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Der Goldstandard der Zwischenkriegszeit

Stormy Mildner

Ein geschichtlicher Überblick

Der Erste Weltkrieg setzte dem Goldstandard ein abruptes Ende. Zu den Charakteristika eines Goldstandards gehören, wie bereits beschrieben, die Freizügigkeit, Gold ungehindert zu importieren und zu exportieren, und die Konvertibilität des inländischen Zahlungsmittel in Gold. Beides wurde im Krieg aufgehoben. Sobald die für den Krieg benötigten finanziellen Ressourcen zu kapp wurden und die Ressourcen aus neuen Steuern und Staatsanleihen den Bedarf der Regierungen nicht mehr deckten, wurde in vielen Ländern eine weitere Säule des Goldstandards aufgehoben: Die Landeswährung musste nicht mehr durch die Haltung von Reserven in Gold oder Devisen abgedeckt werden - Papiergeld wurde ohne Deckung ausgegeben.

Deutschland führte zum Beispiel am 4. August 1914 seine Währungsreform durch: die Reichsbank war von nun an nicht mehr verpflichtet, Noten jederzeit in Gold umzutauschen. Auch wurde die Deckungsbestimmung für die umlaufenden Banknoten geändert. Ziel dieser Änderungen war es, für den Staat ein Instrument unbegrenzter Kreditschöpfung zu schaffen. Durch die Geldschöpfung wurde ein großer Teil der Kriegskosten finanziert. Diese Geldpolitik führte zur Inflation, die nach dem Ende des Krieges nicht wie erwartet einfach reversibel war. Die frühen 1920er Jahre waren folglich weltweit durch hohe Inflationen und Instabilität gezeichnet. In Deutschland waren die Lebenshaltungskosten im Jahr 1921 im Vergleich zur Vorkriegszeit auf das zwanzigfache angestiegen. Die Entwertung hatte bereits während des Krieges begonnen und setzte sich nach seinem Ende fort. Ursache waren die Kriegsfolgelasten, zu denen die Umstellung der Kriegsproduktion auf Friedensproduktion, Wiedereingliederung der Soldaten in das normale Arbeitsleben, Unterstützung der Arbeitslosen und der Kriegsgeschädigten, Demontage und Reparationszahlungen gehörten. Um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, erhöhte der Staat kontinuierlich die Geldmenge. Die Inflation wurde weiter durch die finanzielle Unterstützung der im Ruhrgebiet passiven Widerstand leistenden Bevölkerung beschleunigt. Dies führte zu einer Kapitalflucht aus Deutschland, die wiederum die Abwertung der Mark beschleunigte: Während im Juli 1912 ein Dollar noch 4,20 gekostet hatte, kostete er im Juli 1919 bereits 14 Mark, im Januar 1922 kostete er 191,80 Mark. Nachdem sich im Sommer 1922 die Inflation zur "galoppierenden" Hyperinflation beschleunigt hatte, musste man im Januar 1923 für einen Dollar 17.972 Mark bezahlen. Im August 1923 kostete dann der Dollar 4.620.455 Mark, am 15. November 4,2 Billionen Mark.

Die Folge des Krieges waren also Inflation, das Absinken der europäischen Kaufkraft zum Import von Waren, der Zusammenbruch des Transportwesens und somit des Güteraustausches und eine chronische Überproduktion landwirtschaftlicher Güter. Etablierte Bahnen des Waren- und Kapitalverkehrs waren zerstört. Auch nahm der Protektionismus weltweit zu.

Bis Mitte der 1920er Jahre herrschten im internationalen Währungssystem freie (floatende) Wechselkurse vor. Die Wechselkurschwankungen in dieser Zeit waren sehr hoch. Eine Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Ragnar Nurske, die vom Völkerbund zu den Verhandlungen zu Bretton Woods in Auftrag gegeben worden war, schildert die internationale Währungsordnung in der Zwischenkriegszeit: Nurkes Fazit bezüglich der freien Wechselkurse Anfang der 1920er Jahre ist, dass freie Wechselkurse ein bestehendes Ungleichgewicht nicht ausgleichen, sondern dieses verstärken. Nicht die nationalen Politikmaßnahmen trugen zur Instabilität des Systems bei, sondern das System war inhärent instabil. Der Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman sieht dies anders. Er argumentiert am Beispiel Frankreichs, dass die Inflation und die Abwertung der französischen Währung durch die nationale Politik verursacht worden sind. Beides lasse sich mit dem hohen Haushaltsdefizit erklären, das durch den Wiederaufbau bedingt war und sich über fünf Jahre hinzog. Auch habe sich das innenpolitische und soziale Umfeld geändert. So forderte die Bevölkerung verstärkt soziale Absicherungsprogramme, die den Etat weiter belasteten. Weiter belastete der innenpolitische Streit um Steuererhöhungen  - Erhöhung der indirekten Steuern versus Vermögensabgaben und Einkommenssteuern - die Stabilität des Francs. Insbesondere zu Beginn des Jahres 1925 befürchteten die Kapitalbesitzer, dass das Mitte-Links Bündnis unter Eduard Herriots Vermögensabgaben und Einkommenssteuern einführen werde. Folglich zogen viele ihr Kapital aus Frankreich ab, um es im Ausland zu investieren. Es fand insbesondere eine Kapitalflucht in Dollar und Pfund statt. Dies führte zu einer weiteren Abwertung des Francs. Diese Kapitalflucht fand statt, obwohl die Vermögenssteuer nie durchgesetzt wurde. Auch die internationalen politischen Beziehungen belasteten die Stabilität der Währung. Jedes Mal, wenn es aussah, Frankreich würde große Reparationszahlungen von Deutschland zum Wiederaufbau Frankreichs erhalten, wirkte sich dies auf die Erwartung der Beobachter aus: sie erwarteten ein niedrigeres Haushaltsdefizit und folglich eine niedrigere Inflation. Diese Erwartungen wirkten sich positiv auf die Entwicklung des Außenwertes des Francs aus. Ein Beispiel hierfür ist das Jahr 1921, in dem die Alliierten Deutschland Reparationszahlungen in Höhe von 31 Milliarden Dollar auferlegten, worauf der Franc in seinem Wert stieg. 1921, nachdem die Zahlungsfähigkeit Deutschlands sehr negativ bewertet worden war, fiel der Kurs wieder. Erst als der Bloc National, eine Koalition aus Mitte-Rechts Parteien unter Poincaré, 1926 wieder die Führung übernahm, die indirekten Steuern erhöhte, die Staatsausgaben reduzierte und die Diskussion um eine Vermögenssteuer abgeschlossen worden waren, floss wieder Kapital nach Frankreich und die Krise des Francs war beendet.

Die Erfahrungen mit den freien Wechselkursen Anfang der 1920er Jahre, die hohen Inflationsraten in vielen Ländern und die Instabilität der Währungen und der Glaube, die Währungsspekulationen und die Freigabe der Wechselkurse habe die Instabilität des Systems verursacht, führte dazu, dass immer mehr Länder zum Goldstandard des 19. Jahrhunderts zurückkehren wollten. Nach Perioden sehr hoher Inflation (galoppierende Inflation) und nach Zusammenbrüchen ihrer Geldwirtschaft, führten mehrere Länder, darunter Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn, Währungsreformen durch. Eine neue Währung wurde herausgegeben und die Bedingungen des ersten Goldstandards wieder eingeführt. Somit stabilisierte Österreich seine Währung im Jahr 1923, gefolgt von Polen im Jahr 1924 und Ungarn im Jahr 1925. Die Konvertibilität wurde wieder eingeführt.

Deutschland führte ebenfalls 1923/24 unter seinem Reichskanzler Gustav Stresemann seine Währungsreform durch. Zur Stabilisierung der Mark wurde die Rentenmark eingeführt. Diese sollte es dem Reich in einer Übergangszeit ermöglichen, seine Ausgaben weiterhin über die Geldschöpfung zu finanzieren, während gleichzeitig die Vergrößerung des nominalen Papiermarktumlaufs beendet wird. Per Ermächtigungsgesetz wurde im November 1923 die Rentenbank gegründet, die ab dem 15. November 1923 die Rentenmark in einer strikt limitierten Menge ausgab. Da der Staat das neue Geld nicht durch eigene Goldreserven decken konnte, wurde zur Deckung des neuen Geldes der industrielle und landwirtschaftliche Grundbesitz herangezogen: Grundbesitz, Handel, Banken und Industrie wurden somit mit einer Hypothek in Höhe von 3,2 Milliarden Rentenmark belastet. Die Rentenbank gab 2,4 Milliarden Rentenmarknoten aus. Diese flossen zur Hälfte an die Regierung, zur Hälfte an die Reichsbank und andere Banken. Gleichzeitig wurde eine Steuerreform durchgeführt und die Steuerzahlungen wurden Oktober 1923 vollständig indexiert. Die Deckung durch die Industrie stärkte das Vertrauen der Bevölkerung in die neue Währung. Das Vertrauen wurde weiter durch die indirekte Goldbindung der Rentenmark wieder hergestellt: 500 Rentenmark konnten in einen Rentenbrief im Wert von 500 Goldmark umgetauscht werden. Das Vertrauen in die neue Währung bewegte die Bevölkerung dazu, die Rentenmark zu halten und so ihre Wertbeständigkeit zu untermauern. Nachdem somit eine gewisse Stabilität hergestellt und das Geldmengenwachstum gestoppt werden konnte, wurde am 20. November 1923 der Wechselkurs der Papiermark zum Dollar auf eins zu 4,2 Billionen Mark festgelegt. Da dieser Kurs verteidigt werden konnte, erklärte sich die Reichsbank Mitte Dezember 1923 bereit, jederzeit eine Billion Papiermark gegen eine Rentenmark einzutauschen. Folglich konnte auch das Vertrauen in die Papiermark wieder hergestellt werden. Im Herbst 1924 wurde dann die Reichsmarkwährung geschaffen und der Goldstandard wieder eingeführt: eine Billion alter Mark wurde in eine Reichsmark umgetauscht. Der Wechselkurs der Reichsmark war nun in Gold fixiert. Weiter musste die Reichsbank eine Reserve von mindestens 40% des Notenumlaufs in Gold oder in Gold umtauschbare Devisen halten. Die Rückkehr zum Goldstandard war jedoch nicht nur durch die inneren Stabilisierungsmaßnahmen erreicht worden. Auch der Dawesplan hat zur Wiedereinführung des Goldstandards in Deutschland beigetragen. Der unter dem US-amerikanischen Finanzexperten Charles G. Dawes vorgelegter Plan über die Reparationszahlungen legte für die folgenden fünf Jahre Zahlungen in einer Höhe fest, die von der deutschen Wirtschaft getragen werden konnte, ohne ihr nachhaltig zu schaden. Er erkannte an, dass sich die Wirtschaft zuerst erholen müsse, damit sie den Zahlungsforderungen nachkommen kann, ohne selbst erneut zerstört zu werden. Um diese Erholung zu gewährleisten, erhielt Deutschland eine internationale Anleihe über 800 Millionen Goldmark. Dieser Kredit trug erheblich zur Wiedereinführung des Goldstandards bei.

Länder wie England und Frankreich, die keine Inflation in dem Ausmaß wie Deutschland erlebt hatten, stabilisierten ihre Währungen ohne eine Währungsreform. Belgien stabilisierte seine Währung im Jahr 1925, Frankreich im Jahr 1926 und Italien im Jahr 1927 auf dem gerade bestehenden Niveau. Sie kehrten also nicht zu ihrem Vorkriegsgoldpreis zurück, sondern zu einer niedrigeren Parität, das heißt zu einem höheren Goldpreis. Nur Länder wie England, die ihre Inflation relativ schnell eingedämmt hatten, konnten zu ihrem Vorkriegsgoldpreis zurückkehren, ohne die eigene wirtschaftliche Entwicklung zu gefährden. England stabilisierte seine Währung zur Vorkriegsparität im Jahr 1925. Es gelang England, die Konvertibilität wieder herzustellen, nachdem die Federal Reserve Bank 1924 seinen Diskontsatz gesenkt hatte. Zuvor hatte die Fed eine strikte Deflationspolitik mit hohen Zinsen verfolgt, um den Abfluss seiner Reserven zu stoppen. Diese Politik hatte es England lange Zeit erschwert, das Pfund Sterling zu stabilisieren, da die Bank von England gezwungen war, eine noch restriktivere Geldpolitik als die USA zu verfolgen, um das Pfund gegenüber dem Dollar zu stärken. Erst durch die Senkung des Diskontsatzes in den USA floss Kapital von den USA nach England und stärkte somit das Pfund. Nachdem sich das Pfund Anfang 1925 dem Vorkriegskurs angenähert hatte, kehrte England am 2. April 1925 zum Goldstandard zurück. Australien, Holland, die Schweiz und Südafrika folgten England kurze Zeit später und übernahmen den Goldstandard. 

Problematisch für England und die Stabilität des Goldstandards war, dass die britischen Preise immer noch zu hoch waren. Das Pfund war überwertet. Dies wirkte sich negativ auf die Produktion und Exporte und schließlich auf die Arbeitslosenquote aus. Der Wirtschaftswissenschaftler Keynes schätze, dass das Pfund um zehn bis fünfzehn Prozent überbewertet war (Eichengreen 2000: 89). Eine Abwertung wurde jedoch nicht durchgeführt, da man befürchtete, dass sich diese negativ auf das Vertrauen der Investoren in die Währung auswirken könnte. Hier spiegelt sich deutlich ein Interessenskonflikt zwischen dem industriellen Sektor und dem Finanzsektor wider, den der Finanzsektor gewonnen hat.

1926 war der Goldstandard wieder vollständig hergestellt, das heißt, die Währungen waren wieder in Gold zu festen Inlandspreisen konvertierbar. Zu den Ländern mit Goldstandard gehörten unter anderem Großbritannien, die Niederlande, Schweden, Dänemark, die Schweiz, Deutschland, Österreich, Ungarn, Finnland, Jugoslawien, Bulgarien, Russland, die USA und zwölf lateinamerikanische Länder (Kenwood 1983: 194).

Die Periode von 1924 bis 1929 zeichnete sich durch wirtschaftliches Wachstum und folglich durch eine stetig steigende Nachfrage nach Geld und Kapital aus. Da die Goldreserven allein nicht ausreichten, musste die zunehmende Nachfrage nach Liquidität durch die Erhöhung der Reserven durch Devisen abgedeckt werden.

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Probleme des zweiten Goldstandards (Golddevisenstandards)

Ein sich wandelndes internationales und nationales Umfeld

Es wurde relativ schnell deutlich, dass der neue internationale Goldstandard  (Golddevisenwährung) nicht so funktionierte, wie es seine Architekten vorgesehen hatten. Einige Länder litten unter anhaltenden Zahlungsbilanzdefiziten (darunter England), während andere Länder anhaltende Überschüsse hatten. Die Anpassungsmechanismen des ersten Goldstandards schienen offensichtlich nicht mehr zu funktionieren.

Der Goldstandard vor dem ersten Weltkrieg hat sowohl aufgrund bestimmter internationaler und nationaler als auch aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Faktoren relativ lange und gut funktioniert. Nach dem ersten Weltkrieg lassen sich diese spezifischen Konstellationen nicht in dem gleichen Maße wiederfinden. Ursache hierfür war nicht allein der Erste Weltkrieg, sondern, wie bereits geschildert, ein sich wandelndes wirtschaftliches und politisches Umfeld seit der Jahrhundertwende.

Zu den Schwächen des Goldstandards der Zwischenkriegszeit gehörten ein neues unausgeglichenes internationales Schuldner- und Gläubigerverhältnis. Deutschland war zu einem Nettoschuldner nach dem Krieg geworden und auf Kapitalimporte aus den USA angewiesen. Internationale Kreditaufnahme wurde von den europäischen Staaten hauptsächlich zur Bedienung von Kriegsschuld getätigt, nicht in erster Linie für wirtschaftliche Investitionen. Folglich gab es eine Kette von Abhängigkeiten: Deutschland war auf die Kredite aus den USA angewiesen, um seinen Reparationsverpflichtungen gegenüber Ländern wie Frankreich und England nachzukommen. Diese verwendeten das Geld zur Begleichung ihrer eigenen Kriegsschuld, so dass es zu hohen Kapitalflüssen in die USA kam. Die USA reinvestierten das Geld wiederum in den Ländern Europas. Europa war somit von den USA, seinen Investitionen und letztendlich von seiner wirtschaftlichen Stabilität abhängig.

Auch in Bezug auf den Güterhandel war Europa von den USA abhängig. Nach dem Ende des Krieges konnte Europa nicht mehr seine Vorkriegsposition als Hauptlieferant US-amerikanischer Importe zurückgewinnen. Die USA hatten einen wachsenden Exportüberschuss gegenüber Europa. Gleichzeitig waren sie aufgrund ihrer Industrialisierung zu einem wichtigen Markt für Rohstoffe und Lebensmittel geworden. Da Europa gegenüber den meisten rohstoffliefernden Ländern einen Handelsüberschuss hatte, hingen sie letztendlich wieder von den USA ab: Die rohstoffexportierenden Länder würden nur ihre Importe aus Europa bezahlen und erhöhen können, wenn sie selbst ihre Exporte in die USA erhöhen können. Folglich hing auch dieses Netzt letztendlich von der wirtschaftlichen Situation in den USA ab. Andererseits fiel es den europäischen Ländern schwer, ihre Einkünfte aus Exporten in die USA zu erhöhen, da die USA eine Politik der hohen Zölle verfolgten.

Problematisch für das Funktionieren des zweiten Goldstandards war weiter die Knappheit und die ungleiche Verteilung der Goldreserven. Während die USA 1913 noch 24% der weltweiten Goldreserven besaßen, war dieser Anteil bis 1926 bereits auf ca. 45% angestiegen. Aufgrund der Goldknappheit in vielen Ländern mussten neben Gold als Reserve immer mehr Devisen (Währungen, die selbst in Gold konvertierbar waren) gehalten werden. Der Goldstandard war somit kein reiner Goldstandard, sondern ein Golddevisenstandard ("gold exchange standard").

Des Weiteren wirkte sich die Währungspolitik Frankreichs und Deutschlands destabilisierend auf das System aus. Der Zuwachs der Währungsreserven in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre beschränkte sich auf Frankreich und Deutschland. Zwischen 1926 und 1929 stiegen Frankreichs Goldreserven um das Doppelte an. Bis Ende 1930 hatten sich seine Reserven verdreifacht, Ende 1931 vervierfacht. Nach den USA hatte Frankreich die größten Goldreserven weltweit. Ursache für die Kapitalzuflüsse war einerseits die Stabilisierung des Francs. Andererseits hatte die Unterbewertung des Francs den französischen Exporteuren einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil beschafft. Eine Aufwertung des Francs wurde Ende 1926 durch die französische Zentralbank verhindert. Aber nicht nur die Sicherung des Wettbewerbvorteils war Grund für die Politikwahl Frankreichs. Wichtig für die Politik waren sicherlich die Erfahrungen mit hohen Inflationsraten in den frühen 20er Jahren. Um eine expansive Geldpolitik und daraus resultierende Inflation zu verhindern, war der Zentralbank untersagt worden, Kredite an die Regierung zu vergeben. Das im Jahr 1928 erlassene Stabilitätsgesetz legte eine Mindestdeckung von 35 Prozent der Banknoten und Einlagen in Gold fest. Weiter beschränkte es die Möglichkeit der Bank von Frankreich, Offenmarktgeschäfte durchzuführen. Die französische Zentralbank konnte folglich nicht durch Offenmarktgeschäfte die inländische Geldmenge erhöhen und somit den Zufluss von Gold stoppen. Auch stand die französische Zentralbank Devisenreserven recht kritisch gegenüber. Sie sahen in den Empfehlungen der Konferenz von Genua, die 1922 stattgefunden hatte, hauptsächlich den Versuch Englands, die Position Londons als Finanzzentrum zu stärken.

Neben Frankreich konnte auch Deutschland seine Goldreserven erhöhen. Zwischen 1924 und 1928 stiegen die Goldreserven um mehr als das Dreifache an. Aufgrund seiner Erfahrungen mit der Hyperinflation Anfang der 1920er Jahre, hatte die Reichsbank höhere Zinsen festgelegt als die anderen Länder des Goldstandards. Diese machten es für Anleger sehr attraktiv. Weiter stand Deutschland wie Frankreich der Golddevisendeckung skeptisch gegenüber. Folglich begann die Reichsbank 1926, ihre Devisenreserven gegen Gold umzutauschen.

In den 1920er Jahren erlebten die USA einen großen Kapitalzufluss. Zwischen 1924 und 1929 hatten die Siegermächte von Deutschland knapp zwei Milliarden Dollar an Reparationen erhalten, die sie zum großen Teil zur Bedienung ihrer Kredite an die USA weiterleiteten. Einen Großteil dieser Kapitalzuflüsse gaben die USA in Form von Krediten an Europa zurück. Dennoch schützten auch die USA weiterhin ihre Goldreserven. Die Fed regte weder mit einer Senkung der Diskontsätze, noch mit Offenmarktgeschäften Kapitalabflüsse an. Nachdem 1928 kurzfristig die Fed in New York den Diskontsatz gesenkt hatte, um England aus einer Zahlungsbilanzkrise zu helfen, wurde die Geldpolitik zunehmend restriktiv. Beeinflusst war die Wahl einer restriktiven Geldpolitik durch den Börsenboom an der Wall Street seit 1927. Die restriktive Geldpolitik sollte den Börsenboom verlangsamen. Durch die höheren Zinsen wurde nicht nur das Wirtschaftswachstum in den USA verlangsamt, sondern auch ein Kapitalabfluss verhindert. Solange die Kapitalexporte aus den USA in den 1920er Jahre angehalten hatten, konnten die Leistungsbilanzdefizite der europäischen Länder finanziert werden. Durch die Erhöhung der Zinsen in den USA wurden die von den Kapitalexporten der USA abhängigen Länder jedoch schwer getroffen. Auch stiegen durch die steigenden Zinsen die Schulden der Länder weiter an.

Durch die Politik der USA, Deutschlands und Frankreichs stieg der Druck auf die anderen Zentralbanken, ebenfalls ihre Zinsen zu erhöhen, um einen Abfluss der Goldreserven zu verhindern. Dies wirkte sich einerseits negativ auf das weltweite Wirtschaftswachstum aus. Andererseits reduzierten die zunehmenden Reserven in ausländischen Währungen in vielen Ländern die Glaubwürdigkeit und somit das Vertrauen in das System - beides Faktoren die in erheblichem Maße zum Funktionieren des ersten Goldstandards beigetragen hatten.

Auch der Aufstieg New Yorks zum neuen Weltfinanzzentrum führte zu einer Destabilisierung des Systems. Durch eine Dezentralisierung des Systems stieg seine Komplexität erheblich an und seine Effizienz wurde maßgeblich reduzierte. Des Weiteren erhöhte die Existenz dreier Finanzzentren, New York, London und Paris die kurzfristigen Kapitalflüsse, die sogenannten "hot money flows" oder kurzfristigen Spekulationen, die es im ersten Goldstandard in dem Maße nicht gegeben hatte und sich negativ auf die Stabilität des Systems auswirkten. Durch die zunehmende Kapitalmobilität und die steigenden kurzfristigen Kapitalströme konnten die automatischen Anpassungsmechanismen nicht mehr so greifen wie vor dem Krieg. Länder mit einer weichen Währung wie England litten unter einem ständigen Goldabfluss, während Länder mit einer harten Währung Goldzuflüsse erlebten. Letztlich griffen die automatischen Anpassungsmechanismen sehr viel weniger gut als im Goldstandard des 19. Jahrhunderts, da die Regierungen die Kapitalflüsse häufiger manipulierten und somit die Wirkung der Anpassungsmechanismen neutralisierten.

Auch die recht junge und unerfahrene Zentralbank der USA, das Federal Reserve System, trug zu den institutionellen Schwächen des zweiten Goldstandards bei. So hatte sie selbst keine wirklichen Erfahrungen mit dem erste Goldstandard gemacht. Auch bestanden die traditionellen, historischen und persönlichen Beziehungen zu den anderen Zentralbanken  - eine wichtige tragende Säule des Systems vor 1914 - nicht. Folglich war die Solidarität und Abstimmung zwischen den Zentralbanken nicht mehr so stark. Die geringere Kooperation zwischen den wichtigen Ländern des zweiten Goldstandards spiegelt sich auch in der Konferenz von Genua 1922 wider, die erste Konferenz zum internationalen Währungssystem. An ihr nahmen alle wichtigen Goldwährungsländer mit Ausnahme der USA teil. In der Konferenz sollte international festgelegt werden, dass die Zentralbanken befugt waren, Devisenreserven in uneingeschränkter Höhe als Zusatz zu den Goldreserven zu halten. Somit sollte der weltweiten Goldknappheit begegnet, als auch ein internationaler Wettbewerb um Goldreserven und Spekulationen gegen Länder verhindert werden, die neben Goldreserven Devisenreserven halten. So müsste ein Land, das unilateral dazu übergeht, Devisenreserven zu halten, mit Spekulationen gegen seine Währung rechnen. Spekulanten würden die Währung des Landes verkaufen und dafür eine Währung kaufen, die vollständig durch Gold gedeckt ist, da diese sicherer erscheint. Würden jedoch alle am Goldstandard beteiligten Länder Devisenreserven halten, so würde es nicht zu Spekulationen gegen einzelne Länder kommen. Letztlich kam es jedoch nicht zum Abschluss einer Konvention bezüglich der Golddevisenwährung und zur Bildung einer Konferenz aus Vertretern der Zentralbanken, da die USA weder die Tauglichkeit einer Golddevisenwährung, noch die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der Zentralbanken sahen (Eichengreen 2000: 94).

Nicht nur das internationale politische Umfeld war weniger günstig für den Goldstandard sondern auch das innenpolitische Umfeld hatte sich gewandelt. Arbeiterbewegungen und Gewerkschaften waren sehr viel einflussreicher geworden und forderten, binnenwirtschaftliche Ziele, wie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, über außenwirtschaftliche Ziele zu stellen. Auch war der Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Entwicklungen, Aufschwung, Rezession und Arbeitslosigkeit und der Geldpolitik mittlerweile besser bekannt. Aufgrund der vehementen Forderungen, denen sich die Politiker nicht verschließen konnten, stieg auch der Druck auf die Zentralbanken. Folglich waren die Zentralbanken weniger unabhängig. Dies wirkte sich wiederum negativ auf ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in das System aus.

Aufgrund der Verbreitung von Gewerkschaften waren die Löhne nicht mehr so flexibel wie im 19. Jahrhundert und reagierten nicht mehr so leicht auf Störungen des Wirtschaftssystems. Aufgrund der fehlenden Lohnflexibilität kam es zu einer steigenden Arbeitslosigkeit und der Druck auf die Regierungen, die Stabilität des Währungssystems der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unterzuordnen, stieg stetig an. Folglich sank das Vertrauen der Wirtschaftsakteure in das System: An der Entschlossenheit der Regierungen, die Währung um jeden Preis zu verteidigen, wurde erheblich gezweifelt.

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Der Goldstandard und die Weltwirtschaftskrise

Ursachen der Weltwirtschaftskrise und des Börsenkrachs

Im Jahr 1929 setzte eine Rezession ein, wie sie die industrielle Welt bislang noch nicht erlebt hatte. Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise sind vielfältig. Sie war jedoch sicherlich im hohen Maße eine Folge des ersten Weltkrieges und des wirtschaftlichen und politischen Umfelds der 1920er Jahre. Zu den Ursachen zählen gewiss die Kriegsreparationen, die die wirtschaftlichen Ströme verzerrt haben, die politisch und wirtschaftlich bedingten Kapitalfluchten, die wachsenden Zollmauern und die zunehmend wachsende innenpolitische Macht der Arbeiterschaft. Weitere Faktoren waren die Überproduktion und die sinkenden Landwirtschaftspreise, die strukturellen Schwächen in der Industrieproduktion in den USA und der Börsenkrach 1929 in den USA mit seinen negativen Auswirkungen auf das Konsumentenvertrauen und den Konsum. Zu ihrer Länge und Intensität hat grundlegend auch die Beibehaltung des Goldstandards beigetragen.

Die Wirtschaften der meisten Länder wie die Deutschlands hatten sich Anfang der 1920er Jahre relativ schnell erholt. Deutschlands Wirtschaft hatte sich nach der Überwindung der Hyperinflation und der Währungsreform 1923 insbesondere mit Hilfe US-amerikanischer Kredite und der Investitionsbereitschaft der Unternehmen erholen können. Industrielle Produktionsanlagen und die Landwirtschaft wurden modernisiert. Doch nicht nur für Deutschland waren die USA die dominierenden Geldgeber: für ganz Europa waren die USA Geldgeber für den Wiederaufbau. Durch ihre Geldpolitik und ihre neue dominierende Stellung in der Weltwirtschaft und im Güterhandel, kam es zu einem lang anhaltenden Konjunkturaufschwung in den USA, der Ende der 1920er Jahre von einem gewaltigen Spekulationsboom an den Aktienmärkten der USA begleitet wurde. Verursacht war dieser Boom durch einen weitreichenden Optimismus und das Vertrauen der Bevölkerung und der Märkte in die Expansionsfähigkeit der US-amerikanischen Industrie, das jedoch ihre wirklichen Expansionsmöglichkeiten bei weitem überschritt. Im Oktober 1929 wurde das Ausmaß der Überproduktion und der Überinvestition bekannt. Es kam zu massiven Aktienverkäufen, die Kurse sanken rapide. Der Boom endete am sogenannten "Schwarzen Donnerstag" dem 24. Oktober 1929 im größten Börsenkrach der Geschichte. Auch die Zinserhöhungen der Fed hatten, wie bereits beschrieben, dies nicht verhindern können. Man muss an dieser Stelle fragen, warum die Regierung und die Fed nicht sehr viel stärker gegen die Börsenspekulationen vorgegangen sind. Ein Haupterklärungsansatz ist in der vorherrschenden Wirtschaftstheorie zu finden: Es dominierte immer noch der Glaube an die Märkte. Es wurde angenommen, dass die Marktkräfte allein zu einem Gleichgewicht führten, die Manipulation durch die Regierung dahingegen nur schaden könnte. Aufgrund dieses Glaubens an die freien Marktkräfte wurde die Ursache des Börsenkrachs oftmals auch nicht in den übermäßige Spekulationen gesehen. Es wurde vielmehr argumentiert, dass der Börsenkrach lediglich die strukturellen Schwächen in der Industrieproduktion widerspiegele und sich demnach bereinigend auswirke. Ein weiterer Erklärungsansatz, der sich aus dem ersten heraus ergibt, ist, dass es keine starke Befürwortung einer Regulierung der Börsenentwicklung gab. Im März 1929 kursierte das Gerücht, dass das Federal Reserve Board Maßnahmen ergreifen würde, um das Kreditangebot zu verringern, das zum Kauf für Wertpapiere verfügbar war. Darauf hin gab Charles Mitchell, Vorstand der National City Bank, bekannt, dass seine Bank jede regulative Maßnahme der Fed mit zusätzlichen Krediten konterkarieren würde (Galbraith 1995: 86).

Die Weltwirtschaftskrise begann mit dem Kurssturz am Donnerstag, dem 24. Oktober 1929. Durch eine konzertierte Aktion der Vorstände der großen US-amerikanischen Banken, Chase, National City, Bankers Trust und Guaranty Trust, konnte der Markt noch kurzfristig beruhigt werden. Vizepräsident der New Yorker Aktienbörse, Richard Whitney, kam persönlich auf das Börsenparkett und tätigte selbst eine Reihe demonstrativer Käufe. Als jedoch am folgenden Dienstag das Gerücht kursierte, dass die Banken ihre Papiere wieder verkaufen würden, die sie zuvor zur Stützung des Marktes erworben hatten, brach der Markt erneut ein (Galbraith 1995: 87).

Die Folge des Börsenkraches war der Abzug US-amerikanischen Kapitals aus Europa, so dass die Krise von den USA auf Europa übergriff und immer mehr Länder erfasst wurden. Der Kapitalabzug führte in vielen europäischen Ländern, die auf US-amerikanische Kredite angewiesen waren, zur wirtschaftlichen Katastrophe. Insbesondere die Schuldnerländer und die rohstoffexportierenden Länder wurden hart getroffen: zahlreiche Firmen gingen bankrott, Banken mussten schließen. Erschwerend kam hinzu, dass die USA ihre Zölle mit dem "Smoot Hawley Tariff" drastisch erhöhten und somit Exportmöglichkeiten der betroffenen Länder wegbrachen.

In den USA fielen die Großhandelspreise für Agrarprodukte von 1929 bis 1932 um 50%. Die Industrieproduktion ging um fast 40% zurück (Junker 1992: 166). Folglich stieg die Arbeitslosigkeit rapide an: in den USA betrug die Arbeitslosenrate bis zu 25%, in Deutschland bis zu 44% (Eichengreen 2000: 106). In den USA waren im Jahr 1933 ca. ein Viertel der erwerbsfähigen Amerikaner arbeitslos. Eine Vielzahl von Unternehmen gingen bankrott. 1930 wurden 26 000, 1931 über 28 000 und 1932 über 31 000 gewerbliche und industrielle Konkurse registriert (Junker 1992: 167). Auch in anderen Ländern kam es zum Zusammenbruch der industriellen Produktion: in Deutschland fiel zum Beispiel die industrielle Produktion zwischen 1929 und 1932 um 39 Prozent. Hier stieg die Arbeitslosigkeit von 1,6 Millionen im September 1929 auf 4,3 Millionen im September 1931. Anfang 1933 waren mehr als 6 Millionen Menschen arbeitslos.

Im Sommer 1931 erlebten Österreich und Deutschland eine Bankenkrise und einen Ansturm auf die Devisenreserven. Die Zentralbanken der beiden Länder verloren durch die Bereitstellung von Liquidität an die betroffenen Banken immer mehr ihrer Reserven. Folglich musste die Konvertibilität der Währung ausgesetzt werden. Im September 1931, nachdem die Bank von England unter starken Druck geraten war, musste auch die britische Regierung die Konvertibilität des Pfundes aussetzen.

Der Goldstandard und die Weltwirtschaftskrise

Im nachhinein muss man fragen, warum die Coreländer des Goldstandards der Wirtschaftskrise nicht mit einer expansiven Geldpolitik begegnet sind. Die ausbleibende expansive Geldpolitik lässt sich damit erklären, dass die Goldstandardländer die Verteidigung des Goldstandards weiterhin als oberste Priorität ansahen. Die Regierungen hatten die Wahl, den Goldstandard zu verteidigen oder unilateral der Wirtschaftskrise mit einer expansiven Geldpolitik zu begegnen, die Leitzinsen zu senken und mit Kreditspritzen die Konsum- und Investitionsneigung zu beleben. Eine unilateral verfolgte expansive Geldpolitik ließ sich nicht mit dem Goldstandard vereinbaren. Ein Land, das eine expansive Geldpolitik verfolgte, musste damit rechnen, dass Spekulanten und Investoren ihr Kapital aus dem Land abziehen und in ein Land mit höheren Zinsen und einer restriktiven Geldpolitik investieren würden. Es würde zum Abfluss von Gold- und Devisenreserven kommen.

Nun könnte argumentiert werden, dass das Problem mit einer multilateral konzertierten expansiven Geldpolitik und Abwertung der Währungen hätte gelöst werden können. Hätten alle Goldstandardländer eine expansive Geldpolitik verfolgt, hätten Konsum und Investitionen in den von der Krise betroffenen Ländern angekurbelt werden können, ohne dass es zu einer Kapitalflucht gekommen wäre. Man hätte somit den Goldstandard aufrechterhalten können, während man gleichzeitig die Konjunktur belebt hätte.

International konzertierte Aktionen wurden jedoch immer schwieriger. Die politischen Beziehungen waren immer noch durch den ersten Weltkrieg stark belastet. Dass die USA mit ihrer relativ jungen Zentralbank selbst keine Erfahrungen mit dem ersten Goldstandard gemacht hatten, machte die internationalen Finanzbeziehungen nicht einfacher. Auch die innenpolitische Situation in den meisten Ländern erschwerte die internationale Kooperation.  

Auch hielten viele Länder wie Frankreich und Deutschland an dem Goldstandard aufgrund ihrer Erfahrungen Anfang der 1920er Jahre fest. Zu stark waren für die meisten Länder die Erinnerungen an die Instabilität und die oftmals sehr hohen Inflationsraten, deren Ursache in der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken gesehen wurde. Aufgrund dieser Erfahrungen brachten sie auch das finanzielle und politische Chaos der 1930er Jahre und die Wirtschaftskrise mit der Politik der Zentralbanken in Verbindung. In Frankreich und den USA wurde die Wirtschaftskrise als Folge einer exzessiven Kreditschöpfung durch die Zentralbanken angesehen. So hätten die billigen Kredite zu den Spekulationen und diese zu dem Börsencrash von 1929 geführt. Folglich befürchtete man, durch eine expansive Geldpolitik die Wirtschaftskrise zu verschlimmern, anstatt sie zu bekämpfen. 

Der restriktiven Geldpolitik und der Beibehaltung des Goldstandards Anfang der 1930er Jahre stand das sich gewandelte innenpolitische Umfeld gegenüber. Die Gewerkschaften hatten erheblich an Einfluss gewonnen. Es wurden Programme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und soziale Absicherungsprogramme gefordert. Die binnenwirtschaftlichen Ziele sollten nicht mehr der außenwirtschaftlichen Stabilität untergeordnet werden. Vielmehr sollte die Geldpolitik zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Wiederherstellung der innenpolitischen Stabilität genutzt werden. So war mittlerweile der Zusammenhang von Konjunktur und Geldpolitik bekannt und verbreitet. Folglich hat der Druck auf die Zentralbanken stetig zugenommen. Diese Entwicklung untergrub das Vertrauen in den Goldstandard. Die Investoren und Spekulanten vertrauten nicht mehr der Entschlossenheit der Regierungen und Zentralbanken, den Goldstandard um jeden Preis zu verteidigen. Sobald die Spekulanten vermuteten, dass eine binnenwirtschaftliche Situation nicht mehr zu halten war und die Regierung gezwungen sein würde, den Inlandskreditrahmen zu erweitern, flohen sie aus der Währung des entsprechenden Landes. Diese massiven Kapitalbewegungen beruhten häufig nur auf Erwartungen und Vermutungen, nicht auf einer bereits vollzogenen Ausdehnung der Geldmenge. Die Gefahr einer möglichern Kapitalflucht führte dazu, dass kein Land seine Geldmenge zur Ankurbelung der Konjunktur erhöhte, sondern vielmehr eine sehr restriktive Geldpolitik verfolgte. Niedrigere Zinsen als ein anderes Goldstandardland zu haben, bedeutete immer die Gefahr einer Bewegung von Gold und Devisen aus dem eigenen Land in das Land mit der restriktiveren Geldpolitik. Auch führte die Gefahr einer Kapitalflucht dazu, dass immer mehr Länder versuchten, die Stabilität ihrer Währung dadurch zu sichern, dass sie weniger Devisen und immer mehr Gold als Reserven hielten. Immer mehr Zentralbanken versuchten, ihre Devisen in Gold umzutauschen, so dass der Goldpreis stetig stieg. Die deflationären Maßnahmen führten jedoch zu einer Intensivierung der Wirtschaftskrise. Ein Beispiel hierfür ist Deutschland: 1930 führte der zunehmende Vertrauensverlust in die wirtschaftliche und politische Stabilität des Deutschen Reiches zu mehreren Kapitalfluchten ins Ausland, wodurch die Reserven der Reichsbank schmolzen. Um den Goldstandard zu sichern, die Mindestdeckung des Geldumlaufs sicherzustellen und den Wechselkurs zu halten, war die Reichsbank folglich gezwungen, mitten in der Depression eine restriktive Geldpolitik zu verfolgen. Dies führte zu einer massiven Deflation und trug zu den Bankzusammenbrüchen vom Juli 1931 bei.

Dieses Dilemma - die Wahl zwischen einer restriktiven, deflationären Wirtschaftspolitik und der Aufgabe des Goldstandards - traf insbesondere Länder mit einem schwachen Bankensystem sehr hart. Durch die fallenden Preise und die steigenden Zinsen fiel es Bankschuldnern zunehmend schwer, ihre Kredite zu bedienen. Anfang der 1930er Jahre kam es zu einer Reihe von Bankenkrisen, insbesondere in Österreich und Deutschland. Folglich vergaben die Banken weniger Kredite, die Investitionen gingen dramatisch zurück. Die Zentralbanken waren nicht bereit, den Geschäftsbanken aus der prekären Lage zu helfen und als Lender of Last Resort den Markt mit Liquidität zu versorgen. So befürchteten sie, dass eine Ausdehnung der Geldmenge, wie bereits beschrieben, ihre Reserven gefährden, zu einer Kapitalflucht führen und somit den Goldstandard unterminieren würde. Während des ersten Goldstandards konnte einer solchen Situation mit internationaler Kooperation und Solidarität begegnet werden, wobei eine ausländische Zentralbank dem betroffenen Land Kredite zur Verfügung stellte. Ein Beispiel hierfür ist die Baringkrise in England. Hiermit konnte jedoch Anfang der 1930er Jahre nicht mehr gerechnet werden.

Insgesamt hat der Goldstandard sowohl wesentlich zur Schwere und dem Ausmaß der Weltwirtschaftskrise, als auch zu ihrer Verbreitung beigetragen. 

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Der Zusammenbruch des Zweiten Goldstandards

Österreich war das erste europäische Land, das den Goldstandard aufhob. Wie bereits erwähnt, kam es Anfang der 1930er Jahre zu einer Reihe von Bankenkrisen, wobei Österreich als erstes europäisches Land betroffen war. Da die Wiener Banken extensive Kredite an den industriellen Sektor vergeben hatten, waren sie vom Zusammenbruch der industriellen Produktion und dem damit einhergehenden Ausbleiben der Bedienung dieser Kredite durch ihre Schuldner besonders hart getroffen. Auch hatte Österreich kurzfristige Kredite im Ausland in Höhe von 150 Millionen Dollar aufgenommen, wobei sich ein großer Teil dieser Schulden in liquiden Depositen bei den Wiener Banken befand. Insbesondere Österreichs größte Depositenbank, die Creditanstalt für Handel und Gewerbe, war hart getroffen. So waren ihre Verbindlichkeiten größer als das Budget der österreichischen Regierung. Im Mai 1931 musste die Creditanstalt eingestehen, dass faule Kredite ihr gesamtes Kapital aufgezehrt hatten. Dies führte zu einer Bankpanik. Die Einleger konnten jedoch auch nicht durch das Eingreifen des Staates beruhigt werden. Es war klar, dass die Bereitstellung von Liquidität durch die Zentralbank den Regeln des Goldstandards widersprach. Gleichzeitig war deutlich, dass weder Frankreich noch England als Lender of Last Resort aktiv werden würden, da Österreich und Deutschland gegen den Versailler Vertrag verstoßen hatten, indem sie Gespräche über die Bildung einer Zollunion geführt hatten. Dies unterminierte die internationale Solidarität weiter. Die österreichische Zentralbank erhöhte Ende Mai den Notenumlauf um 25%, was jedoch zu einem Abfluss der Devisenreserven führte. Demzufolge erwarteten die Anleger eine Abwertung des Schillings und befürchteten die Aufhebung der Konvertibilität. Dies führte zu einer Kapitalflucht. Um sein Bankensystem zu verteidigen, hob Österreich den Goldstandard auf, führte jedoch Devisenkontrollen ein, um eine Abwertung des Schillings zu verhindern. Im September wurde die Devisenbewirtschaftung offiziell bestätigt. 

Da die Creditanstalt eine Mehrheitsbeteiligung an der größten Bank Ungarns besaß, breitete sich die Bankenkrise von Österreich nach Ungarn aus. Folglich zogen die Anleger ihr Kapital ab, so dass die Bankenkrise auch hier letztendlich zur Aufhebung des Goldstandards führte.

Auch Deutschland war von der Krise betroffen. Wie die österreichischen Banken waren die deutschen Banken eng mit der Industrie verbunden. Dementsprechend litten auch sie unter dem Zusammenbruch der industriellen Produktion. Die Geschäftskredite und die Reparationen konnten daher nicht mehr bedient werden. Aufgrund der Ähnlichkeit zum österreichischen Bankensystem ging des Weiteren das Vertrauen in das deutsche Bankensystem verloren, und Anleger begannen ihr Kapital aus Deutschland abzuziehen. Versorgte die Reichsbank die Banken anfänglich noch mit Liquidität, ließ sich dies langfristig nicht fortführen. So stand die Reichsbank schwindenden Reserven gegenüber: Im Juni 1931 war der Anteil von Gold an den Reserven auf den gesetzlichen Mindestreserveanteil von 40% gesunken, während im Mai 1931 Gold noch über 50% der Reserven betragen hatte. Um den Goldstandard zu verteidigen, schränkte die Reichsbank ihre Kredite an die Banken ein. Die Konsequenz war, wie man hätte absehen können, eine Bankenkrise. Als Folge der Bankenkrise wurde am 13. Juli ein Bankfeiertag einberufen. Danach wurde in Deutschland die Devisenbewirtschaftung eingeführt. Die Konvertibilität der deutschen Währung wurde aufgehoben. Durch die Aufhebung des Goldstandards konnte fortan eine lockerere Geldpolitik verfolgt werden. 

Der Reichsmark folgte bald das Pfund Sterling. Zwar waren die englischen Banken vom Zusammenbruch der industriellen Produktion weitestgehend weniger betroffen als die Banken in Österreich und Deutschland, da sie keine engen Kontakte zur Industrie pflegten, doch gerieten mehrere Handelsbanken in Schwierigkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten der Bank von England überstiegen ihre liquiden Reserven bei weitem. Während dies bei Banken an sich nichts Unübliches ist, führte es in dieser Situation zu einer wachsenden Panik. Auch hatte England bereits seit 1925, also seit der Einführung des Goldstandards, mit dem Abfluss seiner Reserven zu kämpfen. Die Goldabflüsse wurden durch Einnahmen aus Zinsen und Dividenden auf Auslandsinvestitionen, Einkünften aus dem Tourismus, und Erträgen aus Schiffsfracht-, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen durch den Staat gegenfinanziert. Diese Einkünfte nahmen jedoch Anfang der 1930er stetig ab. Auch verschlechterte sich die Leistungsbilanz Englands zunehmend, so dass die Goldzuflüsse weiter abnahmen. Ende 1930 beschleunigten sich die Goldabflüsse rapide, und es wurde immer schwieriger für die Bank von England den Kurs des Pfund Sterlings zu halten. Trotz Stützungsversuchen durch die Fed in New York und die Bank von Frankreich fiel der Kurs des Pfund Sterlings Anfang 1931 weiter. Auch Erhöhungen des Diskontsatzes waren nicht ausreichend, um das Kapital im Land zu halten, oder anzulockern. Die Wirkungslosigkeit der Erhöhung des Diskontsatzes kann damit erklärt werden, dass das Vertrauen der Märkte bereits verloren war und dass angenommen wurde, dass die hohen Zinsen langfristig nicht gehalten werden könnten. Man wusste, dass die hohen Zinsen die Staatsschulden verteuern und den Haushalt, der bereits ein Defizit aufwies, weiter belasten würden. Des Weiteren erwartete man, dass eine längerfristige restriktive Geldpolitik die Rezession verstärken und die Arbeitslosenquote weiter steigern werde. Dementsprechend nahm man an, dass die Unterstützung der bereits geschwächten Labourregierung weiter sinken würde, und diese folglich eine solche Politik nicht langfristig verfolgen könne. Auch antizipierte man einen steigenden politische Druck auf die Bank von England, ihre Deflationspolitik zu beenden. Folglich glaubte man nicht, dass die restriktive Geldpolitik langfristig verfolgt werden könne. Aufgrund dieser Erwartungen und der Bankenkrise in Deutschland kam es trotz der Erhöhung des Diskontsatzes zur Kapitalflucht. Am 19. September 1931 musste die Goldkonvertibilität des Pfundes aufgehoben werden, was eine gravierende Abwertung zur Folge hatte. Innerhalb von drei Monaten verlor das Pfund ein Drittel seines Wertes gegenüber dem Dollar. Der Vertrauensverlust griff auch auf andere Länder über. 1932 hatten 22 Länder die Goldkonvertibilität ihrer Währungen aufgehoben. Die Aufhebung der Goldkonvertibilität des Pfundes Sterling markiert somit das Ende des zweiten Goldstandards.

Die Länder, die die Goldkonvertibilität aufrecht erhielten, hatten durch die Verteuerung ihrer Währungen mit Exportschwierigkeiten zu kämpfen. Durch die sinkende Nachfrage nach ihren Gütern verschärfte sich der politische Druck auf die Zentralbanken, die Goldkonvertibilität aufzuheben und eine Abwertung zu zulassen. Auch in den USA stieg der Druck auf die Fed kontinuierlich an. So begann der US-amerikanische Kongress im März 1932 Druck auf die Fed auszuüben, expansive Offenmarktgeschäfte zu betreiben. Im Glass Steagall Act wurde die Verfügungsbeschränkung über freies Gold aufgehoben. Durch diese Entscheidung kam es zu massiven Kapitalabflüssen. Die Befürwortung einer deflationären Politik durch den Kongress erhöhten die Zweifel der Marktteilnehmer, dass die Fed langfristig ihre restriktive Geldpolitik würde aufrecherhalten können. Diese Befürchtungen wurden durch den Wahlsieg Roosevelts noch verstärkt. In der dritten Aprilwoche 1933 setzte Roosevelt wie erwartet die Goldkonvertibilität des Goldes aus, worauf der Dollar gegenüber dem Gold bis Ende des Monats zehn Prozent seines Wertes einbüßte. Andere Länder wie die meisten mittelamerikanischen Staaten, Argentinien und Kanada schlossen sich den USA an. Belgien hob die Konvertibilität seiner Währung 1935 auf, Frankreich, Holland und die Schweiz 1936.

International folgte eine Periode freier Wechselkurse - ein sogenanntes "managed floating". Das heißt, dass die Zentralbanken relativ häufig intervenierten, um allzu große Schwankungen zu verhindern. Die Periode zeichnete sich durch hohe Kapitalverkehrskontrollen und Handelsbarrieren aus. Viele Länder führten unilateral deflationäre Maßnahmen durch, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Diese Maßnahmen führten zu Abwertungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte aus den entsprechenden Ländern erhöhte. Je früher Länder sich vom Goldstandard getrennt und Abwertungen zugelassen hatten, je schneller setzte die wirtschaftliche Erholung wieder ein. Durch die niedrigeren Zinsen nahm die Staatsschuld weniger rasch zu, die Steuern mussten nicht erhöht werden und die Staatsausgaben zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums konnten erhöht werden. Weiter regten die niedrigeren Zinsen Investitionen an, und durch die Abwertung stiegen die Exporte. Die Abwertungen der Länder waren also eine Antwort auf die binnenwirtschaftliche Situation und sind nicht allein als "Beggar thy neighbour"- Politik (schädige deinen Nachbar zu deinem eigenen Nutzen) zu betrachten, als die sie oftmals dargestellt werden. Sie waren vielmehr eine Antwort auf das Problem der Weltwirtschaftskrise als ihre Ursache.

Man kann sagen, dass eine frühere Aufgabe des Goldstandards und schnellere Abwertungen und expansive Geldpolitiken, die Weltwirtschaftskrise erheblich abgeschwächt hätten. Problematisch war allerdings an der Periode der Abwertungen und des Managed Floating, dass viele Länder, die weiterhin eine überbewertete Währung hatten, da sie länger am Goldstandard festhielten als andere, den steigenden Importen mit Protektionismus und einer Anhebung ihrer Zölle begegneten. Auch bestand die Gefahr einer sich beschleunigenden Abwertungsspirale, da alle Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit bewahren wollten.

Bereits Mitte 1932 war man sich einig, dass man der internationalen wirtschaftlichen Situation multilateral begegnen müsse, um eine Wiederbelebung der weltweiten Wirtschaft zu ermöglichen. Daher fand im Juni 1933 die "World Economic Conference" in London statt. Die Konferenz blieb jedoch erfolglos, da zur gleichen Zeit die USA den Goldstandard aufhoben und die Zukunft des Dollars sehr unsicher erschien. Um 1936, bevor Frankreich im September abwertete, stieg die Notwendigkeit einer internationalen Kooperation aufgrund der steigenden Handelsbarrieren und der Gefahr einer Abwertungsspirale. Um letztere zu verhindern, einigten sich Frankreich, Großbritannien und die USA in einem Dreierabkommen, dem "Triparitite Monetary Agreement" darauf, dass Frankreich die Abwertung seiner Währung begrenzt hält und dafür die anderen beiden Länder auf eigene Abwertungen verzichten würden. Auch sollten die Importsperren aufgehoben werden. Obwohl der Erfolg des Abkommens nicht überzeichnet werden sollte, gilt es als Vorläufer und Wegbereiter für die Bretton Woods Konferenz und die Gründung des internationalen Währungsfonds.

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938 fehlt

Auswertung und Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass wichtige innenpolitische und internationale Entwicklungen das internationale Währungssystem der Zwischenkriegszeit geprägt haben: zum einen hat die Konkurrenz zwischen binnenwirtschaftlichen und außenpolitischen Zielen zugenommen. Zum anderen ist es zu einer Dezentralisierung des internationalen Finanzsystem und zunehmenden kurzfristigen Kapitalströmen gekommen, den sogenannten "hot money flows". Letztlich trug die internationale politische und wirtschaftliche Machtverschiebung von England zu den USA zur Instabilität des Systems bei.

Die Probleme des zweiten Goldstandards waren somit:

Ursachen der Weltwirtschaftskrise

Gründe für die Verbreitung und das Ausmaß der Depression

Weiterführende Literatur


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Sachgebiete

Lektüre

Das kommende Europa
von Martin Koopmann und Stephan Martens (Hrsg.)

Veröffentlicht am 11. Februar 2008

50 Jahre nach dem Inkrafttreten der Römischen Verträge verbinden 22 deutsche und französische Autoren eine Bilanz des europäischen Einigungsprozesses mit einer Analyse der künftigen Herausforderungen in Europa. Wissenschaftler aus Think tanks und Universitäten erörtern ausgewählte Themen des europäischen Integrationsprozesses, wobei Fragen des Binnenmarktes und der Wirtschafts- und Sozialpolitik ebenso behandelt werden wie der Komplex der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik, das Problem politischer Führung in der EU, die Rolle Europas in der Welt sowie spezifische Themen wie die Migrations-, die Energie- oder die Menschenrechtspolitik.

Weitere Informationen auf der Webseite der DGAP

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