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NATO
NATO
Die Nordatlantische Vertragsorganisation (NATO) ist ein
zentrales Element der Nachkriegsordnung Europas wie der
westlichen Welt überhaupt. Entstanden aus einem
Verteidigungsbündnis (kollektive Verteidigung) hat sie
sich nach 1990 in entscheidender Weise gewandelt und hat heute
Aufgaben, die dem Bereich kollektiver Sicherheit oder besser
noch kooperativer Sicherheit zuzuordnen sind. Das herausragende
Merkmal der NATO ist, daß sie den Rahmen für die
Kooperation zwischen Europäern und den USA bei der
Auseinandersetzung mit den heutigen sicherheitspolitischen
Herausforderungen darstellt. Sie leistet damit einen Beitrag
zur Verhinderung der Re-Nationalisierung von Sicherheits- und
Verteidigungspolitik im heutigen Europa.
Grundlagen
Analysen
-
A challenged and challenging Europe: Impact on
NATO-EU-US-Relations
Simon Serfaty, in: The International Spectator 1, 2006, S.
61-70
Die Rolle Europas in der transatlantischen Partnerschaft
ist widersprüchlich: Einerseits befindet sich die EU
aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Schwäche
wichtiger Mitgliedsstaaten in einer schwierigen Situation.
Andererseits konnte die EU ihr außenpolitisches
Gewicht nicht zuletzt innerhalb der NATO erhöhen. Um
den künftigen Erfolg der transatlantischen
Partnerschaft zu gewährleisten, bedarf es sowohl
weiterer Reformen innerhalb der EU als auch einer
Neugestaltung des Verhältnisses zwischen USA und EU.
Der Autor plädiert dafür, die USA verstärkt
in den Entscheidungsprozess der EU einzubinden. Des
weiteren sei eine bessere Koordination zwischen den
Aktivitäten der EU und der NATO nötig. [pdf]
-
Die "NATO Response Force" und die "European Rapid Reaction
Force": Kooperationspartner oder Konkurrenten?
von Franz-Josef Meiers, in: Johannes Varwick (Hg.): Die
Beziehungen zwischen NATO und EU: Partnerschaft,
Konkurrenz, Rivalität?, Opladen 2005, S. 119-138
Auf die neu identifizierten sicherheitspolitischen
Anforderungen wie Terrorismus, Massenvernichtungswaffen
oder gescheiterte Staaten haben EU und NATO jeweils mit der
Anpassung ihrer Fähigkeiten reagiert. Die Union
beschloss die Aufstellung der ERRF, das Bündnis den
Aufbau der NRF, weltweit schnell verfügbaren
Einsatzkräften. Mit der zunehmenden Verbesserung ihrer
militärischen Fähigkeiten wird die EU zum
Schlüsselpartner der NATO. Dabei wird weniger ein
militärisch gleichrangiger als ein komplementärer
Akteur entstehen. Europa ist allerdings aufgerufen,
bestehende Asymmetrien weiter zu reduzieren. Beide Seiten
müssen ihr Verhältnis aber vor allem kooperativ
statt kompetitiv gestalten, um wirksam handeln zu
können. Dazu gilt es, zunächst einen
strategischen Konsens herzustellen.
-
Das Atlantische Bündnis als Transmissionsriemen atlantischer Politik
von Helga Haftendorn, in: Aus Politik und Zeitgeschichte Bd. 38-39, 23. September 2005, S. 8-15
Nach den tief greifenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den
USA und Europa und dem Rückschlag für das "Projekt
Europa" stellt sich die Frage, ob und unter welchen Bedingungen
das Atlantische Bündnis als transatlantischer
Transmissionsriemen dienen könnte, mittels dessen
Meinungsbildung und Konsensfindung wieder auf eine konstruktive
Grundlage gestellt werden könnten.
-
New Thinking on Transatlantic Security: Terrorism, NATO,
and Beyond
von Dr. P.W. Singer, Olin Fellow, Brookings Institution,
November 2002
- Rußland und
NATO-Osterweiterung – Integration, Kooperation oder
Isolation?
von Frank Umbach, in: Osteuropa 4-5/2001
- Die
Zukunft der NATO - Probleme und Perspektiven des
atlantischen Bündnisses nach seinem 50.
Geburtstag
von Johannes Varwick, 2000
- Krieg im
Kosovo – was nun? Friedens- und Sicherheitspolitik
nach der NATO-Intervention
von Christoph Rohloff (Hrsg.), in: INEF-Report
38, Institut für
Entwicklung und Frieden, Universität
Duisburg-Essen
-
Die Nato-Partnerschaft für den Frieden im Wandel -
Entwicklung und Zukunft eines kooperativen
Sicherheitsinstrumentes
von Andreas Wenger, Christoph Breitenmoser, Patrick Lehmann
1998
- Den Fuß
in der Tür: Frankreich und das Atlantische
Bündnis
von Gilles Andréani, in: Internationale Politik,
1998
-
[Weitere Analysen im Internet]
Dokumente
Ausgewählte Literatur
von Andreas Wendlberger
Aktuelle Literatur
Links