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Battlegroups
EU - Battle Groups
Ab 2007 soll ein neues Instrument die militärische
Handlungsfähigkeit der Europäischen Union deutlich
verbessern: Mit der vollen Einsatzbereitschaft von 13 so
genannten "Battle Groups" will die EU künftig bei
internationalen Krisen schneller und flexibler reagieren
können. Der schwierige Abstimmungsprozess unter den
EU-Mitgliedstaaten bezüglich eines Einsatzes im Kongo hat
allerdings noch einmal verdeutlicht, dass die operative
Einsatzfähigkeit der Kampfgruppen allein
möglicherweise noch nicht ausreicht, um die Union zu einem
effizienten militärischen Akteur werden zu lassen. Nicht
zuletzt von Deutschland und Frankreich wird es abhängen,
ob die Mitgliedstaaten den mit der Europäischen
Sicherheitsstrategie begonnenen Prozess der Strategiekonvergenz
vorantreiben können.
Grundlagen
-
Das EU-Battle-Group-Konzept aus deutsch-französischer
Perspektive
von Carolin Gericke, Juli 2006
Der EU-Militäreinsatz im Kongo unter
deutsch-französischer Leitung zur Unterstützung
der UN-Mission MONUC und zur Absicherung der Wahlen im
Sommer 2006 rückt die im Aufbau befindlichen EU-Battle
Groups verstärkt in das Licht der
Öffentlichkeit.
Welches Konzept verbirgt sich dahinter, welche Ziele
werden damit verfolgt und wo liegen mögliche Probleme?
Besondere Aufmerksamkeit kommt bei der vorliegenden
Betrachtung Deutschland und Frankreich zu, die zu den
wichtigsten Unterstützern des Battle-Group-Projekts
zählen und den Großteil der Kapazitäten
stellen.
Analysen
-
Headline goal 2010 and the concept of the EU battle groups:
an assessment of the build-up of a European defence
capability
von Julian Lindley-French, in: Cicero Foundation,
Dezember 2005
Mit der Aufstellung sogenannter Battle Groups nimmt die
Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik
weiter Gestalt an. Der Autor skizziert das Battle Group -
Konzept, ordnet es in den Rahmen der sicherheitspolitischen
Ziele der EU für 2010 und in den internationalen
strategischen Kontext ein. Dabei wirft er einen Blick
zurück zum Helsinki Headline Goal von 1999 und macht
sieben konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung der
ESVP. [pdf]
-
The Headline Goal
von Gustav Lindstrom, in: European Union Institute for
Security Studies, ESDP-Facts, November 2005
Darstellung des „Headline Goals“und der damit
verbundenen Maßnahmen zur Verbesserung der
militärischen Fähigkeiten. Im Mai 2004 haben die
EU-Verteidigungsminister das „Headline Goal
2010“ beschlossen. Bis dahin soll die Gemeinschaft
fähig sein, in vollem Umfang
Krisenmanagement-Operationen durchzuführen. Vor dem
Hintergrund der gegenwärtigen Situation beleuchtet die
Analyse diese Pläne und gibt einen Ausblick auf die
Umsetzung. [pdf]
-
Die "NATO Response Force" und die "European Rapid Reaction
Force": Kooperationspartner oder Konkurrenten?
von Franz-Josef Meiers, in: Johannes Varwick (Hg.): Die
Beziehungen zwischen NATO und EU: Partnerschaft,
Konkurrenz, Rivalität?, Opladen 2005, S. 119-138
Auf die neu identifizierten sicherheitspolitischen
Anforderungen wie Terrorismus, Massenvernichtungswaffen
oder gescheiterte Staaten haben EU und NATO jeweils mit der
Anpassung ihrer Fähigkeiten reagiert. Die Union
beschloss die Aufstellung der ERRF, das Bündnis den
Aufbau der NRF, weltweit schnell verfügbaren
Einsatzkräften. Mit der zunehmenden Verbesserung ihrer
militärischen Fähigkeiten wird die EU zum
Schlüsselpartner der NATO. Dabei wird weniger ein
militärisch gleichrangiger als ein komplementärer
Akteur entstehen. Europa ist allerdings aufgerufen,
bestehende Asymmetrien weiter zu reduzieren. Beide Seiten
müssen ihr Verhältnis aber vor allem kooperativ
statt kompetitiv gestalten, um wirksam handeln zu
können. Dazu gilt es, zunächst einen
strategischen Konsens herzustellen.
-
La PESD: un moyen d'assurer la position de la France en
Afrique?
von Antoine Sadoux, in : Défence Nationale et
Sécurité Collective 10, Oktober 2005
Frankreich hat Rückschläge in seiner
Afrikapolitik hinnehmen müssen. Davon zeugt der
schwindende Einfluss Frankreichs in Afrika sowie die
misslungene Operation "Licorne" an der Elfenbeinküste.
Die ESVP erscheint als ein Weg aus der Sackgasse, in die
sich Frankreich durch sein unilaterales Vorgehen
manövriert hat. [pdf]
-
Europäische "Battle Groups" - ein neuer Schub für
die ESVP?
von Karl-Heinz Kamp, in:
Konrad-Adenauer-Stiftung, Analysen und Argumente
15/2004, Dezember 2004
Kurze Darstellung der Entwicklung der Battle Groups und
Analyse der Chancen ihrer Realisierung. Die Umsetzung des
Konzepts der Battle Groups beinhaltet noch viele offene
Fragen, zum Beispiel nach einheitlichen
Ausbildungsstandards, Interoperabilität der
Streitkräfte, Verbesserung der strategischen
Verlegefähigkeit und politischem Konsens über
mögliche Einsatzgebiete. [pdf]
Dokumente
Ausgewählte Literatur
Aktuelle Literatur
erstellt von der Bibliothek und Dokumentationsstelle der DGAP,
Stand Mai 2006
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