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GASP
Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU
Die Europäische Union hat sich zu einem zentralen
Akteur in der internationalen Politik entwickelt. Mit der
Schaffung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik
(GASP) durch den Vertrag von Maastricht 1993 wurde der
institutionelle Rahmen für das gemeinsame
außenpolitische Handeln der EU-Mitgliedstaaten
geschaffen. Durch die Entwicklung der Europäischen
Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) wurde das
Instrumentarium der EU-Außenpolitik um eine
verteidigungspolitische Komponente erweitert.
Die EU hat sich im Jahr 2003 durch die Annahme der
Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) selbst darauf
verpflichtet, global mehr Verantwortung zu übernehmen. Der
Aufbau eigener ziviler und militärischer Kräfte im
Rahmen der ESVP ist wichtiger Bestandteil dieser Zielvorgabe.
Mit der Durchführung von Krisenmanagementoperationen hat
die EU in einer Vielzahl von Fällen zur Stabilisierung von
Friedensprozessen und zur Konsolidierung von Demokratien
beigetragen. Dennoch bleibt die stetige Weiterentwicklung und
Intensivierung des außenpolitischen Handelns der EU eine
Daueraufgabe, die es in Kooperation mit wichtigen Partnern wie
der NATO und den VN zu bewältigen gilt.
Spezialthema
Grundlagen
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Die Europäische Sicherheits- und
Verteidigungspolitik
von Julian Bergmann, August 2007
Mit der französisch-britischen Initiative von St.
Malo 1998 wurde die Europäische Sicherheits- und
Verteidigungspolitik (ESVP) aus der Taufe gehoben. Das Ziel
der ESVP besteht im Aufbau autonomer militärischer und
ziviler Fähigkeiten, mit denen die EU auf
internationale Krisensituationen reagieren kann. Zu diesem
Zweck wurden eine 60.000 Soldaten umfassende Eingreiftruppe
und ein Kontingent von 10.000 zivilen Einsatzkräften
aufgestellt. Die erforderliche Weiterentwicklung der
bestehenden Fähigkeiten bleibt jedoch eine zentrale
Herausforderung für die EU-Mitgliedstaaten.
-
EU-Missionen im Rahmen der ESVP
von Julian Bergmann, Juli 2007
Am 1. Januar 2003 startete mit der Polizeimission in
Bosnien und Herzegowina die erste
Krisenmanagement-Operation der Europäischen Union.
Seitdem hat die EU bis zum Juli 2007 19 Missionen im Rahmen
der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
(ESVP) durchgeführt, darunter 4
Militäroperationen und 15 zivile Missionen.
Einsatzgebiete waren und sind der Balkan, der Mittlere
Osten sowie Asien und Afrika.
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Die Europäische Sicherheitsstrategie
von Markus Hesse, August 2005
Im Dezember 2003 verabschiedet der
Europäische Rat die Europäische
Sicherheitsstrategie (ESS). Das von Javier Solana
ausgearbeitete Dokument entwirft erstmalig ein
umfassendes sicherheitspolitisches Konzept für
die EU-Außenpolitik. Unter dem Eindruck der
veränderten internationalen Sicherheitslage
nach dem 11. September und dem Irak-Krieg setzt die
EU auf Multilateralismus und ein verstärktes
globales Engagement.
-
Überblick:
Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik
der Europäischen Union
von Ulla
Jasper
Der Bereich der Außen- und
Sicherheitspolitik wurde erst zu einem
vergleichsweise späten Zeitpunkt Gegenstand
des europäischen Integrationsprozesses. Zwar
existierte seit 1970 die Europäische
Politische Zusammenarbeit (EPZ), jedoch blieb der
Integrationsgrad dieses Projektes gering. Mit dem
Vertrag von Maastricht wurde die Gemeinsame
Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) als
„zweite Säule“ der EU geschaffen.
Der Text gibt einen Überblick über die
historische Entstehung der gemeinsamen
europäischen Außenpolitik und die
wichtigsten Institutionen und Instrumente der GASP.
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Entwicklung der ESVP
von Julian Bergmann, August 2007
Am 1. Januar 2003 startete mit der Polizeimission
in Bosnien und Herzegowina die erste
Krisenmanagement-Operation der Europäischen
Union. Seitdem hat die EU bis zum Juli 2007 19
Missionen im Rahmen der Europäischen
Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)
durchgeführt, darunter 3
Militäroperationen und 16 zivile Missionen.
Einsatzgebiete waren und sind der Balkan, der
Mittlere Osten sowie Asien und Afrika.
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Die Bedeutung der EU Mission "Concordia" in
Mazedonien für die ESVP
von Rebecca Jovin
Am 31. März 2003 beginnt mit der Mission
CONCORDIA in Mazedonien die erste EU-geführte
Militäroperation. Aufgrund der starken
Differenzen innerhalb der EU und im Verhältnis
zur USA im Vorfeld des Irak-Krieges ist die Mission
ein wichtiger Test für die transatlantischen
Beziehungen und den europäischen
Einigungsprozess.
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Pioneering foreign policy: The EU Special
Representatives
von Giovanni Grevi, in: EU-Institute for Security
Studies, Chaillot Paper 106, Oktober 2007
Eingeführt 1996, hat sich das Amt der
Sonderbeauftragten zu einer wesentlichen Komponente der
EU-Außenpolitik entwickelt. Es handelt sich zudem um
eine Keimzelle des geplanten gemeinsamen Auswärtigen
Dienstes. Die Studie beschreibt die rechtlichen und
politischen Grundlagen sowie die Einbettung des Amtes in
den spezifischen institutionellen Rahmen der EU. Sie
analysiert dabei die koordinierende Funktion der
Sonderbeauftragten zwischen der Brüsseler Zentrale,
den Mitgliedstaaten und den Anforderungen der
Einsatzgebiete. Die Tätigkeit der gegenwärtig
neun Gesandtschaften wird außerdem in separaten
Kapiteln behandelt. [pdf]
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Escaping the Legitimacy-Accountability-Trap? Perspectives
of Parliamentary Participation in European Security and
Defence Policy
von Jürgen Mittag, in: ZEI Discussion Paper 161 / 2006
Als eines der bedeutendsten Integrationsvorhaben der EU
wurde die ESVP in den letzten Jahren mit weiteren
Kompetenzen ausgestattet. Die Intensivierung der
sicherheits- und verteidigungspolitischen Kooperation auf
europäischer Ebene wirft jedoch die Frage nach der
demokratischen Legitimation von EU-Entscheidungen in diesem
Politikfeld auf. Die Befugnisse des Europäischen
Parlaments als direkt gewähltes EU-Organ
beschränken sich in der intergouvernemental
organisierten ESVP auf Anhörungs- und Anfragerechte
gegenüber dem Rat. Der Autor plädiert dafür,
das EP an der Ernennung des Hohen Vertreters für die
GASP zu beteiligen sowie die budgetären Befugnisse des
EP auszuweiten. [pdf]
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Civilian crisis management: the EU Way
von Agnieszka Nowak (Hg.), in: ISS Chaillot Paper 90, Juni
2006
Ziviles Krisenmanagement ist ein Schlüsselbereich der
EU-Außenpolitik. Der Sammelband mit sieben
Beiträgen evaluiert das breite Spektrum an
Instrumenten. Die EU-Polizeimission EUPOL Proxima und die
EU-Rechtsstaatsmission EUJUST Themis illustrieren
exemplarisch die praktische Implementierung und zeigen, wo
eine der größten Herausforderungen des zivilen
Krisenmanagements liegt: Die Kohärenz der
instrumentellen Vielfalt, die sich sowohl auf die
gemeinschaftliche als auch auf die intergouvernementale
Struktur der EU gründet, ist zu verbessern.
Außerdem sind militärische und zivile
Einsätze besser aufeinander abzustimmen. [pdf]
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Europe's Role in the Gulf: A transatlantic
perspective
von Roberto Aliboni, in: The International Spectator 2,
2006, S. 33-50
Nicht zuletzt der Irakkrieg hat der Frage nach der Rolle
Europas in der Golfregion neue Brisanz verliehen. Die EU
versucht durch die Initiative für eine strategische
Partnerschaft, durch eine engere Zusammenarbeit mit den
Staaten des Golfkooperationsrates sowie durch eine aktive
Rolle in den Verhandlungen mit dem Iran ihren Einfluss
auszuweiten. Die Bilanz fällt gemischt aus:
Während es insgesamt an einer umfassenden Strategie
für die Region mangelt, konnten die europäischen
Staaten durch ihr geschlossenes Auftreten gegenüber
Teheran sicherheitspolitisch Akzente setzen. Wegen der
unterschiedlichen Interessen der EU und der USA haben
künftig am ehesten selbstständige
europäische Initiativen außerhalb des
konventionellen transatlantischen Rahmens Aussicht auf
Erfolg. [pdf]
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A challenged and challenging Europe: Impact on
NATO-EU-US-Relations
Simon Serfaty, in: The
International Spectator 1, 2006, S. 61-70
Die Rolle Europas in der transatlantischen Partnerschaft
ist widersprüchlich: Einerseits befindet sich die EU
aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Schwäche
wichtiger Mitgliedsstaaten in einer schwierigen Situation.
Andererseits konnte die EU ihr außenpolitisches
Gewicht nicht zuletzt innerhalb der NATO erhöhen. Um
den künftigen Erfolg der transatlantischen
Partnerschaft zu gewährleisten, bedarf es sowohl
weiterer Reformen innerhalb der EU als auch einer
Neugestaltung des Verhältnisses zwischen USA und EU.
Der Autor plädiert dafür, die USA verstärkt
in den Entscheidungsprozess der EU einzubinden. Des
weiteren sei eine bessere Koordination zwischen den
Aktivitäten der EU und der NATO nötig. [pdf]
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Security by proxy? The EU and (sub-)regional organisations:
the case of ECOWAS
von Bastien Nivet, in: Institute for Security
Studies, Occasional Paper 63, März 2006
Nicht nur aus historischer Verantwortung bildet der
afrikanische Nachbarkontinent einen Schwerpunkt
europäischer Außenpolitik. Das EU-Engagement
zielt vor allem auf eine umfassende politische und
wirtschaftliche Stabilisierung. Ein wesentliches Mittel
dazu ist die Unterstützung von Regionalorganisationen.
Über die klassische Entwicklungspolitik hinaus
vervollständigt die EU dabei ihr
außenpolitisches Instrumentarium. Die ECOWAS hat sich
ebenfalls zu einem immer wichtigeren regionalen Akteur auf
dem Gebiet der Sicherheitspolitik entwickelt. Jetzt geht es
um eine Intensivierung der Beziehungen. Eine schier endlose
Agenda an Themen und vor allem Konflikten ist zu
bearbeiten.
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Die "NATO Response Force" und die "European Rapid Reaction
Force": Kooperationspartner oder Konkurrenten?
von Franz-Josef Meiers, in: Johannes Varwick (Hg.): Die
Beziehungen zwischen NATO und EU: Partnerschaft,
Konkurrenz, Rivalität?, Opladen 2005, S. 119-138
Auf die neu identifizierten sicherheitspolitischen
Anforderungen wie Terrorismus, Massenvernichtungswaffen
oder gescheiterte Staaten haben EU und NATO jeweils mit der
Anpassung ihrer Fähigkeiten reagiert. Die Union
beschloss die Aufstellung der ERRF, das Bündnis den
Aufbau der NRF, weltweit schnell verfügbaren
Einsatzkräften. Mit der zunehmenden Verbesserung ihrer
militärischen Fähigkeiten wird die EU zum
Schlüsselpartner der NATO. Dabei wird weniger ein
militärisch gleichrangiger als ein komplementärer
Akteur entstehen. Europa ist allerdings aufgerufen,
bestehende Asymmetrien weiter zu reduzieren. Beide Seiten
müssen ihr Verhältnis aber vor allem kooperativ
statt kompetitiv gestalten, um wirksam handeln zu
können. Dazu gilt es, zunächst einen
strategischen Konsens herzustellen.
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European security and defense identity: Slovakia under the
conditions of a new dimension of security
von Ivo Samson, November 2005
Gemäß der jüngsten slowakischen
Sicherheitsstrategie sind die USA der entscheidende
strategische Verbündete des Landes und die NATO der
Garant der nationalen Sicherheit. Andererseits integriert
sich das zentraleuropäische Land gerade in die EU. Nur
unter der Bedingung der Einbettung in den transatlantischen
Kontext will Bratislava jedoch eine stärkere
europäische sicherheits- und verteidigungspolitische
Kooperation akzeptieren; eine schwierige Balance des Landes
zwischen zwei Allianzen, deren Profil und Zusammenwirken
selbst noch unklar sind.
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[Weitere Analysen bei weltpolitik.net]
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[Weitere Analysen im Internet]
Dokumente zur GASP und ESVP
Ausgewählte Literatur
Aktuelle Literatur erstellt von der
Bibliothek und Dokumentationsstelle der DGAP, Stand Dezember
2006
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