Stormy Mildner
Im folgenden sollen einige wichtige Handelstheorien kurz angesprochen werden. Die Handelstheorie ist Teil der realen Außenwirtschaftstheorie. Ziel ist es, die Existenz und Strukturen der internationalen Handelsbeziehungen zu analysieren und zu erklären. Die Modelle der Außenwirtschaftstheorie, die wiederum Teil der Volkswirtschaftstheorie sind, lassen sich in zwei Gruppen, die monetäre und die reale Außenwirtschaftstheorie, aufteilen. Die reale Außenwirtschaftstheorie abstrahiert von der Existenz des Geldes und bezieht daher die Existenz von unterschiedlichen Währungen und die Wechselkurse nicht mit ein. In der monetären Außenwirtschaftstheorie steht die Rolle des Geldes dahingegen im Mittelpunkt. Man kann des weiteren zwischen den klassischen, den neoklassischen und den neuen Handelstheorien unterscheiden. Alle versuchen die Existenz von Handel zu erklären.
Aus heutiger Sicht kommt es nicht zu internationalem Handel, wenn:
Die Theorien des internationalen Handels lassen sich dementsprechend auch dadurch klassifizieren, welche dieser Annahmen sie ausklammern und wodurch sich für sie internationaler Handel ergibt.
Als direkte Gegenbewegung zum Colbertismus (Merkantilismus) entwickelte sich in Frankreich das wirtschaftspolitische Konzept der Physiokraten. Ihre Anfänge findet die Physiokratie in der Bewältigung der Finanzkrisen des französischen Absolutismus in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Wirtschaftlich war Frankreich gezeichnet durch:
Als eine der wichtigen Ursachen der Probleme der französischen Staatsfinanzen sah man die strukturelle Unterentwicklung der französischen Agrarproduktion an, insbesondere im Vergleich zur britischen Landwirtschaft, die bereits stark kommerzialisiert war. Zwar lebten rund 85% der Franzosen von der Landwirtschaft, doch war dieser Sektor vom Staat weitestgehend vernachlässigt worden. So konnten Mißernten nach wie vor die Brotpreise verdreifachen. Doch auch in guten Erntejahren blieben die Erträge vergleichsweise bescheiden, da es den Kleinbauern an Ausrüstung und Dünger fehlte. Da die adeligen Großgrundbesitzer ihren Boden verpachteten, Saatgut und Ausrüstung zur Verfügung stellten, wofür die Kleinbauern ihrerseits die Hälfte ihrer Ernte abliefern mussten, herrschte auch auf den Großbesitztümern unproduktive Kleinproduktion vor. Nur auf der nordfranzösischen Ebene arbeiteten relativ kapitalstarke Pächter (die sogenannten fermiers), die rationelle Anbaumethoden anwandten, Lohnarbeiter beschäftigten und über weitaus bessere Ausrüstungen verfügten (z.B. Pferdegespanne).
Daneben war der französische Getreidemarkt stark reglementiert, und staatlich autorisierte Kontakthändler führten den An- und Verkauf durch. Auch durfte in guten Jahren kein Korn exportiert werden, da man Vorräte für schlechte Perioden anlegen wollte. Gerade dies sahen die Physiokraten als Fehler an: der Überschuss führte in guten Jahren zu einem Preisverfall, so dass die Bauern arm blieben und ihre Produktion nicht modernisieren konnten. Ausserdem hatten die Bauern die gesamte Steuerlast zu tragen, Adel und Kirche waren von der Steuer befreit. Neben der Ungleichverteilung der Steuerlast hemmte das willkürliche Steuersystem die Produktion und das Wirtschaftswachstum.
Hieraus entfaltete sich eine umfangreiche Begründung für eine kapitalistisch orientiere Landwirtschaft. Die Physiokratie (Herrschaft der Natur) war die erste einheitliche ökonomische Denkschule. Sie war eine rein französische Bewegung, für die die Quelle des Reichtums nicht im Handelsgewinn, sondern im Bodenertrag lag. Die Bauern wurden folglich als die einzige produktive Klasse in der Gesellschaft angesehen. Des Weiteren gingen die Physiokraten davon aus, daß die menschliche Wirtschaft nach dem Vorbild der gottgewollten Naturprozesse funktioniere (ordre naturel). Durch die Naturordnung kämen alle wirtschaftlichen Kräfte ins Gleichgewicht und führten somit zum bestmöglichen Zustand. Greifen die Menschen, insbesondere die Regierung, dahingegen in die Wirtschaftsprozesse ein und weichen in ihrer Wirtschaftsordnung (ordre positiv) von der Naturordnung ab, so hemmt dies die wirtschaftliche Entwicklung. Dementsprechend forderten die Physiokraten sehr früh die allgemeine Gewerbe- und Handelsfreiheit und lehnten direkte Eingriffe des Staates ab. Der Staat sollte nur die für eine Entfaltung der „natürlichen Ordnung“ notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.
Die zentrale Figur der Physiokratie war der Leibarzt von Madame de Pompadour, der Mätresse von Ludwig XV, François Quesnay (1694-1774). Er veröffentlichte 1758 sein „Tableau économique“, das zum ersten Mal die Volkswirtschaft als Kreislauf von Wertströmen analysierte. Bedeutende Physiokraten waren daneben u.a.:
Quesnay konstruierte ein Kreislaufmodell, durch das er den Gesamtzusammenhang wirtschaftlichen Handels erklären wollte. Hierzu unterteilte er drei Klassen:
Er argumentierte, dass der fortschreitende Niedergang Frankreichs nur dann aufgehalten werden könne, wenn die Produktivität der Landwirtschaft gesteigert und der dort erwirtschaftete Überschuss zur Sanierung der Staatsfinanzen verwendet würde.
Insgesamt forderten die Physiokraten:
Merkantilismus ist ein Sammelbegriff für die Wirtschaftspolitik der absolutistischen Staaten vom 16. bis 18. Jahrhundert. Das Konzept des Merkantilismus ist zwar das erste wirklich systematische Nachdenken über internationalen Handel und Weltwirtschaft, ist jedoch noch kein in sich geschlossenes wirtschaftstheoretisches Konzept.
Merkantilistische Wirtschaftspolitik unterschied sich von Land zu Land. So dominierte in Frankreich der Colbertismus, geprägt durch den Finanzminister Ludwigs XIV, Jean-Baptist Colbert. Übergeordnetes Ziel war hier die Stärkung der feudalabsolutistischen Monarchie, wobei die Entwicklung und Förderung des Gewerbes durch den Staat im Vordergrund standen. In England konzentrierte sich der Staat auf die Förderung der Nachfrage nach heimischen Produkten (z.B. Produkte der Textilindustrie) und auf die Kolonialpolitik. Dahingegen war die Erscheinungsform des Merkantilismus in Deutschland der Kameralismus. Da sowohl der Handel und die Produktion von Fertigprodukten als auch die Kolonialpolitik hier nicht die gleiche Rolle spielten, konzentrierte man sich hier in erster Linie auf den Ausbau der Finanzwirtschaft und die Einführung eines funktionierenden zentralistischen Verwaltungsapparats und Steuersystems.
Trotz dieser Unterschiede kann man insbesondere für den Merkantilismus Englands und Frankreichs einige Systemelemente hervorheben:
Insbesondere innerhalb des französischen Merkantilismus kann man einige weitere Merkmale hervorheben:
Die Konzepte des Merkantilismus wurden immer wieder kritisiert. So kritisierten zum Beispiel die Physiokraten, darunter Francois Quesnay (1694-1774) und Robert Jaques Turgot (1727-1781), dass grundsätzliche Schwächen im Agrarsystem unter dem Merkantilismus nicht adressiert und behoben wurden. Des Weiteren wurde die Annahme kritisiert, dass Edelmetallbestände gleichbedeutend mit Reichtum und Wohlstand seien. So ergeben sich reale Wohlstandsgewinne nur, wenn der erhöhten Geldmenge eine Zunahme der Produktion beziehungsweise Gütermenge gegenüber steht. Ist dies nicht der Fall, führen die steigenden Edelmetallbestände zu einem sinkenden Preis des Edelmetalls und zu einer Verteuerung der Preise (Inflation). David Hume (1711-1776) argumentierte folgendermaßen: Exportiert ein Produzent aus Land B eine Ware an Land A, erhält er eine Zahlung in Gold. Dieses Gold bringt er zur Prägung zur Münzanstalt. Hat Land B eine positive Handelsbilanz gegenüber Land A, so kommt es zu einem stetigen Goldfluss von Land A nach Land B. In Land B steigt die Geldmenge (die Goldmünzen) und die Preise steigen (Inflation), während in Land A die Preise fallen. Dementsprechend ändern sich die relativen Preise: Die Exportgüter von Land A werden billiger, die von Land B teurer. Folglich steigen die Exporte von Land A und die Importe von Land B. Die Handelsbilanzen und Zahlungsbilanzen kommen wieder ins Gleichgewicht. Demnach ließe sich die von den Merkantilisten angestrebte positive Handelsbilanz langfristig nicht aufrechterhalten.
Auch Adam Smith (1723-1790), einer der Urväter des klassischen Wirtschaftsliberalismus, übte harsche Kritik am Merkantilismus. Er kritisierte die Annahme, dass Handel ein Nullsummenspiel sei, bei dem Gewinne nur auf Kosten anderer Nationen erzielt werden können. Handel sei vielmehr ein Positivsummenspiel, wobei sowohl durch Exporte als auch Importe eine höhere Produktivität, ein höheres Wachstum und somit eine steigende Wohlfahrt für alle beteiligten Länder erzielt werden könne. Auch kritisierte er den Interventionismus und Dirigismus des Merkantilismus und setzte sich für das freie Agieren der Marktkräfte innerhalb eines durch den Staat gestellten Rechtsrahmens ein.
Auch wenn einige der Konzepte des Merkantilismus theoretisch diskreditiert wurden, sind verschiedene Ansätze nach wie vor in der Handelspolitik vieler Länder zu finden. Ein Beispiel hierfür ist die überwiegende Forderung der Länder nach einem gerechten Austausch von Zugeständnissen (Reziprozität) im Abbau von Handelshemmnissen. Nur sehr selten öffnen Länder ihre Märkte auf unilateraler Basis. So wird in erster Linie nicht der Abbau des Schutzes des heimischen Marktes als nutzenbringend für die nationale Wirtschaft angesehen, sondern die Marktöffnung anderer Länder und die damit einher gehende Steigerung der Exporte. Für die meisten Politiker stehen die Exporte im Zentrum der Betrachtung, da Importe zum Teil einen erheblichen Anpassungsdruck auf die nationale Wirtschaft verursachen und zu kurzfristigen Anpassungskosten führen, während der Nutzen der Handelsliberalisierung langfristiger Natur und somit weniger offensichtlich und wahrnehmbar ist. Exporte werden wirtschaftlich als äußerst wichtig angesehen, da sie zum einen Devisen einbringen. Zum anderen wird argumentiert, dass steigende Exporte zu einem steigenden Wirtschaftswachstum führen - man spricht hier von exportgeleitetem Wachstum - was letztlich die Arbeitslosigkeit verringert. Dementsprechend fordern Länder im Gegenzug zu ihrer eigenen Marktöffnung eine vergleichbare Marktöffnung ihrer Handelspartner.
Die Betonung der Exporte spiegelt sich auch in der öffentlichen Debatte, die der Ökonom Paul Krugman als „Popinternationalism“, beschreibt, wider. Im Mittelpunkt dieser Debatte steht die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Es wird argumentiert, dass Länder wie große Unternehmen im Wettbewerb miteinander stünden. Handel sei ein "Zero-Sum-Game", bei dem es klare Gewinner und Verlierer gebe. Die Wohlfahrt eines Landes hinge hauptsächlich von seiner Stellung im Weltmarkt ab. Länder, die international nicht wettbewerbsfähig seien, würden auch national wirtschaftliche Schwierigkeiten, wie eine steigende Arbeitslosigkeit, bekommen. Durch diese Debatte entsteht ein erheblicher öffentlicher Druck auf Politiker, Exporte zu fördern.
Weitere merkantilistische Ausprägungen der Handelspolitik waren in den 1970er Jahren der aufkommende Neoprotektionismus, insbesondere durch die Errichtung nicht-tarifärer Handelshemmnisse und die strategische Handelspolitik der 1980er Jahre.
Die erste, in sich geschlossene Handelstheorie wurde vom englischen Nationalökonomen Adam Smith (1723-1790) entwickelt. Sie ist eine Antwort auf den bislang vorherrschenden Merkantilismus. Smith (Moralphilosoph, Ökonom und später Zollkommissar) ist zugleich der Urvater des Wirtschaftsliberalismus.
In Smiths Nationalökonomie ist die Arbeit die eigentliche Quelle des Wohlstands der Nationen. Die Quelle des menschlichen Reichtums sei somit die menschliche Arbeit (nicht der Handel oder die Landwirtschaft). Der Motor für die Wirtschaftsaktivität der Menschen ist dabei der ihnen angeborene Egoismus. So haben Menschen bestimmte Neigungen wie den „Tausch und Handel“ und das Bestreben, sich materiell besserzustellen.Folgen die Wirtschaftsakteure ihren eigenen Interessen und versuchen sie diese zu maximieren, führt ihre Aktivität letztlich auch zu einer Maximierung des gesellschaftlichen Nutzens. Da der Markt die Fähigkeit zur Selbstregulation aufweist, soll der Staat so wenig wie möglich eingreifen. Für den Ausgleich der Interessen sorgt die „unsichtbare Hand“ des Marktes. Wichtig ist allerdings, dass der Staat die für die wirtschaftliche Aktivität notwendigen Rahmenbedingungen schafft.
Die Steigerung der Produktivität hängt Smith zufolge von der Arbeitsteilung ab. „Die Arbeitsteilung dürfte die produktiven Kräfte der Arbeit mehr als alles andere fördern und verbessern“, postuliert er.Arbeitsteilung ist für Smith die technische Zerlegung eines Herstellungsganges innerhalb eines Betriebes, die Teilung von Arbeitsaufgaben zwischen Berufen und damit auch zwischen Betrieben und letztlich die allgemeine Arbeitsteilung zwischen Volkswirtschaften. Sie steht im Mittelpunkt aller wirtschaftswissenschaftlichen Überlegungen und ist das allgemeine Prinzip der Leistungssteigerung.
Nach Smith gibt es im wesentlichen drei Ursachen für den internationalen Handel:
Smith forderte somit:
Dennoch ist seine Handelstheorie letztlich nicht überzeugend. Durch seine Theorie wurde zum Beispiel nicht erklärt, warum Länder, die in der Produktion aller Güter einen absoluten Nachteil habe, dennoch Güter exportieren. Er konnte nicht erklären, wie alle Länder vom internationalen Handel profitieren könnten. Aufgrund dieser Frage ist die Theorie der komparativen Kostenvorteile entwickelt worden.
Der Ökonom David Ricardo (1772-1823) reagierte auf die Kritik an der Theorie der absoluten Kostenvorteile und entwickelte eine grundlegend überzeugendere Handelstheorie. Ricardos Theorie zufolge kann sich der Austausch von Gütern zwischen zwei Ländern auch dann lohnen, wenn ein Land alle Güter kostengünstiger produzieren kann als ein anderes, also ein Land dem anderen absolut überlegen ist und in jedem Produktionszweig niedrigere Kosten aufweist. Ricardo zufolge kommt es nicht auf die absolute Höhe der Produktionskosten an, sondern auf die Produktionskostenverhältnisse. So kann ein Land einen komparativen Kostenvorteil in der Produktion eines Gutes besitzen und dieses Gut exportieren, auch wenn es einen absoluten Nachteil in dessen Produktion hat. Dementsprechend meint man mit komparativen Kostenvorteilen relative Vorteile eines Landes bei der Herstellung einzelner Produkte – auch wenn es einen absoluten Kostennachteil in der Produktion aller Güter gegenüber dem Handelspartner hat.
Ricardo verdeutlichte dies an zwei Länder, England und Portugal. Er ging von der stark vereinfachten Vorstellung aus, dass beide jeweils nur ein Gut liefern.Beide Länder können sowohl Tuch als auch Wein herstellen. Der Handel ist für beide Länder von Nutzen, obwohl Portugal beide Güter (in Arbeitszeit gemessen) zu niedrigeren Stückkosten herstellen könnte als England. Dabei ist Portugal im Vergleich zur Tuchherstellung in der Weinerzeugung noch deutlich produktiver - Portugals komparativer Kostenvorteil liegt bei der Produktion von Wein. Spiegelbildlich haben die Engländer einen komparativen Kostenvorteil bei der Tuchproduktion: Ihr Arbeitseinsatz für die Produktion von Tuch ist niedriger als der Anbau von Wein. Für beide Länder lohnt sich nun die Spezialisierung auf das Gut, in dessen Produktion sie einen komparativen Kostenvorteil haben: England soll Tuch herstellen und exportieren; Portugal soll Wein herstellen. Die Arbeitskraft, die in der vergleichsweise teureren Produktion in beiden Ländern gespart wird, kann nun in der kostengünstigeren Produktion effektiver eingesetzt werden. England kann mehr Tuch, Portugal mehr Wein produzieren als vor der Spezialisierung. Durch die Spezialisierung und die Aufnahme des Handels – dem Tausch von Tuch gegen Wein - können die beiden Länder nun mehr von dem Gut herstellen, in dem sie einen komparativen Vorteil haben und mehr gegen das andere international tauschen (importieren) uns somit konsumieren als es ihnen ohne Handel möglich gewesen wäre. Als Beispiel wählte Ricardo die Produktion von Wein und Tuch in den Ländern England und Portugal. Ricardo hat sein Beispiel mit Bedacht gewählt. So ging er vom Mathuan-Vertrag aus, der 1703 von John Mathuan zwischen England und Portugal ausgehandelt worden war. Unter diesem Vertrag verzichtete Portugal auf den Aufbau einer eigenen Tuchindustrie und verpflichtete sich englisches Tuch zu kaufen. Im Gegenzug räumte England Portugal einen Zollvorteil auf portugiesischen Wein ein. Durch diesen Vertrag kam es zur Aufnahme des Handels zwischen England und Portugal. Ricardo wollte nun zeigen, dass diese Handelsbeziehung für beide Länder von Vorteil ist.
Ein Zahlenbeispiel soll zur vertiefenden Illustration der komparativen Kostenvorteile dienen: Die USA stellen Weizen her, England Stoff. In den USA ist die Herstellung eines Gutes, z.B. von Weizen, relativ kostengünstiger als die Herstellung von Stoff. Die USA haben somit einen komparativen Kostenvorteil in der Herstellung von Weizen. Im Vergleich zu England haben die USA einen absoluten Kostenvorteil in der Produktion beider Güter. Das heißt, dass sie beide Güter billiger herstellen können als England. In England ist die Produktion von Stoffen kostengünstiger als die Produktion von Weizen. Englands komparativer Kostenvorteil liegt in der Produktion von Stoff, während es insgesamt einen absoluten Nachteil hat. Die Frage stellt sich nun, warum sich England spezialisieren sollte und nicht beide Güter importiert, während die USA beide Güter exportieren.
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Arbeitsstunden pro Einheit des Outputs |
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Land |
Büschel Weizen |
Ballen Stoff |
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England |
9 |
8 |
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USA |
3 |
4 |
Die Grundannahme ist, dass ein Ballen Stoff international für ein Büschel Weizen getauscht wird. Die USA brauchen 3 Stunden für die Herstellung eines Büschel Weizens und 4 Stunden für die Herstellung von einem Ballen Stoff. England braucht 9 Arbeitsstunden pro Büschel Weizen und 8 Arbeitsstunden pro Ballen Stoff. Nun kann man sich einen britischen Arbeiter denken, der entweder Stoff oder Weizen produzieren kann. In 8 Stunden produziert er einen Ballen Stoff, kann jedoch nur 8/9tel eines Büschel Weizens produzieren. Indem er die ganzen 8 Stunden der Stoffproduktion widmet, kann er einen ganzen Ballen Stoff produzieren. Tauscht er diesen international gegen Weizen, erhält er ein ganzes Büschel Weizen. Er erhält also mehr Weizen als er selbst in 8 Stunden hätte produzieren können. Der amerikanische Arbeiter kann in 8 Stunden 8/3 , also 2 2/3 Büschel Weizen herstellen, wenn er sich ganz der Weizenproduktion widmet. Diese kann er international gegen 2 2/3 Ballen Stoff tauschen. Er erhält 2/3 Ballen Stoff mehr, als wenn er es selbst produziert hätte. Beide Arbeiter und Länder gewinnen also durch die Spezialisierung und den internationalen Handel.
Die Merkmale bei Ricardos Handelstheorie sind somit:
Handel führt zu zwei wohfahrtssteigernden Effekten:
Doch auch Ricardos Handelstheorie ist vielerseits kritisiert worden. Zu den Kritikpunkten zählen:
Ricardo ging somit von einem vollkommenen Markt mit vollkommenem Wettbewerb und vollkommener Information aus. Dementsprechend wird kritisiert, dass Ricardos Modell nicht realitätsnah genug ist.
Innerhalb der Neoklassik ist es durch die Ökonomen Eli Heckscher und Bertil Ohlin zu einer Modifikation und Ergänzung der Theorie der komparativen Kostenvorteile gekommen. Das Heckscher-Ohlin Modell (H-O Modell) ist mittlerweile das Standardmodell der traditionellen Handelstheorie. So hat das Modell aufgrund der Erklärung unterschiedlicher Faktorausstattungen einen größeren Erklärungsgehalt als das Ricardos Modell.
Die H-O Modell weicht in zwei wichtigen Bestandteilen von der Theorie Ricardos ab:
Die Länder spezialisieren sich auf die Produktion und den Export derjenigen Güter, die den Faktor relativ intensiv nutzen, mit dem die Volkswirtschaft relativ reichlich ausgestattet sind. Nach Heckscher und Ohlin resultieren die komparativen Kostenunterschiede also aus der unterschiedlichen Ausstattung der Länder mit Produktionsfaktoren. So besagt das H-O Modell, dass Länder mit relativ hoher Kapitalausstattung einen komparativen Kostenvorteil in der Herstellung von kapitalintensiven Gütern haben, da Kapital verhältnismäßig billig ist. Folglich exportiert das Land kapitalintensive Güter, während Länder mit hoher Arbeitsausstattung arbeitsintensive Güter exportieren. Diese Theorie erklärt also auch die Richtung von Handelsströmen. Dem H-O Modell zufolge wird Deutschland, das relativ reich an Kapital ist, kapitalintensive Produkte (zum Beispiel Informationsgüter und –technologien) herstellen. Indien, ein mir dem Faktor Arbeit reich ausgestattetes Land wird dahingegen arbeitsintensive Güter (zum Beispiel Textilien) herstellen. Ein Agrarland, das relativ reich an Boden jedoch arm an Kapital ist, wird bodenintensiv produzierte Güter produzieren und exportieren (z.B.: Argentinien).
Das Faktorproportionentheorem wurde durch Wassily Leontief (1953) und das nach ihm benannte Leontief-Paradox in Frage gestellt. So wurde festgestellt, dass die hochindustrialisierten USA, die nach dem Theorem kapitalintensiv produzierte Güter exportieren müssten, vor allem arbeitsintensiv produzierte Güter exportierten. Durch diese Untersuchung stellte sich heraus, dass es für die Gültigkeit des Faktorproportionentheorems nicht nur auf das Verhältnis, sondern auch auf die Qualität dieser Faktormenge ankommt. So besitzen die USA im hohen Maß sehr hoch-qualifizierter Arbeitskräfte, haben also einen Vorteil in der Ausstattung mit Humankapital und exportieren somit Güter, deren Produktion humankapitalintensiv ist. Daraus folgte die Formulierung des Neo-Faktorproportionentheorems. Dieses unterscheidet bei den Faktoren Arbeit und Kapital zwischen qualifizierten und unqualifizierten Arbeitskräften und berücksichtigt den Stand der Technologie.
Folgt man dem H-O Modell, so wird deutlich, dass Handel Verteilungswirkungen auf Faktor- und auf Güterebene hat. Diese Überlegungen stellte erstmals der Ökonom Samuelson an und entwickelte somit das Faktorpreisausgleichstheorem: Mit zunehmender Spezialisierung ergibt sich eine Tendenz zur Angleichung der Faktorpreisrelationen. So führen Nachfrageverschiebungen zu Faktorpreisänderungen. Dies kann anhand eines Beispiels illustriert werden: Indien hat einen komparativen Kostenvorteil für arbeitsintensive Produkte und stellt somit Textilien her. Durch die Spezialisierung und die Aufnahme des Handels wird die Produktion von Textilien erhöht und die kapitalintensive Produktion reduziert. Folglich steigt die Nettonachfrage nach Arbeit, während die Nettonachfrage nach Kapital sinkt. Dementsprechend wird Kapital billiger und Arbeit teurer. In Deutschland, das relativ reich mit Kapital ausgestattet ist, werden kapitalintensive Technologien hergestellt. Durch die Aufnahme von Handel steigt die Produktion dieser Technologien und somit auch die Nachfrage nach Kapital. Die Nettonachfrage nach Arbeit sinkt dagegen. Kapital wird teurer, Arbeit wird billiger. Dementsprechend besteht eine Tendenz der Annäherung der Faktorpreise nach Aufnahme des Außenhandels. Die Angleichung der Faktorpreise kann theoretisch unter strengen Annahmen zu einem Ausgleich der Faktorpreise führen kann.
Voraussetzung für diese Annäherung ist allerdings, dass das Faktorangebot international immobil ist. Ist dies nicht der Fall und kann der Faktor Arbeit nach Indien, der Faktor Kapital nach Deutschland wandern, so kommt es zu einem entgegengesetzten Ergebnis: Die Aufnahme von Außenhandel führt dann zu einer immer weitergehenden Spezialisierung und die internationale Arbeitsteilung verstärkt sich selbst. Dies wird als Rybczynski-Theorem bezeichnet.
Das Stolper-Samuelson-Theorem untersucht nun die Verteilungswirkungen der Preisänderungen auf der Faktor- und Güterebene und fragt nach „Gewinnern“ und „Verlierern“ der Handelsliberalisierung. Demnach ist Handel auf Faktorebene für die Besitzer von denjenigen Produktionsfaktoren vorteilhaft, die im Überfluss vorhanden waren und nach Aufnahme des Handels stärker genutzt werden, während der Besitzer des knappen, nun weniger genutzten Gutes, schlechter gestellt ist (H-O Theorie).
Des weiteren ist, wenn keine vollständige Faktormobilität innerhalb eines Land zwischen den verschiedenen Sektoren herrscht, der Besitzer von Produktionsfaktoren, die vor allem im Exportsektor Verwendung finden, besser gestellt (Specific Factor Theory). Umgekehrt stellt Handel die Besitzer von Produktionsfaktoren schlechter, die insbesondere im Sektor Anwendung finden, der Produkte zum Konsum auf nationaler Ebene herstellt, die mit Importen konkurrieren müssen.
Auch auf Güterebene gibt es Verteilungswirkungen: Durch Handel sinken die Preise für importkonkurrierende Güter, die Preise für Exportgüter steigen. Demzufolge profitieren die Konsumenten importkonkurrierender Produkte, während die Konsumenten von Exportgütern schlechter gestellt sind (Partial-equilibrium Model). Generell wird davon ausgegangen, dass die Nutzengewinne der Konsumenten die Nutzenverluste der Produzenten nach Aufnahme des Handels übertreffen und der gesamtwirtschaftliche Nutzengewinn höher als im Status quo ist.
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Verteilungseffekte von Handel |
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Theorie |
Gewinner |
Verlierer |
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H-O Theorie |
Besitzer des reichlichen Produktionsfaktors |
Besitzer des knappen Produktionsfaktors |
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Specific Factor Theory |
Besitzer des Faktors, der besonders im Exportsektor genutzt wird |
Besitzer des Faktors, der besonders im Importsektor genutzt wird |
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Partial-equilibrium Model |
Konsumenten der Importgüter Produzenten der Exportgüter |
Konsumenten der Exportgüter Produzenten der Importgüter |
Die Annahmen des neoklassischen Handelsmodells sind:
Auch das H-O Modell wurde vielerseits kritisiert. Kritikpunkte sind:
Wie beschrieben ist die neoklassische Handelstheorie ein bedeutendes Instrument zur Erklärung des internationalen Handels. Gleichzeitig weist sie jedoch auch eine Reihe von Schwachstellen auf. So wird die Diskrepanz zwischen ihren Annahmen und der Realität harsch kritisiert, was sich anhand von sechs Punkten verdeutlichen lässt:
Dementsprechend versuchen Neue Handelstheorien seit den 1960er Jahren, unter Berücksichtigung dieser Phänomene, den internationalen Handel zu erklären. In erster Linie geht er darum, auch unvollkommene Märkte zu analysieren und den Handel zwischen Ländern mit gleichen Produkten zu erklären.
Die Neuen Handelstheorien unterscheiden sich zum Teil sehr stark und werden immer wieder weiterentwickelt. Zwei Konzepte der Neuen Handelstheorien sind besonders hervorzuheben: 1. das von Paul Krugman und Kelvin Lancaster entwickelte Modell des monopolitischen Wettbewerbs und der steigenden Skalenerträge aus den frühen 1980er Jahren und 2. das Brander-Spencer Modell.
Das zentrale Argument in allen Neuen Handelstheorien ist, dass Handel auch ohne die Existenz von komparativen Kostenvorteilen, also wenn zwei Länder in ihren Produktionsbedingungen (Faktorausstattung) identisch sind, stattfinden und Vorteile bringen kann. Handel findet somit im wesentlichen nicht aufgrund von Erstausstattung der Ressourcen ab, sondern aufgrund industriespezifischer Faktoren, Größenvorteile und unvollkommenen Märkten, die die Richtung, das Niveau und die Struktur des internationalen Handels bestimmen.
Handel findet den Neuen Handelstheorien zufolge statt, da:
1. Größenvorteile- oder Skalenerträge (economies of scale)/Größenkostenersparnisse: Produzenten spezialisieren sich auf die Herstellung eines bestimmten Gutes und stellen nicht die gesamte Palette ähnlicher Güter her. Durch Spezialisierung auf ein Gut in einem großen Unternehmen und die damit einhergehenden Lerneffekte können sie Größenkostenersparnisse realisieren. Größenkostenersparnisse können bei gegebener Produktionstechnik infolge hoher Fixkosten auftreten, da bei wachsender Unternehmensgröße die durchschnittlichen Gesamtkosten bis zur sogenannten mindestoptimalen technischen Unternehmensgröße sinken. Sie liegen also dann vor, wenn es in der Produktion bei proportionaler Erhöhung aller Produktionsfaktoren zu einer überproportionalen Erhöhung der Outputmenge kommt. Somit steigen die Gesamtkosten der Produktion unterproportional zum steigenden Output. Die Durchschnittskosten nehmen mit steigenden Outputmenge ab
Ursachen für Skalenerträge sind:
Die Unternehmen sind nun bestrebt, ihre Güter zu exportieren und neue Absatzmärkte zu erschließen, da die zusätzliche Bedienung ausländischer Märkte eine Vergrößerung der Produktionskapazitäten ermöglicht, wodurch wiederum Skaleneffekte genutzt werden können, die wiederum zu steigenden Gewinnen führen.
2. Differenzierte Nachfragestrukturen: Zum anderen lässt sich intra-industrieller Handel durch differenzierte Nachfragestrukturen erklären. So bedingt die Produktdifferenzierung aufgrund von angenommenen Qualitätsunterschieden oder einer geforderten größeren Produktvielfalt des Konsumenten den Import von Güter, auch wenn ähnliche Produkte im Inland hergestellt werden.
Bestimmung der Handelsrichtung
Theoretisch ungeklärt bleibt, welches Land sich auf die Produktion eines bestimmten Gutes und dessen Export spezialisieren wird. Die Richtung des Außenhandels in einem Sektor ist bei Erstaufnahme des Handels noch nicht definiert: Es ist noch offen, welches Land wieviel und welche der differenzierten Güter exportiert und importiert. Bestehende Handels- und Spezialisierungsmuster müssen daher als Ergebnis historischer Entwicklungen aufgefasst werden. Zur Erklärung dieser Muster sind demnach detaillierte Kenntnisse geschichtlicher Ereignisse notwendig. Auch sind internationale Handelsbeziehungen pfadabhängig. Dies muss man sich folgendermaßen vorstellen: In einem Land werden sehr früh Technologien zur Herstellung eines bestimmten Produktes, z.B. von Flugzeugen entwickelt. Technologischer Fortschritt entsteht, da Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsichten in Forschung investieren. Gehen aus dieser Forschung Erfindungen hervor, so sind Unternehmen in Bezug auf ihre Forschung zeitweise Monopolisten und können einen Preis verlangen, der ihnen die Deckung der Forschungsinvestitionen und die Realisierung von Gewinnen ermöglicht. Handel mit anderen Ländern erhöht nun die Absatzmöglichkeit für die Erfindung. Aufgrund der Belieferung großer Märkte und hoher Markteintrittsbarrieren – es bestehen sehr hohe Forschungskostenanteile – kann das Flugzeugunternehmen Skaleneffekte nutzen. Durch den historisch bedingten technologischen Vorsprung, der als kompetitiver Kostenvorteil (im Gegensatz zu komparativem Kostenvorteil) bezeichnet werden kann, kann es für potentielle Produzenten in anderen Ländern sehr schwer sein, in den Weltmarkt einzutreten. Hieraus ergibt sich eine starke Begründung für einen Handlungsbedarf des Staates.
Strategische Handelspolitik
Die Politikimplikationen der Neuen Handelstheorien sind grundlegend andere als die der traditionellen Handelstheorien. So liefern die Neuen Handelstheorien die Begründung für die Strategische Handelspolitik. Basierend auf der Erkenntnis, dass heute im wesentlichen nicht Erstausstattung der Ressourcen, sondern industriespezifische Faktoren und Größenvorteile die Richtung, das Niveau und die Struktur des internationalen Handels bestimmen, hat der Staat hier im Außenhandel eine neue Aufgabe. Er soll durch gezielte Maßnahmen die internationale Wettbewerbsfähigkeit spezieller Branchen fördern. Durch direkte Subventionen, Steuererleichterungen oder Schutz vor ausländischer Konkurrenz sollen einzelne heimische Branchen Größenvorteile und letztlich Wettbewerbsvorteile gegenüber ausländischen Produzenten erlangen. Ziel ist es, Marktanteile auf dem Weltmarkt zu gewinnen. Subventionen heimischer Anbieter sollen gleichsam potentielle Neuanbieter im Ausland abschrecken.
Des Weiteren sollen durch die Subvention bestimmter heimischer Unternehmen positive externe Effekte gefördert werden. So nimmt man an, dass es durch die Entwicklung von neuen Technologien zu einem Technologietransfer kommt, von denen andere Industrien und Sektoren profitieren und letztlich auch sie wettbewerbsfähiger werden können. Diese positiven „Spill Overs“ sollen ein Land insgesamt wettbewerbsfähiger machen.
Folgende Argumente werden demnach für die strategische Handelspolitik angeführt:
Im Gegensatz zu den traditionellen Handelstheorien nehmen die Neuen Handelstheorien somit nicht an, dass Freihandel zwangsläufig zum gesamtwirtschaftlichen Optimum führt.
Wir können zu unserem Beispiel des Flugzeugproduzenten - Boing (Amerika) – Airbus (Europa) -
zurückkommen (Brander-Spencer Argument):
P: Produziert/ N: Produziert nicht
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Airbus P |
Airbus N |
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Boing P |
-5 -5 |
0 100 |
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Boing N |
100 0 |
0 0 |
Wenn Airbus jetzt Subventionen von 25 bekommt sieht das Bild sofort ganz anders aus.
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Airbus P |
Airbus N |
|
Boing P |
20 -5 |
0 100 |
|
Boing N |
125 0 |
0 0 |
Dementsprechend kann die Regierung Europas die nationale Wohlfahrt auf Kosten der USA erhöhen (für 10 ð 110 )
Es gibt jedoch mehrere Probleme, die durch die strategische Handelspolitik entstehen können:
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Neoklassische versus Neue Handelstheorie |
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Neoklasssiche Außenhandelstheorie |
Neue Außenhandelstheorie |
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Die Produktionsfunktionen weisen konstante Skalenerträge auf |
Steigende Sklalenerträge |
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Standarisierte, homogene Güter |
Differenzierte oder heterogene Güter |
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Vollkommene Weltmärkte: · Keine Forschung und Entwicklung und sich ändernde Technologien, dementsprechend keine Produkt- und Prozessinnovationen · Keine Markteintritts-/austrittshemnisse · Einheitlicher Weltmarkt mit Gleichgewichtspreisen für homogene Güter |
· Marktunvollkommenheiten · Hohe Innovationskonkurrenz mit temporärer Monopolistenposition aufgrund von technologischem Vorsprung · Markteintrittsbarrieren · Marktsegemtierung mit Preisunterschieden |
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Vollkommener Markt und Mengenanpassungen |
Monopolistische Preispolitik Strategische Markteintrittsbarrieren Produktionsdifferenzierung mit monopolistischer Konkurrenz Cournot-Mengenpolitik im homogenen Oligopol Bertrand-Preispolitik im heterogenen Oligopol |
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Allgemeines Gleichgewicht bei vollständiger Konkurrent |
Partielles Gleichgewicht bei monopolistischer oder oligopolistischer Konkurrenz |
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Statischer Nutzen von Handel |
Dyamische Nutzenvorteile durch Handel |
Tabelle in Anlehnung an: Bender, Dieter: Neuere Entwicklungen der Theorie internationaler Handelsbeziehungen, Jahrbuch für Sozialwissenschaften, Bd. 45, 1994, S. 8.

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