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Die OECD

Stormy Mildner

Die "Organisation for Economic Cooperation and Development", die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist seit dem 30.9.1961 die Nachfolgeorganisation der OEEC, die 1948 gegründet worden war. Ziel der OEEC war die Aufstellung von koordinierten europäischen Wiederaufbauplänen, die als Gegenleistung für die Gewährung der Marshall-Plan-Hilfe von den USA gefordert wurden. Weitere Ziele waren der Aufbau einer europäischen Wirtschaft durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und die politische Stabilisierung in Westeuropa.

Die Aufgaben der OECD umfassen die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung und Koordination der Wirtschaftspolitik, insbesondere der Konjunktur und Währungspolitik. Weitere Ziele sind die Koordination und Intensivierung der Entwicklungshilfe, um ein angemessenes Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern zu fördern. Desweiteren soll durch die Ausweitung des Welthandels ein stetiges Wachstum und steigende Produktivität gefördert werden. Die OECD erstellt jährlich eigene Studien und Analysen über die wirtschaftliche Lage in ihren Mitgliedsländern. Ebenso sind die Analysen Grundlage für Leitlinien und Lösungsansätze für internationale und nationale Probleme.

Das oberste Organe der OECD ist der Rat der Ständigen Delegationen der Mitglieder (Botschafter), der einmal im Jahr auf Ministerebene tagt. Im Falle Deutschlands nimmt in der Regel der Bundeswirtschaftsminister an dieser Sitzung des Rats der Minister teil. Auf der Ebene der ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten tagt der Rat zwei mal monatlich. Unterstützt wird der Rat durch einen Exekutivausschuss mit 14 Mitgliedern, der die Ratssitzungen vorbereitet. Er setzt sich aus den Stellvertretern der Leiter der OECD-Botschaften zusammen. (Der deutsche OECD Botschafter wird vom Auswärtigen Amt gestellt, sein Vertreter kommt dahingegen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.) Der Generalsekretär führt den Vorsitz im ständigen Rat. Es gibt über 200 Fachausschüsse und Arbeitsgruppen. Expertengruppen befassen sich mit wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, sozial- und umweltpolitischen Themen. Besonders wichtig ist der wirtschaftspolitische Ausschuss, der mehrmals im Jahr die wirtschaftliche Lage der Mitgliedsländer analysiert. Im Ausschuss für Kapitalverkehr und unsichtbare Transaktionen wird sicher gestellt, dass die Mitgliedsländer ihren Kapital- und Dienstleistungsverkehr liberalisieren. Der Ausschuss für Finanzmärkte analysiert die internationalen Finanzmärkte und wie ihre Funktionsweise verbessert werden kann.

Die OECD ist ein wichtiges Forum für einen intensiven Informations- und Meinungsaustausch zwischen den Mitgliedsländern über aktuelle gemeinsame wirtschaftliche Probleme. Weiter ist sie auf allen wirtschaftlichen Gebieten wie Entwicklungspolitik, Handel, Kapitalverkehr und Steuerwesen beratend tätig. Auch in anderen Gebieten wie Arbeitskräfte, Umwelt, Bildung und Wissenschaft ist sie tätig.

Mitglieder sind: Australien (seit 1971), Belgien (1961), Deutschland (1961), Dänemark (1961), Finnland (seit 1969), Frankreich (seit 1961), Griechenland (seit 1961), Großbritannien (1961), Irland (1961), Island (1961), Italien (1961), Japan (1964) Kanada (1961), Rep. Korea (1996), Luxemburg (1961), Mexiko (1994), Neuseeland (seit 1973), Niederlande (1961), Norwegen (1961), Österreich (1961), Polen (1996), Portugal (1961), Schweden (1961), Schweiz (seit 1961), Tschechische Rep. (seit 1995), Türkei (seit 1961), Ungarn (seit 1996), USA (seit 1961)

Weiterführende Links:

http://www.oecd.org Webpage der OECD


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Jahrbuch Internationale Politik: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik
von Josef Braml, Karl Kaiser, Hanns W. Maull, Eberhard Sandschneider, Klaus Werner Schatz (Hrsg.)

Veröffentlicht am 2. Juni 2008

Das neu konzipierte Standardwerk der internationalen Politik bietet eine systematisch-vergleichende Analyse eines aktuellen Themas: Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik. Autorinnen und Autoren sind renommierte deutsche Experten sowie maßgebliche Repräsentanten der operativen Politik, des Bundeskanzleramts, des Bundestags und von Bundesministerien. Neben der wechselseitigen Politikberatung leistet das Jahrbuch – in Zusammenarbeit mit den Medien und anderen Multiplikatoren – auch Öffentlichkeitsberatung.

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