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Massenvernichtungswaffen
Die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen
Die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und
Raketenwaffen (auch Proliferation genannt) ist eine der
großen sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer
Zeit. Unter Massenvernichtungswaffen werden traditionell
Kernwaffen, Chemische Waffen sowie Biologische Waffen
(einschließlich Toxinwaffen) verstanden.
Bemühungen, die Proliferation von Massenvernichtungswaffen
mit diplomatischen Mitteln der Rüstungskontrolle
einzuschränken, gehen bis in die Zeiten zwischen den
beiden Weltkriegen zurück. Allerdings wurde die
Verhinderung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen erst
mit dem Anbrechen des nuklearen Zeitalters und der Erkenntnis,
daß Kernwaffen eine besondere Qualität darstellten,
zu einem wichtigen rüstungskontrollpolitischen
Anliegen. Dazu bedurfte es entsprechenden amerikanischen
Drucks, ehe sich innerhalb der Staatengemeinschaft ein
Interesse an der Verhinderung der Proliferation dieser Waffen
einstellte.
Grundlagen
Analysen
-
Siamesische Zwillinge: Kernenergie und Kernwaffen
Otfried Nassauer, Direktor BITS, in: Osteuropa 4, April 2006, S. 239 -
260.
Der Weltenergiebedarf steigt stetig an. Das ungebrochene
Wirtschaftswachstum und die zunehmende Teilnahme
bedeutender Schwellenländer an der Weltwirtschaft
erfordern den vermehrten Einsatz von Energie und
Ressourcen, zur Zeit vor allem von Öl und Gas.
Aufgrund der knapper werdenden fossilen Brennstoffe und
steigender Preise erscheint die Kernenergie als
interessante Option. Mit dem Ausbau der
Atomenergieerzeugung wachsen allerdings auch die
Proliferationsrisiken. Der Autor zeigt die Gefahren der
Weiterverbreitung auf und analysiert die Lücken der
Kontrollinstrumente. [pdf]
- Das Proliferationsnetzwerk um A. Q. Kahn
von Sebastian Harnisch, in Aus Politik und Zeitgeschichte 48 / 28. November 2005, S. 24-31
Wie
groß sind die Risiken durch nicht-staatliche Proliferationsnetzwerke
heute? Welche Aktivitäten hat das bisher bekannteste Netzwerk um den
pakistanischen Nuklearwissenschaftler A. Q. Khan entfaltet und welche
Staaten und Terrorgruppen haben davon profitiert? Welche Maßnahmen
können zusätzlich zu den bestehenden Exportkontrollmechanismen
ergriffen werden, um die Gefahren durch Proliferationsnetzwerke auf der
Schattenseite der Globalisierung zu verringern?
-
Nukleare Nichtverbreitung im 21. Jahrhundert - die
Notwendigkeit einer neuen Agenda
von Joachim Krause
Welche
sind die wesentlichen Krisensymptome im 21. Jahrhundert, und welche
Problemlösungen sind hierfür vorstellbar? Ein umfassender,
strategischer Ansatz der Nichtverbreitungspolitik ist unbedingt
notwendig, der sich in Form einer neuen, politisch angehobenen Agenda
niederschlagen sollte
-
Proliferation von Massenvernichtungswaffen im Nahen und
Mittleren Osten und Nordafrika
von Holger Berschel
Massenvernichtungswaffen
erweitern den militärischen und politischen Handlungsspielraum von
Staaten. Sie können der Einschüchterung wie der reinen Abschreckung
dienen. Ihr Besitz steigert die militärische Schlagkraft auf taktischer
wie strategischer Ebene und schützt weitestgehend vor vollständigen
militärischen Niederlagen, wodurch er wiederum zur Stabilität von
Regimes beiträgt. Das politische Gewicht des besitzenden Staates wird
erheblich erhöht. Besonders die Atombombe gilt als eine Art
Statussymbol. Nicht umsonst werden die Atommächte gelegentlich als
"Club" bezeichnet. Diesem "Club" anzugehören, bedeutet nicht nur eine
substanzielle Erhöhung der militärischen Schlagkraft, sondern auch
einen Prestigegewinn, man ist eine weltweit respektierte Großmacht.
-
Erntevernichtende Bio-Waffen
von Paul Rogers, Simon Whitby und Malcolm Dando
Auch biologische Waffen, die den Menschen nicht direkt bedrohen, bergen
ein vernichtendes Potential. Die Zerstörung der Ernte kann für ein Land
verheerende Folgen haben, nicht nur wirtschaftlicher Art, Doch anders
als nukleares Material sind pflanzenpathogene Erreger relativ leicht zu
beschaffen und einzusetzen.
-
[Weitere Analysen im Internet]
Dokumente
Ausgewählte Literatur
Aktuelle Literatur
erstellt von der Bibliothek und Dokumentationsstelle der DGAP, Stand November 2005
Links