| Vorwort
Im kommenden Frühjahr, im April 1999, wird die Nordatlantische Allianz an ihrem Jubiläumsgipfel ihre strategische Neuorientierung präsentieren. Das sich abzeichnende neue strategische Konzept ist das Ergebnis eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Die Nato ist damit im Begriffe, ihre Funktion dem neuen sicherheitspolitischen Umfeld anzupassen. Mit der Gestaltung eines Systems flexibel einsetzbarer Instrumente schafft die Allianz eine wesentliche Voraussetzung für eine funktionierende sicherheitspolitische Ordnung im euro-atlantischen Raum. Die Partnerschaft für den Frieden (PfP) und der Euro-Atlantische Partnerschaftsrat (EAPC) dienen dabei vor dem Hintergrund der erweiterten Nato als wichtigste Elemente der kooperativen Sicherheitsbemühungen. Für die Schweiz bietet sich mit der Teilnahme an der Partnerschaft für den Frieden die bislang grösste Chance, ihre sicherheitspolitische Isolation zu überwinden und einen positiven Beitrag zu Frieden und Stabilität in Europa zu leisten. Seit nunmehr zwei Jahren beteiligt sie sich aktiv an der Partnerschaft und im Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat. In dieser Zeit hat sie ihr Engagement weiterentwickelt und beabsichtigt in Zukunft, auch in den militärischen Bereichen vertiefter mit der Allianz zusammenzuarbeiten, wie die jüngst beschlossene Teilnahme am Planungs- und Überprüfungsverfahren (Parp) beweist. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Entstehung und Entwicklung der Partnerschaft für den Frieden und des Euro-Atlantischen Partnerschaftsrates zu analysieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund der wichtigsten Transformationsprozesse der Nato. Die Autoren zeigen auf, dass sich die Anfang 1994 konstruierte Partnerschaft aufgrund ihres pragmatischen Ansatzes und ihrer Erfolge in der militärischen Zusammenarbeit in kürzester Zeit zur starken Ergänzung der Nato entwickelt hat. Mit dieser Untersuchung möchte die Forschungsstelle für Sicherheitspolitik und Konfliktanalyse massgebende Informationen für die umfassende Diskussion einer zukünftigen Ausgestaltung einer europäischen Sicherheitspolitik leisten.
Zürich, im Dezember 1998
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