem kanadischen und zugleich internationalen Problem zu machen. Die Vogelgrippe ist in diesem Zusammenhang keine tatsächliche Ausnahme: zwar wird der Influenza A-Subtypus H5N1 durch den Vogelzug, also ohne menschliches Zutun über den ganzen Globus verteilt, jedoch handelt es sich bislang um eine Tierseuche und damit nicht um eine Pandemie. Sollte dem Virus eine Mutation gelingen, die den menschlichen Übertragungsweg ermöglicht, werden die genannten Gesetzmäßigkeiten humaner Interaktion bei der Ausbreitung zum Tragen kommen. Hier wird deutlich, dass die zunehmende Verflechtung im Zuge der Globalisierung zukünftig immer wieder dazu beitragen wird, neue, bisher völlig unbekannte Erreger binnen kürzester Zeit weltweit verbreiten.

Weder gegen HIV/AIDS noch gegen SARS existieren Impfstoffe. Eine Impfung gegen jenen Influenza-Virus, der aus dem H5N1-Vogelgrippe-Erreger hervorgehen und zur pandemischen Bedrohung werden könnte, kann so lange nicht hergestellt werden, wie dieses Virus nicht existiert.

Angesichts dieser Tatsache ist bei Ausbruch einer Pandemie für eine erfolgreiche Eindämmung und Bekämpfung essentiell, dass die Kette von Mensch-zu-Mensch-Übertragungen unterbrochen wird, um die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu drosseln. Dazu ist erfoderlich, an Knotenpunkten der internationalen Verflechtung, wie beispielsweise Flughäfen, die Aufmerksamkeit zu erhöhen, um mögliche Träger eines Erregers effektiv isolieren zu können. Auch muss  gezielt Aufklärungsarbeit über die Gefahren der Krankheit sowie bekannte Ansteckungswege geleistet werden. Konzertierte Anstrengungen sind gefragt. Unter anderem deshalb wurde 1948 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegründet. Die Spezialorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf (192 Mitgliedstaaten) hat unter anderem den Auftrag, die Anstrengungen der Vertragstaaten im Kampf gegen übertragbare Krankheiten zu koordinieren. Die WHO gibt ausgehend von der eigenen Bedrohungsanalyse Empfehlungen an die Mitgliedstaaten ab, wie zur Eindämmung des Erregers vorzugehen ist.

Laut § 4 des Infektionsschutzgesetzes ist in Deutschland ist das 1891 gegründete Robert-Koch-Institut (RKI) für die Observation auftretender Infektionskrankheiten und das Erstellen von Maßnahmeplänen zum Schutz der Bevölkerung zuständig. Die Forschungseinrichtung mit Sitz in Berlin ist dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung unterstellt.

Im Folgenden werden die drei Viruserkrankungen Influenza, SARS und AIDS als aktuelle Beispiele für die Reaktion auf internationaler und nationaler Ebene vorgestellt.

II. Influenza A (Grippe)

1. Der Erreger Influenza A und die Grippepandemie

Die (echte) Grippe wird ausgelöst durch den Influenza-Virus. Zurzeit gibt es zwei Gruppen dieses Virus, die beim Menschen ernsthafte Krankheiten auslösen können: A und B. Während Influenza B-Viren nur den Menschen befallen, existieren von Influenza A viele Subtypen, die verschiedene Säugetier- und Vogelarten als auch den Menschen infizieren können. Im Normalfall befällt ein Untertyp nur bestimmte Wirte. Das primäre Reservoir aller Influenza A-Viren liegt allerdings im Wassergeflügel. Die Subtypen des A-Virus werden eingeteilt nach den beiden wichtigsten Oberflächenantigenen des Erregers, den Proteinen Hämaglutinin (H) und Neuraminidase (N). Diese beiden Eiweiße sind entscheidend für die Vermehrung des Virus. An diese Oberflächengene erfolgt auch die Anpassung des Immunsystems des Wirtes. Durch Punktmutationen in den Nukleotiden von Hämaglutinin und Neuraminidase verändert sich die Oberflächenstruktur. Dieser Vorgang wird Antigendrift genannt. Derzeit sind 15 H- und 9 N-Typen bekannt. So gelingt es dem Virus immer wieder, das Immunsystem zu unterlaufen, was zu den jährlichen Influenzawellen bzw. Epidemien führt. Die für den Menschen momentan gefährlichen Subtypen von Influenza A sind H1N1 und H3N2. Obwohl die Menschen gegen diese Grippeviren im Laufe des vergangenen Jahrhunderts recht gute Antikörper entwickelt haben, sterben aufgrund kleiner Veränderungen der Viren jährlich im Durchschnitt 5000 bis 8000 Menschen allein in Deutschland an der Krankheit.

Verändern kann sich ein Influenzavirus außerdem durch einen sogenannten Antigenshift: Hierzu kann es beispielsweise bei einer Doppelinfektion kommen. Infiziert sich ein Organismus zugleich mit zwei verschiedenen Virusvarianten, ist eine Neuzusammensetzung der Gensegmente möglich (Reassortment). Solche größeren Mutationen sind zwar recht selten. Ein solcher Fall hat aber stets das Potential, eine Pandemie auszulösen.

Zu einer pandemischen Ausbreitung kommt es dann, wenn sich virulente Influenza A-Viren mit drastisch veränderten Oberflächenantigenen effektiv von Mensch zu Mensch verbreiten können und auf eine Bevölkerung treffen, bei der große Teile keine oder nur eine unzureichende Immunität haben.[1]

2. Grippepandemien im 20. Jahrhundert (siehe auch Chronologie)

Im vergangenen Jahrhundert kam es dreimal zu einer Grippepandemie. Die Viren aller drei Ausbrüche des entstanden nach Erkenntnissen der Forschung aus Vogel- und Schweinegrippeviren.[2]Dabei wird ein Antigenshift der Hämaglutinin-Komponente der Viren als Ursache vermutet.[3]

Die „Spanische Grippe“[4] von 1918 bis 1920 forderte bis zu 50 Millionen Tote. Allein in Indien starben ungefähr 17 Millionen Menschen. Sie wurde ausgelöst durch die Virusvariante A/H1N1. Die beiden anderen Pandemien verliefen weitaus glimpflicher. An der „Asiatischen Grippe“ von 1957 (A/H2N2) starben um die 1 Million, an der „Hongkong-Grippe“ von 1968 (A/H3N2) ca. 700.000 Menschen weltweit.

3. Die Koordination der WHO

Die WHO verfolgt jedes Jahr das Auftreten neuer Virenstämme bei Infizierten. Die gewonnenen Daten werden an die Mitgliedstaaten weitergeleitet. Es existieren 110 Nationale Referenzlaboratorien in 82 Ländern. Die WHO unterhält vier „Collaboration Centres“ (Tokyo, London, Atlanta sowie in Parkville, Australien), wo die Abstriche von Infizierten aus aller Welt zusammengetragen werden. Aus den Proben werden Rückschlüsse auf die derzeit zirkulierenden Varianten des Influenzavirus gezogen. Diese Analyse dient als Grundlage für die Empfehlung der Zentren, welche Impfstoffe für die kommende Grippeperiode hergestellt werden sollten.

Schon vor zwei Jahren begann die WHO, vor einer möglichen neuen Influenzapandemie zu warnen. In der Folge erstellte die Organisation detaillierte Maßnahmenkataloge für die Reaktion auf einen weltweiten Ausbruch. Schon 1999 hatte sie ihre Mitgliedstaaten angewiesen, für einen solchen Fall entsprechende nationale Notfallpläne zu erstellen. Bislang sind erst 40 Staaten dieser Forderung nachgekommen, unter ihnen auch Deutschland. Hier wird ein grundsätzliches Problem der internationalen Zusammenarbeit deutlich: Die WHO hat nicht die rechtlichen Möglichkeiten, ihren Vertragstaaten verbindliche Weisungen zu erteilen.

a) Die Phasen der Bedrohung

Mit der Veröffentlichung ihres „Global Influenza Preparedness Plan“ hat die Weltgesundheitsorganisation die Unterscheidung von sechs Phasen der Bedrohung etabliert:[5]

·   Phase 1: Interpandemische Phase – Es wurde ein neuer Virus-Subtyp in Tieren entdeckt, ohne dass eine Gefahr für den Menschen besteht.

·   Phase 2: Es wurde ein neuer Virus-Subtyp in Tieren entdeckt, der als möglicherweise gefährlich für den Menschen eingeschätzt wird.

·   Phase 3: Beginn der Alarmphase – Vereinzelt werden Menschen infiziert, es erfolgt aber keine Übertragung von Mensch zu Mensch bzw. nur sehr selten, und in einem solchen Fall nur bei engstem Kontakt der Infizierten zueinander.

·   Phase 4: Kleine, örtlich begrenzte Häufungen von Infektionen mit vereinzelten Mensch-zu-Mensch-Übertragungen, was nahelegt, dass das Virus nicht gut an den Menschen angepasst ist.

·   Phase 5: Erhebliches Pandemie-Risiko – Große, aber immer noch vereinzelte Häufungen von Infektionen mit örtlich begrenzten Mensch-zu-Mensch-Übertragungen, was nahelegt, dass das Virus zunehmend besser an den Menschen angepasst ist, aber noch nicht vollständig von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

·   Phase 6: Beginn der Pandemie – Wachsende und anhaltende Übertragungen von Mensch zu Mensch in der gesamten Bevölkerung.

b) Vorzunehmende Maßnahmen anhand der Einteilung

In ihrem „Global Influenza Preparedness Plan“ hat die WHO jeder Phase bestimmte, von der internationalen Organisation und den nationalen Regierungen zu treffende Maßnahmen zugeordnet. Dieser detaillierte Katalog ist für jede Phase in fünf Unterpunkte gegliedert: 1. Planung und Koordination, 2. Überwachung der Situation und Einschätzung, 3. Prävention und Eindämmung, 4. Reaktion des Gesundheitswesens, 5. Kommunikation. Die Einhaltung der Vorschläge soll das Erreichen eines bestimmten vorgegebenen Zieles gewährleisten, um zu verhindern, dass die Infektionskrankheit die jeweils nächste Phase erreicht, bzw. um das Fortschreiten der Grippe zumindest zu verlangsamen. Diese Ziele lauten:

·   Phase 1: Die Vorbereitungen auf eine Influenza-Pandemie sollten global, regional, national und auf subnationaler Ebene vorangetrieben werden.

·   Phase 2: Das Risiko einer Übertragung auf Menschen sollte minimiert werden; mögliche Übertragungen sollten schnell aufgedeckt und gemeldet werden.

·   Phase 3: Eine schnelle Charakterisierung neuer Virus-Subtypen wie auch der frühe Nachweis, die Meldung und Reaktion auf weitere Fälle sollten sichergestellt sein.

·   Phase 4: Das neue Virus sollte innerhalb eines umschriebenen Herdes eingedämmt werden, oder seine Ausbreitung sollte verzögert werden, um Zeit für vorbereitende Maßnahmen einschließlich der Entwicklung von Impfstoffen zu gewinnen.

·   Phase 5: Die Bemühungen, die Verbreitung des Virus einzudämmen oder zu verlangsamen sollten maximiert werden, um eine Pandemie möglichst zu verhindern bzw. Zeit für vorbereitende Maßnahmen zu gewinnen.

·   Phase 6: Minimierung der Auswirkungen der Pandemie.

4. Der Nationale Influenzapandemieplan des Robert-Koch-Instituts

Gemäß den Vorgaben der WHO wurde im Januar 2005 der Nationale Pandemieplan veröffentlicht. Verfasst wurde er von 2002 bis 2004 von einer Expertenarbeitsgruppe unter Leitung des RKI mit Beteiligung der Länder und des BMGS. Der Plan dient als Grundlage für eine bundesweit koordinierte Vorbereitung auf eine Influenzapandemie mit Richtlinien und Konzepten für das Management im Pandemiefall. Die wichtigsten Ziele des Plans sind:

·   die Reduktion der pandemiebedingten Morbidität[6] und Mortalität (Sterberate)

·   die Sicherstellung der Versorgung erkrankter Personen

·   die Aufrechterhaltung essentieller Dienstleistungen und der öffentlichen Ordnung.[7]

Teil I des Papiers umfasst die gemeinsamen Empfehlungen des Bundes und der Länder. Teil II zeigt die Konzepte auf, die bei der Vorbereitung auf eine Pandemie berücksichtigt werden sollten. Die notwendigen Maßnahmen in Vorbereitung auf eine Pandemie umfassen die Entwicklung von geeigneten Impfstoffen, Medikamentenbevorratung und Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern sowie im ambulanten Bereich.

Der dritte Teil schließlich regelt das Zusammenwirken von Bund und Ländern im Pandemiefall. Nach Art. 83 Grundgesetz und dem zur Seuchenbekämpfung maßgeblichen Infektionsschutzgesetz sind die Bundesländer für die Umsetzung des Nationalen Influenzapandemieplans zuständig. Dazu sind sie verpflichtet. Auch die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen liegt in ihrer Verantwortung. Teil III soll deshalb ein möglichst bundesweit einheitliches und koordiniertes Vorgehen gewährleisten. Dazu hat der Pandemieplan eine Bund-Länder-Koordinierungsgruppe vorgesehen, die beim Bundesministerium für Inneres angesiedelt ist. Sie soll zuständig sein für die Abstimmung von Maßnahmen in Zusammenhang mit Infektionsalarmplanungen, soweit eine bundesweite Koordinierung erforderlich ist. Sie soll durch fachkundige Experten beraten werden, die einer „Nationalen Pandemiekommission“ angehören sollten. Anfang Februar teilte die Bundesregierung allerdings mit, dass eine solche Kommission entgegen der ursprünglichen Absicht nicht eingerichtet werde.

5. Die gegenwärtige Bedrohung durch die H5N1-Vogelgrippe und die politische Diskussion in Deutschland

Bei der gegenwärtig sich um den Globus ausbreitenden Vogelgrippe handelt es sich bislang um eine Tierseuche. Allerdings hat es bereits eine beträchtliche Anzahl von menschlichen Ansteckungen, vor allem in Südostasien und China, gegeben. Bis heute[8] hat die WHO seit 2003 174 Infektionen mit 94 Todesfällen registriert. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Dunkelziffer aufgrund einer mitunter mangelhaften Informationspolitik betroffener Staaten höher liegt. Deshalb hat sie der H5N1-Vogelgrippe schon vor längerer Zeit Pandemiephase 3 zugeordnet.

Noch kann sich das Virus nicht auf dem menschlichen Übertragungsweg ausbreiten. Allerdings wird das Risiko einer Pandemie maßgeblich davon beeinflusst, wie weit ein Virus verbreitet ist, das ein Potential für eine weitere Anpassung an den Menschen besitzt. Insofern bedeutet jede neue Fund des Erregers eine Erhöhung des Risikos. Wichtiger als einzelne Erkrankungen bei Wildvögeln (mit denen Bürger normalerweise keinen Kontakt haben) sind große Ausbrüche bei Hausgeflügel in Regionen, in denen Menschen in engem Kontakt mit den Haustieren leben, also insbesondere in Südostasien.[9]

Das bedeutet, dass ein eventueller Ausbruch einer Influenzapandemie wahrscheinlich von dieser Region ausgehen würde. Vor diesem Hintergrund sind auch die Äußerungen von Vertretern der Bundesregierung nach den H5N1-Vorfällen auf Rügen zu verstehen, das Auffinden toter Wildvögel bedeute für die Bevölkerung kein wesentlich erhöhtes Risiko. Allerdings sagte WHO-Chef Lee Jong-Wook, der Ausbruch einer Pandemie mit mindestens zwei bis sieben Millionen Toten sei nur eine Frage der Zeit. Angesichts der Tatsache, dass die letzten drei globalen Epidemien einschließlich der verheerenden Spanischen Grippe von einem Vogelgrippevirus ausgingen, sind solche Äußerungen sicher kein Alarmismus.

Für Deutschland hat das RKI als Grundlage für die Abschätzung der Folgen einer Pandemie mehrere Szenarien entwickelt. Die schlimmste Variante unterstellt 21 Millionen zusätzliche Arztbesuche und bis zu 160.000 Tote.

Da also dieser worst case in absehbarer Zukunft eintreffen könnte, ist eine optimale Vorbereitung für Deutschland entscheidend. Das bedeutet in erster Linie die genaue Umsetzung des Pandemieplans. Die Reaktion auf die ersten Funde von toten Schwänen auf Rügen lief allerdings eher chaotisch und unkoordiniert ab. Das langsame Reagieren der zuständigen kommunalen Behörden hat im Land einen Streit um die optimale föderale Kompetenzverteilung ausgelöst. Hinzu kommen Unstimmigkeiten zwischen Bundesgesundheitsministerium und Bundeslandwirtschaftsministerium. Agrarminister Seehofer hält sein Ressort für alleinzuständig, solange es sich bei der Vogelgrippe noch um eine Tierseuche handelt.

Grundsätzlich gilt: Für den Katastrophenschutz in Deutschland sind die Innenministerien zuständig. Krankheitsangelegenheiten fallen in die Kompetenz der Gesundheitsministerien. Die Bekämpfung von Tierseuchen hingegen ist Angelegenheit der deutschen Agrarministerien. Maßgebende Gesetze zur Seuchenprävention und –bekämpfung sind das Tierseuchengesetz und das Infektionsschutzgesetz. Letzteres ist der Anknüpfungspunkt für den Nationalen Influenzapandemieplan. Die Regelungen des Gesetzes böten grundsätzlich „einen ausreichenden Rechtsrahmen“, heißt es in dem Papier.[10]

Tatsächlich ist bei einer Vogelgrippe nur das Tierseuchengesetz (TierSG) einschlägig. Daran würde sich zunächst auch nichts ändern, sollte sich wie in Asien ein Mensch an einem Tier infizieren. § 1 des Gesetzes bestimmt, dass Tierseuchen Krankheiten oder Infektionen mit Krankheitserregern, die bei Tieren auftreten, sind. Nicht entscheidend ist, ob die Erreger nur auf andere Tiere, sondern auch auf den Menschen übertragen werden können.[11]

Gemäß Artikel 83 Grundgesetz sind die Bundesländer für die Umsetzung der Regelwerke in eigener Zuständigkeit verantwortlich. Die Kompetenz für den Umgang mit dem Ausbruch einer Seuche haben die Bundesländer, dem Subsidiaritätsprinzip folgend, auf Grundlage des § 2 Absatz 3 TierSG den Landkreisen übertragen. Diese Regelung wurde nach den auf Rügen gemachten Erfahrungen von verschiedenen Seiten in Frage gestellt. Dort hatte die insoweit verantwortliche Landrätin sehr lange zögerte, den Katastrophenalarm auszurufen. Dies hätte die Zuständigkeit auf das Land übertragen. Hinter der Diskussion steht das Problem, ob Landkreise oder gar Länder nicht mit einer Krankheit, die ein Pandemierisiko birgt, generell überfordert sein müssen, so dass der Bund selbst die Exekutivkompetenzen an sich ziehen sollte.

So forderte Bärbel Höhn (Grüne), die Vorsitzende des Agrarausschusses im Bundestag, entweder die Koordination zwischen Bund und Ländern zu verbessern, oder gleich eine sogenannte Auftragsverwaltung nach Art. 85 des Grundgesetzes im Falle einer Seuchengefahr einzuführen, was ein Weisungsrecht des Bundes mit sich bringen würde. Auch Manfred Zöllmer (SPD), der Vize-Vorsitzende des Ausschusses, hält den Föderalismus bei der Krisenbekämpfung für überfordert. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) ist ebenfalls dafür, die Kompetenzverteilung bei Tierseuchen neu zu überprüfen, will aber zunächst das Ende der gegenwärtigen Gefährdungslage abwarten. Alle drei Politiker erhielten Unterstützung von RKI-Präsident Reinhard Kurth und Alexander S. Kerkulé, dem Direktor des Instituts für medizinische Mikrobiologie an der Universität Halle-Wittenberg. Beide Wissenschaftler halten ebenfalls mehr Bundeskompetenzen für notwendig.

Vertreter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion äußerten sich hingegen skeptisch. Wolfgang Bosbach sagte, nur ortsnahe Behörden könnten angemessen auf Vorfälle wie auf Rügen reagieren. Auch Vertreter der Länder verhielten sich ablehnend. Eckhard Uhlenberg (CDU), Landwirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, lehnte die Forderungen mit der gleichen Begründung ab, die Bosbach angeführt hatte. Einen ähnlichen Standpunkt vertrat Peter Hauk (CDU) Agrarminister von Baden-Württemberg. Er verwies auf die gute Arbeit, die die örtlichen Behörden seines Landes nach den ersten Vogelgrippefällen geleistet hätten. Auch der SPD-Minister von Brandenburg sah keinen akuten Bedarf für eine Kompetenzverlagerung. Man könne aber nach Beendigung der Krise die Verteilung der Zuständigkeit neu analysieren und Konsequenzen ziehen.

Die Regierungen der Bundesländer wünschten sich lediglich eine Verbesserung der Koordination. Zurzeit regelt der „Nationale Krisenstab Tierseuchenbekämpfung“ die Zusammenarbeit von Bund und Ländern. In ihm sitzen die beamteten Staatssekretäre der für die Bekämpfung von Tierseuchen zuständigen Ministerien, Vertreter der Forschungsinstitute sowie der betroffenen Interessenverbände. Weitere Vertreter werden bei Bedarf eingeschaltet. Uhlenberg sagte, ein einheitliches Vorgehen könnte durch verbindliche Absprachen innerhalb des Stabes gewährleistet werden.

Ähnlich ist die Situation bei der Bekämpfung von menschlichen Krankheiten. Die „Nationale Pandemiekommission“, die der Pandemieplan des RKI vorgesehen hatte, soll nicht mehr eingerichtet werden, wie das Bundesgesundheitsministerium Anfang Februar verkündete. Das Ministerium teilte zugleich mit, der Vorschlag sei am Widerstand der Länder gescheitert, die um ihre Kompetenzen fürchteten. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) beklagte ein „sehr großes Beharren“ der Länder bei der Seuchenbekämpfung.

III. SARS

1. Die Krankheit

SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome, Schweres Akutes Atemwegssyndrom) ist eine Infektionskrankheit, die von einem Coronavirus ausgelöst wird. Der Erreger war bis zum ersten Auftreten der Krankheit im November 2002 in China völlig unbekannt. Das Virus ist vermutlich von einem Tier auf den Menschen übergesprungen, doch ist unklar, von welcher Tierart. Das klinische Bild entspricht einer atypischen Lungenentzündung. Die Übertragung erfolgt überwiegend über Tröpfcheninfektion. Es gibt bislang weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlungsmöglichkeit gegen die Krankheit.

2. Der Ausbruch 2003 und die Gegenmaßnahmen (siehe auch Chronologie)

Experten sind sich einig, dass die Krankheit SARS, die Anfang 2003 im größeren Umfang in der chinesischen Provinz Guangdong ausbrach, das Potential hatte, eine Pandemie auszulösen. Innerhalb kürzester Zeit wurde der völlig unbekannte Erreger über den Globus verteilt, er erreichte erst Hongkong, Hanoi und Singapur, dann Toronto und Frankfurt. Die Krankheit breitete sich also über die internationalen Flugrouten aus. Auf diese Weise wurde SARS schnell in insgesamt 31 Länder getragen. Es kam zu über 8000 Infektionen und ca. 900 Todesfällen.

Die Weltgesundheitsorganisation reagierte schnell: Am 12. März 2003 erklärte sie die Krankheit zu einer weltweiten Gesundheitsbedrohung. Drei Tage später empfahl sie, nicht unbedingt notwendige Reisen in betroffene Regionen zu verschieben. Zugleich koordinierte sie das Vorgehen der Wissenschaft und nationalen Gesundheitsbehörden. Die Bemühungen konzentrierten sich darauf, potentielle oder tatsächliche Träger des Erregers zu isolieren, um die menschliche Übertragungskette zu unterbrechen. Genau dies geschah, als am 15. März ein an SARS erkrankter Flugpassagier in Frankfurt landete. Er wurde in eine Sonderisolierstation der örtlichen Universitätsklinik gebracht, das RKI meldete den Fall der WHO und den Gesundheitsbehörden der EU. Alle Gesundheitsämter in Deutschland wurden informiert und in Bereitschaft versetzt, weitere Fälle dem RKI zu melden.

Dass SARS schließlich Anfang Juli 2003 eingedämmt werden konnte, wertete die WHO als großen Erfolg der aufgebauten Netzwerke und Frühwarnsysteme.

Für den möglichen Fall, dass die Krankheit erneut ausbricht, hat die WHO inzwischen ein „SARS Risk Assessment and Preparedness Framework“[12] ausgearbeitet. Explizit an den „Influenza Preparedness Plan“ anknüpfend, wurde in dem Dokument die Bedrohung durch SARS in insgesamt sechs Phasen eingeteilt, an die sich wiederum bestimmte Maßnahmenkataloge auf internationaler und nationaler Ebene knüpfen.

Es ist nicht zu erwarten, dass SARS eine Ausnahmeerscheinung bleibt: So berichten Susanne Glasmacher und Reinhard Kurth vom RKI, in den letzten Jahrzehnten seien praktisch jedes Jahr neue Krankheitserreger identifiziert worden.[13]Infektionskrankheiten werden eine Bedrohung für die Weltgemeinschaft bleiben. Der Umgang mit SARS hat aber gezeigt, dass eine gemeinsame, von der Weltgesundheitsorganisation koordinierte Anstrengung auch solche Gefahren eindämmen kann.

IV. HIV/AIDS

1. Die Krankheit

Die Krankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) wird ausgelöst durch eine Infektion mit HIV (Human Immunodeficiency Virus). AIDS selbst bezeichnet das tödliche Endstadium der durch HIV verursachten Immunschwäche. Das Vollbild tritt erst mehrere Jahre nach einer Infektion auf. Es existiert gegen den Erreger kein Impfstoff. Obwohl die medikamentöse Therapie seit der Entdeckung des Virus große Fortschritte gemacht hat, ist die Krankheit nicht heilbar.

HIV kann als freies und als zellgebundenes Virus zwischen Menschen übertragen werden. Es ist zwar in fast allen Körpergeweben und -flüssigkeiten nachweisbar, wird aber nur durch Blut, Samenflüssigkeit und Scheidensekret tatsächlich übertragen.[14]

2. AIDS als Pandemie: die globale Situation[15]

Die AIDS-Pandemie ist die größte medizinische Katastrophe der Neuzeit. Ende 2005 gab es auf der Welt ungefähr 40,3 Millionen HIV-Infizierte. Laut Peter Piot, dem Chef von UNAIDS, ist sicher davon auszugehen, dass die schlimmste Phase der Pandemie noch bevorsteht. Die Organisation mit Sitz in Genf koordiniert die Anstrengungen der Vereinten Nationen bezüglich der Seuche.

Die meisten Infizierten leben noch immer im subsaharischen Afrika, bei der letzten Erhebung für den AIDS Epidemic Update von WHO und UNAIDS waren es 25,8 Millionen, Tendenz stark steigend. In Teilen des Kontinents ist die Lage fast schon hoffnungslos. So liegt beispielsweise in Botswana die Lebenserwartung aufgrund von AIDS nur noch bei 32 Jahren. Die höchsten Infektionsraten haben die Bevölkerungsschichten zwischen 15 und 49 Jahren zu verzeichnen. Als Folge brechen in Afrika ganze Gesellschaften zusammen oder stehen kurz davor. Aus diesem Grund bezeichnete die CIA in einer Studie von 2001 die Krankheit als die größte Bedrohung für Demokratie, Sicherheit und Stabilität auf dem Kontinent.[16]

Die AIDS-Problematik beschränkt sich aber schon längst nicht mehr nur auf den afrikanischen Kontinent. Seit einigen Jahren verzeichnen vor allem asiatischen und osteuropäische Staaten immer höhere Infektionsraten. Gerade in den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde, Indien und China, breitet sich das Virus nahezu ohne Kontrolle aus. Experten vermuten, dass Asien und Osteuropa heute dort stehen, wo Afrika vor 15 Jahren stand. 1990 lag die Infektionsrate in Südafrika bei „nur“ einem Prozent, heute sind es etwa 21,5 Prozent. In China und Indien bedeutet ein Prozentpunkt um die zehn Millionen Infizierte.

In Osteuropa sind vor allem Russland, Ukraine und die baltischen Staaten betroffen, ferner Weißrussland, Moldawien und Kasachstan. Die Krankheit befindet sich in dieser Region bislang noch in einem sehr frühen Stadium. Diese Tatsache mag dazu beitragen, dass das Problem in diesen Ländern bislang noch weitgehend verdrängt wird. Laut Angaben der Weltbank gibt zum Beispiel Russland jährlich nur etwa 3,9 Millionen Dollar pro Jahr für AIDSbekämpfung aus.

Zum Vergleich: Brasilien wendet pro Jahr 300 Millionen Dollar für AIDSprogramme auf. Deshalb gehört dieses Land zusammen mit Uganda und Thailand zu den wenigen Entwicklungs- und Schwellenländern, die deutliche Fortschritte in dieser Frage für sich verbuchen können.

Insgesamt muss festgestellt werden, dass sich viele der besonders betroffenen Länder heute in einem Teufelskreis befinden: Je mehr sich HIV in diesen Staaten ausbreitet und die Gesellschaften schwächt, desto wahrscheinlicher wird es, dass als Folge Faktoren zum Tragen kommen, die die Ausbreitung der Krankheit weiter vorantreiben.

3. Strategien zur Eindämmung – Initiativen von WHO und UNAIDS

Bei der HIV/AIDS-Problematik ist wichtig zu beachten, dass sich die Krankheit insofern von den anderen dargestellten Pandemien unterscheidet, als sie aufgrund ihrer Übertragungswege und ihrem langwierigen Verlauf nicht einfach plötzlich über eine Gesellschaft „hereinbricht“, wie das bei Grippepandemien geschieht. Dadurch berührt AIDS alle Aspekte des menschlichen Zusammenlebens in den Gesellschaften, wirtschaftlich, sozial und auch sicherheitspolitisch. Um die Seuche einzudämmen und zu bekämpfen, helfen daher keine Notfallpläne. Solange kein Impfstoff in Sicht ist und die vorhandenen Medikamente das Leben nur verlängern, AIDS aber letztlich nicht aufhalten können, müssen die Maßnahmen auf eine verbesserte Prävention zielen.

Auf der letzten Welt-AIDS-Konferenz, 2004 in Bangkok, wurde eine Reihe von Programmen beschlossen. Vieles beschränkte sich allerdings weiterhin auf Absichtserklärungen. So sollen die Möglichkeiten der Gesundheits- und Bildungssysteme zur Bekämpfung von AIDS ausgebaut werden. Breitere Bevölkerungsschichten sollen an Information und Aufklärung über die Krankheit gelangen können. In Osteuropa beispielsweise wissen 95 Prozent der jungen Frauen nicht ausreichend über HIV bescheid. In Bangkok wurde in erster Linie die „3 by 5“-Initiative ins Leben gerufen: Bis Ende 2005 sollte drei Millionen HIV-Infizierten der Zugang zu antiretroviralen Medikamenten ermöglicht werden.

Seit 2002 gibt es den UN-assoziierten „Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria“, der staatliche Spenden einnimmt, sie verwaltet und auszahlt. Experten schätzen, dass ab 2007 zur AIDSbekämpfung jährlich 16,3 Milliarden Euro aufgebracht werden müssen. Allerdings erscheint ein solches finanzielles Engagement utopisch. Das Thema HIV/AIDS ist vor allem nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stark in den Hintergrund geraten. Seitdem sind die Zahlungen der G8-Staaten an den Fund stark zurückgegangen.

FuĂźnoten



[1]  Reiter, Sabine; Haas, Walter: Influenza – Das Risiko einer Pandemie wird immer größer, in: MMW-Fortschr. Med. Nr. 9/2005, S. 160.

[2]  Interview von geo.de mit Bernhard Fleischer: http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/gesundheit/
2005_11_GEO_vogelgrippe_interview/index.html?
linkref=geode_suche&q=grippe
; Kurth, Reinhard: Die Globalisierung der Infektionskrankheiten, in: Hämotherapie 1/2003, S. 8.

[3]  WHO, Factsheet Influenza, March 2003: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs211/en/

[4]  Zur Terminologie: Für gewöhnlich werden durch Influenza ausgelöste Epidemien und Pandemien nach ihren Ursprungsgebieten benannt. Die „Spanische Grippe“ aber nahm ihren Anfang vermutlich in den USA. Der Name rührt daher, dass die Presse in Spanien freier über die Krankheit berichten konnte als die der am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten, wo entsprechende Berichte unterdrückt wurden. Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Grippe

[5]  Siehe dazu den WHO global influenza preparedness plan, S. 6: http://www.who.int/csr/resources/publications/influenza/
GIP_2005_5Eweb.pdf
.

[6]  Krankheitswahrscheinlichkeit eines Individuums bezogen auf eine bestimmte Population.

[7] Reiter, Sabine; Haas, Walter: Influenza – Das Risiko einer Pandemie wird immer größer, in: MMW-Fortschr. Med. Nr. 9/2005, S. 161.

[8]  Stand: 1. März 2006.

[9]  RKI, Einschätzung der aktuellen Situation der Vogelgrippe, Aktualisierung vom 1.3.2006: http://www.rki.de/cln_011/nn_226928/DE/Content/InfAZ/A/
AviaereInfluenza/Aktuelle__Informationen.html

[10]  Influenzapandemieplan Teil II, S. 16.

[11] Letzterer Fall wird als Zoonose bezeichnet.

[13]  Vgl. die Übersicht bei: Glasmacher, Susanne; Kurth, Reinhard: Globaler Alarm, in: Spektrum der Wissenschaft Spezial: Moderne Medizin, 2.7.2004, S. 46

[14]  Aus: Brockhaus Enzyklopädie.

[15]  Quellen für diesen Abschnitt: Elbe, Stefan: Aid gegen AIDS – Die Auswirkungen von HIV/AIDS müssen in die Entwicklungspolitik einbezogen werden, in: Internationale Politik 11-12/2004; UNAIDS/WHO AIDS Epidemic Update 2005; Grill, Bartholomäus: Erreger ohne Grenzen, in: Die Zeit 49/2004; ders.: Die tödliche Ignoranz, in: Die Zeit 30/2004; Der Kampf gegen AIDS geht weiter, in: FAS, 18.7.2004; Annan warnt vor Ausbreitung der AIDS-Epidemie, in: FAZ, 12.7.2004.


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Jahrbuch Internationale Politik: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik
von Josef Braml, Karl Kaiser, Hanns W. Maull, Eberhard Sandschneider, Klaus Werner Schatz (Hrsg.)

Veröffentlicht am 2. Juni 2008

Das neu konzipierte Standardwerk der internationalen Politik bietet eine systematisch-vergleichende Analyse eines aktuellen Themas: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik. Autorinnen und Autoren sind renommierte deutsche Experten sowie maßgebliche Repräsentanten der operativen Politik, des Bundeskanzleramts, des Bundestags und von Bundesministerien. Neben der wechselseitigen Politikberatung leistet das Jahrbuch – in Zusammenarbeit mit den Medien und anderen Multiplikatoren – auch Öffentlichkeitsberatung.

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